Symbolbild "Tastatur"

Schreiben gehört bei mir zum Alltag. Nicht nur hier im Blog sondern auch meine wissenschaftliche und berufliche Tätigkeit lässt mich fast jeden Tag eine Tastatur malträtieren. Dementsprechend ist das ein Stück Hardware, dem ich große Bedeutung beimesse. Dieser Artikel ist zwar Off Topic aber auch das ist mal erlaubt.

Bisheriges Werkzeug war eine kabelgebundene Apple Aluminium Tastatur. Die hatte ich mir noch zu Linux-Zeiten zugelegt und war damit sehr glücklich. Darauf habe ich unzählige Artikel, Haus- und Abschlussarbeiten geschrieben, sowie eine annähernd halbe Doktorarbeit. Von dem üblichen Texten im Internet mal ganz abgesehen. Ich kann somit auch die ganzen Fans mechanischer Tastaturen nicht verstehen. Es ist ja nicht so, dass mechanischen Teile 30 Jahre genutzt werden würden. Meine Alu-Tastatur ist auch keineswegs an Altersschwäche gestorben, sondern an einem massiven Flüssigkeitsangriff.

Es musste also was neues her. Leider hat Apple die gute alte Aluminium-Tastatur jüngst in Rente geschickt. Zum Mac kann man auch nicht jede Tastatur verwenden – wegen den abweichenden Sondertasten und wegen des Stilbruchs auf dem Schreibtisch. Mögliche Logitech-Alternativen machte eine kürzlich publik gewordene Sicherheitslücke unattraktiv. Gerade bei kabellosen Geräten spielt Sicherheit eine wesentliche Rolle (siehe: Funktastaturen & Funkmäuse – Auf Verschlüsselung achten). Ich würde daher nie zu billigen No-Name-Produkten greifen. Bluetooth bietet hier ein Mindestmaß an standardisierter Sicherheit, wenngleich es auch da immer mal wieder Probleme gibt. Also habe ich mich für ein sündhaft teures Apple Magic Keyboard 2 entschieden.

Dieses gibt es inzwischen mit und ohne Ziffernblock aber leider nur noch ohne Kabel. Ansonsten habe ich mir nichts schlimmes bei diesem Kauf gedacht, weil Apple normalerweise solide Qualität abliefert. Vorausgesetzt man mag flache Tastaturen, aber das ist schließlich vor dem Kauf bekannt.

Falsch gedacht. Ich bin selten von einem Kauf enttäuschter gewesen. Dieser Testbericht hier spricht mir aus der Seele. Hauptmanko: Die Tastatur klappert wie ein billiges 5-Euro-Produkt aus Fernost. Nebenbei ist der extrem flache Tastenanschlag unbefriedigend.

Als Jony Ive kürzlich bei Apple aufhörte gab es einige Stimmen, die das begrüßten, weil unter ihm zuletzt eine wenig innovative Diktatur des Designs herrschte. Außer schmaler, dünner, flacher fiel dem Designteam nicht mehr viel ein. Die Funktion war da eher zweitrangig. Bei den Notebooks gibt es schon länger üble Kritiken über die Tastaturen, die Desktop-Variante ist aber nicht viel besser.

Momentan überlege ich immer noch, ob ich das Teil zurücksende.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von Megan_Rexazin via pixabay

 

Gerrit
Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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