Alte Bluetooth Kopfhörer gefährden die Privatsphäre

Ältere Bluetooth Kopfhörer ändern ihre MAC-Adresse nicht und sind damit zuverlässig identifizierbar und lassen Standort-Tracking zu. Neuere Modelle haben dieses Problem nicht mehr.

Bluetooth Kopfhörer sind heute Standard. Seien es gewaltige Over-Ear Modelle oder smarte In-Ear-Varianten. Gerne auch mit ANC, um sich komplett von der lauten und hektischen Bewegung abkoppeln zu können.

Wie netzpolitik.org heute berichtete, haben ältere Modelle eine Schwachstelle: Sie ändern ihre MAC-Adresse nie und senden diese bei Anfragen mit.

Bei einer entsprechenden Überwachung des öffentlichen Raumes mittels Empfängern würde sich so ein Bewegungsprofil des Einzelnen erstellen lassen. Deutlich wahrscheinlicher ist dies bei einer kleinräumigeren Überwachung z. B. von Fußgängerzonen oder Einkaufszentren. Präzisen Standorttracking treibt den Einzelhandel schließlich schon länger um.

Vielleicht sollten Besitzer älterer Modelle tatsächlich über einen Neukauf nachdenken.

Wobei sich die Probleme kaum auf Bluetooth Kopfhörer beschränken dürften. Man denke nur an die zunehmende Zahl an Smartwatches, die ebenfalls mittels Bluetooth mit dem Smartphone verbunden sind. Ob da jedes preiswerte Modell ständig seine MAC-Adresse wechselt?

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