Meta (ehm. Facebook Inc.) musste neue Zahlen vorlegen und die haben gleich mehrere interessante Aspekte. Facebook verliert an Nutzern, Instagram ist bedroht und Apples Anti-Tracking-Maßnahmen tun den Werbekonzernen richtig weh.

Der Rückgang ist klein, aber er ist offiziell. Eine Million Nutzer haben im vierten Quartal des vergangenen Jahres dem Netzwerk Facebook den Rücken gekehrt. Das ist nicht überraschend, viel überraschender fand ich in den letzten Jahren die weiterhin nominell gemeldeten Anstiege der Nutzerzahlen. Der Markenname Facebook ist schon länger nachhaltig beschädigt und steht für Datenmissbrauch, Extremismus, Hass und Hetze. Nicht umsonst hat der Konzern mit seiner Umbenennung in Meta klar gemacht, dass er für die alte Marke keine große Zukunft sieht.

Für die Gegenwart setzt Facebook auf WhatsApp und Instagam. Zwei Zukäufe, die die Kartellbehörden meiner Meinung nach nie genehmigen hätten dürfen. WhatsApp ist unvergleichlich und ein Quasi-Standard für die Kommunikation. Das hat zuletzt die Bundesnetzagentur im OTT-Bericht bestätigt. Hierzulande setzen 93 % der Nutzer auf den Messenger-Dienst. Die beiden folgenden Angebote gehören auch zum Meta-Konzern und erst danach kommen abgeschlagen die Mitbewerber.

Instagram ist hingegen wichtig für die junge Zielgruppe, aber die ist wenig stabil und wendet sich zunehmend TikTok zu. Eine App, die Mark Zuckerberg mehrfach erwähnte. Instagram könnte also deutlich schneller implodieren als Facebook, dessen Zielgruppe inzwischen recht alt ist und deshalb zu Markenstabilität neigt.

Problematisch für alle Dienste sind die Anti-Tracking-Maßnahmen von Apple, die langsam Wirkung entfalten. 10 Milliarden Dollar kosteten diese den Meta-Konzern. Hier gerät man zunehmend ins Hintertreffen, da man anders als der zweite große Werbekonzern Google keine eigene Plattform kontrolliert und sich somit keine eigenen Regeln schaffen kann.

Alles in allem kein guter Tag für Meta-Aktionäre, aber ein guter Tag für Privatsphäre und Datenschutz im digitalen Raum.

Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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