openSUSE Leap 15.3: Änderung bei den Update Repositories

Das openSUSE Projekt hat mit Leap 15.3 eine weitere Aktualisierung der LTS-Variante herausgegeben. Eine wesentliche Neuerung sind die neuen Repositorien für Updates infolge des Wechsels auf die SLE-Basis.

Leap 15.3 bietet oberflächlich betrachtet nicht viel Neues. Die größte Neuerung ist die Zusammenführung der Basis von openSUSE Leap und SUSE Linux Enterprise. Beide Distributionen teilen sich nun denselben Kern an Binärpaketen und sind kompatibel. Leap enthält zusätzliche Pakete durch die Community und insbesondere im Desktop-Bereich ein größeres Angebot. Mit der Veröffentlichung von Leap 15.3 zeigen sich nun die Veränderungen für die Anwender.

Besonders beachten sollten Anwender die Änderungen bei den System-Repositorien. Eine wesentliche Veränderng gibt es bei den Update-Quellen. Bisher hatte jede openSUSE-Variante im wesentlichen vier Repositorien (abgesehen von Quell- und Debug-Repos):

  1. OSS (für Open Source Software)
  2. Non-OSS (für proprietäre Pakete)
  3. OSS-Updates
  4. Non-OSS-Updates

Die ersten beiden Repositorien wurden mit der Veröffentlichung eingefroren und stabil gehalten. Die beiden Updates liefern Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates während der Laufzeit des Minor-Releases über 18 Monate.

Durch die Zusammenführung von openSUSE Leap und SLE gibt es nun vier verschiedene Update-Repositorien:

  1. OSS-Update (das klassische Update-Repository)
  2. Non-OSS (das klassische Update-Repository für proprietäre Software)
  3. Update von SUSE Linux Enterprise
  4. OpenSUSE Backports

Die letzten beiden sind neu. Insbesondere die Updates von SUSE Linux Enterprise sind sehr umfangreich und umfassen die kombinierten Updates aller gepflegten Enterprise-Varianten.

Das System ist relativ kompliziert und noch nicht gut dokumentiert. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kanäle und welche Updates über welchen Kanal ausgeliefert werden, muss sich erst noch zeigen.

7 Kommentare

    • Das ist die Theorie. In der Praxis ist das momentan noch ziemlich inkonsistent, weil die SLE-Updates hinter den Build-Nummern des Main-Repos zurückhängen.

  1. Packman scheint die SLE Update Sources nicht für Builds zu benutzen. Ich habe hier einen Mischmasch von Gstreamer Version 1.16.2 von Packman und 1.16.3 von SLE Updates. Ob das auf die Dauer gut geht?

  2. Leap 15.3 vor 4 Tagen installiert , auf Anhieb funktionierte fast nichts .
    Heute den 14 Juni , ist DISCOVER immer noch funktionsunfähig und Update löscht LibreOffice
    und einiges mehr .
    Leap 15.2.1 war besser.

  3. Moin, ich habe nun nach einer guten Woche es aufgegeben, zu versuchen, die 15.2 auf die 15.3 zu aktualisieren. Stattdessen mich zur kompletten Neuinstallation der Systempartition entschieden.Für die Grafik habe ich Mesa statt Softwareemulation gewählt. Das Ergebnis: Ich habe zwar nun einen Startbildschirm, allerdings reagiert der nicht auf die Eingabe von Maus oder Tastatur. Er sieht schön aus, aber das hilft nicht weiter.
    Das System, mit dem ich arbeite, ist von 2011, aber wohl immer noch gut,, auch für 15.3. Die Daten: 8-Prozessor Rechner von AMD, 64-Bit, Motherboard ist ein Gigabyte 990-XFA-UD3, Grafikkarte ist eine Gainward Phantom1 (Nvidia Geforce GTX 560 rev a1), Arbeitsspeicher beträgt 4 GB, Für die Systemsoftware habe ich 70 GB reserviert. Bisher reicht das für normale journalistische Arbeit aus…Ich würde meinen Hauptrechner eigentlich bald wieder normal nutzen können….
    Nur wie es aussieht, dauert es noch….Immerhin habe ich jetzt schon mal einen Startbiildschirm. Evtl. versuche ich es noch einmal mit einer Softwareemulation…

    • Wir hatten ja deshalb bereits einmal kurz gesprochen. Grundsätzliche ist ein Blog für einen solch komplexen Fall nicht die richtige Anlaufstelle. Ich würde es stattdessen mal im openSUSE Forum (https://forums.opensuse.org/forum.php) versuchen.

      Ein paar Denkanstöße, die mir jetzt so spontan kommen:
      * Der Speicherplatz für das System ist egal, ab einer Mindestgröße von ca. 20 GB (40 GB bei aktiven Btrfs-Snapshots)
      * openSUSE 15.2 und 15.3 haben den gleichen Kernel, die Unterstützung von CPU & Co kann sich nicht geändert haben.
      * Für die Grafikkarte benötigt man den proprietären NVIDIA Treiber (https://en.opensuse.org/SDB:NVIDIA_drivers) Das Repo für 15.3 ist freigeschaltet. Dort muss man aber den Legacy-Treiber (390.143) wählen.

      • Wie berichtet, inzwischen 15.3 neu installiert. Nachdem Mesa bei der GUI den Dienst versagte, für Softwareemulation entschieden.. Der Rechner ist dadurch allerdings sehr langsam geworden, wenn ich im Normalbetrieb arbeite. Zwischenzeitlich festgestellt, dass akonadi sehr viel Energie brauchte. Abgeschaltet. Nach diversen Kernelupdate-Runden stehen inzwischen auch wieder alle acht Terminals (7 Konsole, 1 GUI) zur Verfügung.
        Ich denke, ich werde es jetzt noch einmal mit dem Regulärbetrieb und Legacy-Treiber versuchen und auf die Softwareemulation nach Möglichkeit verzichten.

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