1. Synology NAS I: Die Entscheidung für ein Synology NAS
  2. Synology NAS II: Time Machine Sicherung
  3. Synology NAS III: Fernzugriff mit Let’s Encrypt Zertifikat
  4. Synology NAS IV: Kalender und Aufgaben synchronisieren
  5. Synology NAS V: WebDAV Zugriff
  6. Synology NAS VI: Adressbuch synchronisieren
  7. Synology NAS VII – Cloudspeicher (Drive) einrichten
  8. Synology NAS VIII – Freigegebene Ordner verschlüsseln
  9. Synology NAS IX: Backup mit Hyper Backup anlegen
  10. Synology NAS X: E-Mail Archiv auf der DiskStation
  11. Synology NAS XI: Notizen in der Notes Station
  12. Synology NAS XII – Contacts App für Adressbuchsynchronisation
  13. Synology NAS XIII – Schnappschüsse mit Snapshot Replication

Nach dem Hardware-Tod meines bisherigen Homeservers im Sommer stand eine Neuanschaffung an. Ich hatte deshalb hier (siehe: Homeserver / NAS – Die Qual der Wahl) und an andere Stelle um Rat gebeten. Nach ausdehnten Testläufen ist die Wahl auf ein Synology NAS gefallen.

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Daher hatte ich eine ältere Zotac Box reaktiviert und darauf verschiedene Szenarien ausprobiert. OMV, FreeNAS, Debian – nichts blieb ungetestet. QNAP war nach den negativen Kommentaren ausgeschieden, aber Synology hat eine gute Online-Demo und es gibt sehr viele Informationen dazu im Netz.

Das Anforderungsprofil hatte sich auch etwas weiterentwickelt. Neben der immer noch obligatorischen RAID 1 Lösung und den Netzlaufwerken (primär SMB), sowie dem ein oder anderen Internetdienst wie FreshRSS (siehe: RSS Feeds synchron halten mit FreshRSS) sollte das System auch die Synchronisation meiner Kalender, Aufgaben und Kontakte (CalDAV / CardDAV) übernehmen. Weiterhin sollte ein Mailserver als E-Mail Archiv möglich sein. Zudem sollte das Gerät zusätzlich meine primäre Cloud-Funktion bereitstellen.

Wichtig waren mir dann noch Optionen um Energie zu sparen. Solche NAS/Homeserver Geschichten sollen zwar viel erreichbar sein, aber auch nicht komplett unnötig Energie benötigen. Strom ist in Deutschland nicht ganz billig und ein bisschen an die Folgewirkungen des ungehemmten Energieverbrauchs durch immer mehr Elektronik sollte man auch denken. Daher wollte ich keine vollkommen überdimensionierten Xeon-Lösungen und die Möglichkeit das Gerät zeitweise automatisiert in den Standby zu schicken.

Das sind keine unlösbaren Aufgaben und mit genügend Zeit und Aufwand kann man das mit jedem Linux System erreichen. Lebenszeit ist allerdings endlich – das muss man immer wieder schmerzlich feststellen – und die Testläufe hatten gezeigt, dass die Ersteinrichtung sehr viel Arbeit bedeuten und die langfristige Pflege sicherlich auch nicht ganz reibungslos verlaufen würde. Bei allem Spaß an solchen Technikarbeiten und dem Spieltrieb, der damit einher geht, bin ich nicht mehr bereit so viel Lebenszeit für die Bereitstellung banaler Funktionen für den Alltagsbetrieb zu opfern.

Daher ist die Wahl auf ein Synology NAS DS218 (ohne j, play oder +) gefallen. Hierbei war mir wichtig ein potenteres Modell mit Btrfs-Support zu erwerben. Hinzu kamen noch zwei 3,5″ WD Red Festplatten mit 4 TB Speicherplatz. Das Synology-Betriebssystem ist letztlich ein Linux-Derivat (ein Blick in SSH oder die Prozessliste macht das ziemlich deutlich) und hat einen guten Ruf bezüglich Stabilität und Pflege.

Natürlich gibt man seine Daten wieder in die Hände einer relativ geschlossenen Hardware-/Betriebssystem Kombination. Ich glaube aber, dass die Synology-Lösung vielen semi-professionellen Nutzern sichere Setups beschert als unzureichend konfigurierte und gewartete Linux-Server – sowohl was Datenschutz, als auch Datensicherheit betrifft.

Ich werde die Einrichtung in einer kleinen Serie beschreiben, aber so viel sei vorweg genommen: Die Ersteinrichtung mit allen oben beschriebenen Diensten hat mich an einem Feierabend 3,5 Stunden gekostet.


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von kreatikar via pixabay

Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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