Vor ein paar Tagen hatte ich euch um Hilfe bei meiner Suche nach einem Nachfolger für Synology Note Station gebeten. Viele von euch haben geantwortet. Letztlich habe ich mich jetzt für Joplin entschieden.

Interessant für mich war, dass meine Unzufriedenheit über die Rechercheergebnisse in dem Bereich von einigen geteilt wurde. Ich hatte bis dahin gar nicht auf dem Schirm, dass Linux im Bereich der Notizen noch Luft nach oben hätte.

Ohne die Kommentare von euch jetzt statistisch ausgewertet zu haben, würde ich festhalten, dass die meisten von euch entweder auf Nextcloud Notes oder Joplin setzen. Zusätzlich gab es natürlich noch ganz viele andere Lösungen. Viele davon sind interessant und ich habe mir einiges genauer angesehen. Sehr geholfen hat mir auch dieses YouTube-Video, in dem einige der Möglichkeiten aus den Kommentaren detaillierter vorgestellt wurden.

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Die Wahl fiel dann im Ausschlussverfahren. Ich habe gegenwärtig keine Nextcloud im Einsatz, weil mir die integrierten Funktionen meines Synology DSM reichen und ich mich in der Vergangenheit häufiger über hakelige Updates bei Nextcloud geärgert hatte. Dadurch fiel diese Option weg.

Aus diesem Grund gebe ich nun Joplin eine Chance. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht. Die Apps sind keine nativen Programmen und sowohl auf dem Desktop als auch auf meinem Android eher behäbig und integrieren sich nur leidlich in die jeweiligen Systeme. Aber funktional bietet Joplin alles was ich benötige und ich kann es via WebDAV über mein Synology NAS synchronisieren.

Überzeugt haben mich dann vor allem die umfassenden Exportmöglichkeiten, wodurch kein Lock-in Effekt entsteht. Denn sollte es Bewegung in dem Bereich geben und neue Alternativen auf den Markt kommen, könnte ich mir sehr gut vorstellen, Joplin wieder den Rücken zu kehren.

Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

4 Ergänzungen

  1. Finde ich Gut.
    Bei mir ist Joplin seit 7 Monaten als Alltagswerkzeug eingeflossen, da es jede Plattform bedient.
    Für die Synchronisierung nutze ich Nextcloud in dem Fall.
    Was mir an Joplin nicht gefällt ist der Faktor, dass ich leider pro Notizbuch keine Synchronisierung angeben kann.
    Ein Notizbuch für Privat und eines für die Arbeit unter der gleichen Oberfläche.
    Hier geht leider nur ein Synchronisierungsweg für alle.
    Ich möchte auf meinem Mobile nur Privat in Joplin nutzen und nicht die Arbeit.
    Aber vielleicht kommt diese Option auch bald noch. Es ist in reger Entwicklung.

    Viele Grüße, bleib gesund

  2. Kommt jetzt etwas spät, aber habe den alten Eintrag nicht gesehen. Ich empfehle Markor als mächtigen Editor unter Android + Syncthing zur Verteilung. Auf dem Desktop dann den MD-Editor Deiner Wahl, z.B,. Visual Studio Code. Mit jpenconverter https://gitlab.com/opensource21/jpencconverter kannst Du die Verschlüsselung von Markor auch auf dem Desktop nutzen. Syncthing ist wirklich eine runde Sache und man ist Editor unabhängig. (So nutze ich inzwischen viel Obsidian, aber das ist Closed-Source).

  3. Als eine sehr mächtige und gute Notiz-Anwendung finde ich „Obsidian“. Vor allem wenn man das Prinzip vom sog. Zettelkasten anwenden will mit „verlinkten Notizen“ – also sehr nützlich für ein eigenes „Knowledge-Management-System“. Das ganze basiert auf Markdown Files (Lock-in Effekt ist dadurch ausgeschlossen).

    Ich finde die Anwendungen super – wenn man aber „nur“ ein simple Notiz-Verwaltung braucht, ist es evtl. too mich. Und es ist leider nicht Ope Source 🙁

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