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openSUSE Leap 15.2 - Ein Ausblick

Die kommende Minor-Version von openSUSE Leap (siehe: openSUSE Leap) befindet sich momentan in der Mitte der Beta-Phase. In circa einem Monat erfolgt der Package Freeze und am 07. Mai ist die Veröffentlichung anvisiert. Zeit also für einen ersten Blick.

OpenSUSE Leap spielt neben Ubuntu und seinen Derivaten eine wichtige Rolle in meinem persönlichen Linux Portfolio. Mit der stabilen Enterprise-Basis und den Community-Paketen im Desktop, sowie den jährlichen Minorupdates erfüllt openSUSE meine persönlichen Anforderungen nahezu optimal.

Leap und Tumbleweed sind die komplementären Veröffentlichungen von openSUSE. Während Tumbleweed als Rolling-Release Distribution konzipiert ist und die fortlaufenden Entwicklungen in der Linux-Communty widerspiegelt, ist Leap auf Stabilität ausgerichtet. Jede Hauptversion von Leap wird ca. 3 Jahre mit Updates versorgt. Die jeweils aktuell veröffentlichte Minorversion mindestens 18 Monate lang. Das System ist vergleichbar mit RHEL bzw. CentOS.

Große Veränderungen erfolgen immer nur mit den Hauptversionen, während die Minorversionen wie der nun geplante Sprung auf xx.2 lediglich der Produktpflege dienen und selektive Updates einspielen. Es wären daher eigentlich keine systemumstürzenden Änderungen für diese Version zu erwarten.

Versionen

Basis

Leap 15.2 integriert lediglich das Service Pack 2 von SUSE Linux Enterprise 15. Entgegen der sonst üblichen Gepflogenheiten gibt es bei dieser Version allerdings einen neuen Kernel. Leap-Anwender erwartet daher ein Versionssprung von 4.12 auf 5.3. Gleiches glt für Mesa, das ebenfalls aktualisiert wird und in Version 19.2 vorliegt. Es erfolgte aber keine Aktualisierung aller Versionen, denn bei glibc bleibt man bei 2.26.

Desktop

Entgegen der ursprünglichen Planung hält man die Desktopumgebungen nicht versionsstabil über eine Leap Hauptversion hinweg. Plasma aktualisieren die Entwickler auf die aktuelle LTS Version 5.18. GNOME liegt in 3.34 vor, möglicherweise schafft es auch noch eine neuere Version in das Release. Gleiches gilt für MATE (1.14), Xfce (4.14) und die kleineren Umgebungen.

Software

Großflächige Aktualisierungen zeichnen auch das übliche Software Portfolio aus. Bei Firefox bleibt man dem ESR-Zweig treu und liefert gegenwärtig Version 68.6 aus. LibreOffice kommt in Version 6.3 daher und die KDE Softwaresammlung (die nun nicht mehr Applications heißen, weil KDE ja andauernd was ändert) stammen aus der Veröffentlichung des letzten Dezember. Die für April geplante Veröffentlichung der nächsten Version dürfte es wohl nicht mehr in die finale Version von Leap 15.2 schaffen.

Neuerungen

Abgesehen von den großflächigen Aktualisierungen der enthaltenen Software-Komponenten gibt es wenig Neuerungen zu vermelden. Das Design bleibt zurückhaltend und traditionell grün angehaucht. Eine Standardinstallation mit KDE Plasma liefert eine vollumfängliche Softwaresammlung aus. Neben den obligatorischen KDE-Programmen greift man hier auf LibreOffice und Firefox zurück. Unnötige Doppelungen hat man aber inzwischen weitestgehend eliminiert, wodurch alles einen konsistenten Eindruck macht.

Zusammenfassung

Die Integration aus SLE Basis und Community Desktop funktioniert nach einigen Jahren und Version mittlerweile sehr gut. Die umfangreichen Versionsupdates sind für ein Minorupdate überraschend. Es wird sich zeigen, inwieweit Upgrades bestehender Installationen reibungslos funktionieren.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von ar130405 via Pixabay 

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Tags: Linux, Distribution, openSUSE, Leap, 15.2

Ergänzungen zum Artikel

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Ein guter Artikel, setze seit Jahren auf openSUSE und bin erstaunt, wie stabil und brauchbar diese Distribution trotz aller Probleme wegen Personalmangel sind.
Für mich ist openSUSE eine der meist unterschätzten Distributionen. In den vergangenen Jahren habe ich damit weniger Probleme gehabt als mit Ubuntu. Bis auf die 11er Reihe, dass war eine Katastrophe bei mir.

Bzgl. der Aktualisierung im größeren Umfang habe ich keine großen Befürchtungen. In den letzten Jahren hat openSUSE in dieser Hinsicht ein gewisses Vertrauen aufgebaut.
Ich bin bereit denen in dieser Hinsicht einen großen Vertrauensvorschuss zu geben.

Danke für den Sidekick gegen KDE, dass KDE Projekt ist tatsächlich Chaos pur.
Das der Desktop um Plasma herum so stabil ist, ist beinahe ein Wunder.

Alleine das Desaster um Kontakt/Akonadi, mir tun alle Menschen leid, die KDE zum ersten Mal installieren und diesem PIM-Tool wichtige Daten anvertrauen.

Mich hat es zum Abschluss des Studiums beinahe ums Kolloquium gebracht, weil ein Fehler in den Filtern Mails wahlweise gedoppelt hat oder ganz gefressen.

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