Symbolbild "Webseite"

Firefox 57 ist veröffentlicht und NoScript nicht kompatibel. Endzeitstimmung bei manchen Anwendern. Die neueste Version steht zwar als WebExtension zur Verfügung, ist aber aktuell noch fehlerbehaftet und Funktionsparität ist ebenfalls nicht erreicht. Die gute Nachricht: Macht nichts, NoScript wird im Zweifelsfall sowieso nicht benötigt und sollte endlich von den Systemen entfernt werden.

NoScript ist die heilige Addon-Kuh in der Firefox-Glaubenslehre. Immer wenn es um das Für und Wider des Firefox-Browsers geht kommt irgendjemand um die Ecke und ruft „NoScript“ um zu belegen, dass alle alternativen Browser nichts taugen. Irgendwann vor einigen Jahren ist NoScript auch auf den Top10 der allersuperbesten Browser-Addons bei den IT-„Qualitätsmedien“ gelandet, weshalb noch mehr Leute glauben, dass man unbedingt NoScript benötigt um nicht sofort eine virenversuchte, ransomwarebelaste Trojanermaschine sein Eigen zu nennen.

Das ist Quatsch! Die meisten Anwender brauchen weder NoScript, noch haben sie es bisher effektiv eingesetzt. Ein viel leichter zu bedienender Werbeblocker dürfte den meisten reichen. Denn – und das wird einige jetzt schmerzen – JavaScript ist nicht böse!

Natürlich ist NoScript keine per Definition schlechte Software. NoScript war eine sehr mächtiges Addon, mit dem man einzelne Elemente auf Webseiten gezielt blockieren respektive freigeben konnte. In den Händen versierter Anwender ist das ein sinnvolles Werkzeug um sich ein bisschen sicherer im Internet zu bewegen.

Die meisten Anwender sind aber weder versiert, noch wussten sie was sie da benutzen! Das sieht man bis heute, wenn sich Anwender beschweren, dass bestimmte Elemente auf der Webseite nicht funktionieren oder wenn sie jetzt nach einem Ersatz für NoScript suchen und gar nicht genau wissen, was sie benötigen.

Faktisch benutzen heute die meisten Webseiten JavaScript für absolut sinnvolle Funktionen und viele Seiten lassen sich ohne JavaScript gar nicht mehr sinnvoll bedienen. Viele Anwender von NoScript haben daher großzügig Seiten auf die Whitelist gesetzt, weil ihnen das Wissen fehlte um zu entscheiden, was wirklich benötigt wird. Damit führten sie letztlich das gesamte Addon ad absurdum.

Es ist also Zeit das Addon endlich in die ewigen Jagdgründe zu entlassen. NoScript war in den Anfangszeiten von JavaScript und nervtötenden Animationen und PopUps mal ganz sinnvoll. Das ist aber lange her. Wer die erweiterten Funktionen von NoScript wirklich benötigt wird eine passende Alternative finden, wer jedoch NoScript nur verwendet hat weil es mal in irgendeinem Leitfaden für ein superduper sicheres Internet aufgeführt wurde, kann es nun endgültig weglassen.

(Fast) Niemand braucht NoScript!


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von 200degrees via pixabay

Gerrit
Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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