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Synology NAS I: Die Entscheidung für ein Synology NAS

Nach dem Hardware-Tod meines bisherigen Homeservers im Sommer stand eine Neuanschaffung an. Ich hatte deshalb hier (siehe: Homeserver / NAS - Die Qual der Wahl) und an andere Stelle um Rat gebeten. Nach ausdehnten Testläufen ist die Wahl auf ein Synology NAS gefallen.

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Daher hatte ich eine ältere Zotac Box reaktiviert und darauf verschiedene Szenarien ausprobiert. OMV, FreeNAS, Debian - nichts blieb ungetestet. QNAP war nach den negativen Kommentaren ausgeschieden, aber Synology hat eine gute Online-Demo und es gibt sehr viele Informationen dazu im Netz.

Das Anforderungsprofil hatte sich auch etwas weiterentwickelt. Neben der immer noch obligatorischen RAID 1 Lösung und den Netzlaufwerken (primär SMB), sowie dem ein oder anderen Internetdienst wie FreshRSS (siehe: RSS Feeds synchron halten mit FreshRSS) sollte das System auch die Synchronisation meiner Kalender, Aufgaben und Kontakte (CalDAV / CardDAV) übernehmen. Weiterhin sollte ein Mailserver als E-Mail Archiv möglich sein. Zudem sollte das Gerät zusätzlich meine primäre Cloud-Funktion bereitstellen.

Wichtig waren mir dann noch Optionen um Energie zu sparen. Solche NAS/Homeserver Geschichten sollen zwar viel erreichbar sein, aber auch nicht komplett unnötig Energie benötigen. Strom ist in Deutschland nicht ganz billig und ein bisschen an die Folgewirkungen des ungehemmten Energieverbrauchs durch immer mehr Elektronik sollte man auch denken. Daher wollte ich keine vollkommen überdimensionierten Xeon-Lösungen und die Möglichkeit das Gerät zeitweise automatisiert in den Standby zu schicken.

Das sind keine unlösbaren Aufgaben und mit genügend Zeit und Aufwand kann man das mit jedem Linux System erreichen. Lebenszeit ist allerdings endlich - das muss man immer wieder schmerzlich feststellen - und die Testläufe hatten gezeigt, dass die Ersteinrichtung sehr viel Arbeit bedeuten und die langfristige Pflege sicherlich auch nicht ganz reibungslos verlaufen würde. Bei allem Spaß an solchen Technikarbeiten und dem Spieltrieb, der damit einher geht, bin ich nicht mehr bereit so viel Lebenszeit für die Bereitstellung banaler Funktionen für den Alltagsbetrieb zu opfern.

Daher ist die Wahl auf ein Synology NAS DS218 (ohne j, play oder +) gefallen. Hierbei war mir wichtig ein potenteres Modell mit Btrfs-Support zu erwerben. Hinzu kamen noch zwei 3,5" WD Red Festplatten mit 4 TB Speicherplatz. Das Synology-Betriebssystem ist letztlich ein Linux-Derivat (ein Blick in SSH oder die Prozessliste macht das ziemlich deutlich) und hat einen guten Ruf bezüglich Stabilität und Pflege.

Natürlich gibt man seine Daten wieder in die Hände einer relativ geschlossenen Hardware-/Betriebssystem Kombination. Ich glaube aber, dass die Synology-Lösung vielen semi-professionellen Nutzern sichere Setups beschert als unzureichend konfigurierte und gewartete Linux-Server - sowohl was Datenschutz, als auch Datensicherheit betrifft.

Ich werde die Einrichtung in einer kleinen Serie beschreiben, aber so viel sei vorweg genommen: Die Ersteinrichtung mit allen oben beschriebenen Diensten hat mich an einem Feierabend 3,5 Stunden gekostet.


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von kreatikar via pixabay

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Tags: Cloud, NAS, Synology

Ergänzungen zum Artikel

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Anonymous
Mich würde vor allen Dingen interessieren wie du deine Daten in dreieinhalb Stunden auf das Neugerät bekommen hast. Ansonsten bin ich sehr gespannt auf deine nächsten Beiträge.
Gerrit
Der Datentransfer hat natürlich ein bisschen länger gedauert. Aber da muss ich ja nichts mehr machen, sondern nur warten bis alles durch ist. Das ist also keine relevante Zeit.
Dieter
Hallo Gerrit,

wie sicherst du denn Daten von IPhone / IPad? Ist das auch auf dem NAS möglich? Gibt es da auch automatisierte Lösungen ohne iTunes / iCloud für die Benutzerdaten?

Gerrit
Nein das ist leider nicht direkt möglich.

Ich sichere mein iPhone auf den Mac und diesen per Time Machine auf das NAS. Dadurch ist das iPhone in die Sicherung eingebunden aber natürlich nicht direkt.

Eine Sicherung ohne macOS oder iTunes für Windows ist nur via iCloud möglich, wovon ich wegen der negativen Implikationen für die Sicherheit dringend abraten würde.

Dieter
Hi,

vielen Dank für deine Antwort. Das ist ja für einen Linuxnutzer ein ziemlicher Showstopper für ein IPhone :-(. Wie funktioniert denn die lokale Sicherung iPhone -> Mac? Geht das via WLAN und Cron-Job oder muss man das auch manuell und via USB machen.

Gerrit
Es geht über WLAN. Ob man es mit irgendwie automatisieren kann habe ich bisher nicht probiert.

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