openSUSE Leap – Upgrade mit einigen Hürden

Das Test-Upgrade von openSUSE Leap 42.3 auf 15.0 einer recht schlanken Büroinstallation mit MATE Desktop verlief reibungslos (siehe: openSUSE Leap – Problemloses Upgrade eines schlanken Systems), daher standen nun die zwei Systeme mit KDE Plasma und umfangreicher Ausstattung an.

Beide Systeme haben einen Plasma-Desktop mit der üblichen KDE-Softwareaustattung (KDEPIM, Dolphin, Okular, Gwenview etc. pp.), sowie noch zusätzlichen Standard-Programmen wie LibreOffice, Firefox & Co. Die Herausforderung besteht bei beiden Systemen darin, dass sie ursprünglich mal Leap 42.1 Installation waren und innerhalb des 42er Zweiges somit bereits mehrfach aktualisiert wurden.

Nach der Anpassung der Paketquellen und einem beherzten zypper dup zeigte die Terminalausgabe über 2000 Paketoperationen an. Neben zahlreichen Neuinstallationen und Deinstallationen auch 800 Upgrades, sowie formelle Downgrades wegen des Versionssprungen 42.3 => 15.0.

Eingriffe während des Aktualisierungsvorgangs waren nicht vonnöten, es wurden aber zahlreiche Konfigurationsdateien als .rpmnew abgelegt, was man ggf. prüfen kann.

Nach einem Neustart hatten dann beide Systeme keinen Internetzugang, weder per WLAN noch per Ethernet-Kabel. Schuld sind Probleme in der Nameserverauflösung. Beheb ließ sich das Problem nach einer kurzen Internetrecherche durch das Löschen der Datei /etc/resolv.conf und einen anschließenden Neustart.

Weitere Probleme sind in den letzten drei Tagen nicht aufgefallen.

Damit ist openSUSE Leap nun endgültig alltagstauglich, eine Frage, die sich hier ja bereits Ende des vergangenen Jahres gestellt hat (siehe: openSUSE Leap im wartungsfreien Einsatz). Für openSUSE sprechen nicht nur die gut gepflegten Paketquellen, konsequente Fehlerbehebungen innerhalb der Supportphase und der Enterprise-Unterbau, sondern auch die vollkommen problemlosen Upgrades zwischen den Minor- und Majorversionen.

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