Adblocker in KDEPIM – Ein sinnvolles Puzzlestück

Werbeblocker zu nutzen ist heutzutage reine Selbstverteidigung. Schließlich geht es nicht nur um optische Nervereien oder Popup-Bomben wie vor 20 Jahren, sondern um Tracking und Profilbildung. Problematisch wird es, sobald man den Browser verlässt. Hier schließt KDE mit einem Adblocker für KDEPIM eine Lücke.

Tracking tritt schließlich nicht nur beim „freien“ surfen im Internet auf, sondern kann überall erfolgen. Im Heimnetz mag da ein Pi-Hole helfen, aber unterwegs sieht das schon wieder anders aus. Unter Linux gibt es kaum Werbung in Programmen und massenhaftes Abgreifen von Telemetriedaten ist auch kein großes Problem. Wobei es durchaus prominente Gegenbeispiele wie z. B. Firefox gibt aber das sei nur am Rande erwähnt. Zwei relevante Baustellen sind aber E-Mails und RSS-Feeds. Erstere können bei HTML Mails und etwaigen nachgeladenen Bildern ausgewertet werden und Letztere enthalten inzwischen oftmals rudimentäre Browser, da viele Feeds nur noch gekürzt ausgeliefert werden. Hier bietet KDE mit dem integrierten Adblocker einen Basisschutz gegen Werbung und Tracking.

Bei den meisten Distributionen dürfte es mit KDEPIM automatisch mitinstalliert werden, ansonsten empfiehlt es sich nach einem Paket mit dem Namen kdepim-addons oder ähnlich zu suchen.

Die Einstellungen finden sich etwas versteckt in KMail unter Einstellungen / Module ganz unten.

Es wäre natürlich nicht KDE, wenn es alles fehlerfrei funktionieren würde. Der kleine Fallstrick ist erst die Option zu aktivieren und anschließend per OK zu bestätigen. Anschließend öffnet man das Modul wieder und fügt Filterlisten hinzu. Unterlässt man diesen Zwischenschritt, lassen sich keine Filterlisten hinzufügen. Bei den Listen hat man eine recht große Auswahl, ich persönliche habe jetzt mal EasyList und die Extraliste für Deutschland ausgewählt.

Dieses Modul ist schon für KMail sehr nett, aber da es sich auf die Webengine bezieht, steht es auch in Akregator zur Verfügung. Hier befreit es wirkungsvoll von den ganzen Werbebannern und Trackern, die zunehmend sogar in Volltextfeeds eingebunden werden.


Bilder:
Einleitungsbild und Beitragsbild von von 200 Degrees via pixabay 

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