LUKS1 oder LUKS2, normales dm-crypt, VeraCrypt oder Truecrypt – die Möglichkeiten zur Verschlüsselung unter Linux sind fast keine Grenzen gesetzt. Mit zuluCrypt steht eine Software zur Verfügung, die versucht alle diese Lösungen in einer Oberfläche zu vereinen.

zuluCrypt steht bei vielen Linux-Distributoren direkt in den Paketquellen zur Verfügung. Anwender haben die Wahl zwischen einer Kommandozeilen-Lösung und einer Qt-basierten Oberfläche.

Die Oberfläche präsentiert sich sehr minimalistisch. Übersetzungen stehen für Deutsch und Französisch zur Verfügung. Via Erstellen lassen sich neue Container als Datei oder auf einem Laufwerk anlegen. Man spezifiziert Größe und Dateiname und kann in einem nächsten Schritt den Typ wählen.

Zur Authentifizierung stehen die Optionen Schlüssel, Schlüsseldatei oder Schlüssel und Schlüsseldatei zur Verfügung. Zusätzlich lässt sich das Dateisystem des Containers definieren. Anschließend kann man via Open den zuvor erstellten Container auswählen und öffnen.

zuluCrypt hängt den Container in /run/media/privat/<benutzer> ein. Die Oberfläche erinnert leicht an TrueCrypt bzw. VeraCrypt. Wer hier mehr Optionen haben möchte kann zusätzlich auch noch zuluMount installieren. Letzteres ermöglicht dann auch die Verwaltung von EncFS, gocryptfs, securefs, eCryptFS and cryfs. Diese kommen primär zur Cloud-Verschlüsselung zum Einsatz (siehe auch: Cloud).

zuluCrypt ist vor allem für die leichte Erstellung von LUKS-Containern interessant, da dies ansonsten nicht ganz trivial ist (siehe auch: Verschlüsselten Container mit LUKS anlegen). Für VeraCrypt bietet die originale Software naturgemäß mehr Optionen (siehe: VeraCrypt – Systemübergreifende Verschlüsselung). Die Stärke von zuluCrypt besteht ansonsten vor allem darin fast alle bekannten und weniger bekannten Lösungen zu untersützen, weshalb man die meisten Container mit dieser einen Software einbinden kann. Mittels Disclocker-Backend kann man wohl auch BitLocker-Container unter Linux einbinden. Dieses steht aber für die meisten Distributionen nicht zur Verfügung.

Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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