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ThinkPad

ThinkPad und Linux - ein Traumpaar

Kaufberatungen im Linux-Bereich enden oft bei ThinkPads. Bisher habe ich mich dagegen immer gesträubt, da ich die klobigen Boliden von Lenovo optisch einfach nicht ansprechend fand. Nun habe ich aber doch im Refurbished-Bereich zugegriffen und muss gestehen: ThinkPad und Linux sind einfach eine gut harmonierende Kombination.

Die Anforderungen waren ziemlich schwierig. Es sollte ein möglich preiswertes Notebook bis maximal 400 € sein. In der Preisklasse gibt es im Consumer-Bereich nur richtig schlechte Hardware, die unter hübschen Marketingnamen verkauft wird. Interessant sind daher die gebrauchten Notebook-Angebote von Businessherstellern, die man bei einigen Anbietern erwerben kann. Die Geräte sind getestet, gesäubert und aufbereitet und kommen mit einer Gewährleistung von meist einem Jahr (Fachjargon "Refurbished"). Dafür bekommt man dann ein solides Businessmodell, das meist 1-2 Jahre irgendwo im Einsatz zwar. Der Neupreis für aktuelle Modelle der Serien liegt meist jenseits der tausend Euro. Angeboten werden in diesem Zusammenhang meist Lenovo, HP und Dell-Notebooks. Das Alter variiert und hängt vom angestrebten Preis ab.

Im konkreten Fall fiel die Wahl nun auf ein Lenovo Thinkpad T440. Die technischen Rahmendaten können sich für das Alter (Markteinführung der Serie 2014) noch sehen lassen:

  • Intel Core i5 "Haswell"
  • 8 GB RAM
  • 180 GB SSD
  • 14" Display mit einer Auflösung von 1600 x 900 Pixel

Letzteres ist eine schöne Zwischengröße. Man hat relativ viel Platz, muss aber - normale Sehkraft vorausgesetzt - nicht skalieren und erspart sich daher die HiDPI-Verrenkungen. Letztere funktionieren bei Linux desktop- und programmübergreifend noch nicht perfekt.

Das Notebook selbst kam in einem optisch sehr guten Zustand. Lediglich am Touchpad sah man leichte Abriebspuren. Die Tastatur wurde im Vorfeld augenscheinlich neu lackiert oder ersetzt und sah optisch neuwertig aus. Die beiden Akkus haben jeweils noch mehr als 90% Kapazität.

Vorinstalliert war Windows 10 Pro, das auf Anforderung des Anwenders sofort durch Linux ersetzt wurde. Das vorinstallierte Windows war aber ganz praktisch, weil man mit den Lenovo Tools noch schnell die Firmware (BIOS/UEFI und SSD) auf den aktuellen Stand bringen konnte. Die Wahl der Distribution fiel anschließend auf Kubuntu 18.04 (siehe: Kubuntu 18.04 LTS - Ein Ausblick). Es sollte wieder eine LTS-Distribution mit KDE Plasma werden, das Datum der Neuanschaffung harmonierte überhaupt nicht mit der Roadmap von openSUSE (siehe: openSUSE Leap 15.1 - Ein Ausblick) und Debian ist ebenfalls noch im Freeze und auch nicht mein persönlicher Favorit (siehe: Debian - Eine Kritik).

Die Installation von Kubuntu verlief absolut reibungslos. Die neue minimale Installation ist dabei sehr hilfreich, weil man anschließend die benötigten Programme nachinstallieren kann. Gröbere Fehler und Unstimmigkeiten sind mir innerhalb der letzten Tage auch nicht aufgefallen, aber das System dient auch nur zum bewährten Office-Einsatz, plus ein bisschen Medienkonsum. Also nichts was Linux im Jahr 2019 noch vor Herausforderungen stellt.

Allerdings muss man konstatieren, dass ThinkPads hervorragend unterstützt werden. Akkulaufzeit, Tastaturbeleuchtung, gedimmter Bildschirm, Treiber für die Funkmodule - alles funktioniert direkt nach der Installation. Es waren überhaupt keine Nacharbeiten notwendig!

Da versteht man, weshalb so viele Linux-Fans auf ThinkPads schwören. Hübsch finde ich sie trotzdem nicht.


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von 3844328 via pixabay

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Tags: Linux, Ubuntu, Lenovo, Kubuntu, ThinkPad

Ergänzungen zum Artikel

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Linuxkumpel
Zumindest kann ich ebenfalls bestätigen, dass ich bisher nicht von gebrauchten ThinkPads, geliefert aus Hannover, enttäuscht wurde. Sie kommen sauber aufbereitet zum Kunden. Mit den unauffälligen Gebrauchsspuren kann ich leben. Windows 10 Pro hat auch bei mir nach den üblichen Aktualisierungen nicht überlebt. Manjaro Xfce bzw. Pop!_OS installiert und alles läuft ohne irgendwelche Nacharbeiten. Daher in der Regel auch meine Empfehlung für eine preiswerte linuxtaugliche Hardware. Na ja, im Vergleich zu anderen Notebooks von Lenovo sind es schon Klopper. Andererseits passen eben Preis-Leistung.
Ein schöner Bericht. Ich handel nach der Devise "Form Follows Function". Damit sind die ThinkPads dann auch optisch wieder ganz schick. ;-)
martin
Eine Ergänzung muss ich machen.
Ich habe in den vergangenen Jahren mehrere Thinkpads mit Linux eingerichtet, sowohl für mich als auch für Freunde und Verwandte, je neuer die Hardware war, desto mehr Probleme traten auf. Vor allem die ganz neuen brauchten erst ein upgrade des Bios/UEFI. Ich selber nutze ein T430 und bin damit voll zufrieden. Alles läuft mit Fedora ohne Probleme, bzw. Treiber wurden automatisch mit installiert.
Mit neuerer Hardware meine ich damit, das sie wenigstens ca. ein Jahr alt ist, damit sollte dann gewährleistet sein, das auch die nötige Unterstützung da ist.

Micha
Habe meiner Tochter n Lenovo Thinkpad T440 geschenkt und Ubuntu mate installiert. Läuft super!
tedus
eine Frage, die ich mir bei Laptops immer Stelle ist die Akkulaufzeit.
Das würde mich zu deinem Thinkpad mal interessieren.

Gerrit
Ich hab das jetzt keinen repräsentativen Tests unterzogen, aber im Office-Betrieb hält das gut 8-10 Stunden durch. Man hat ja zusätzlich zum integrierten Akku noch den Wechselakku hinten im Gehäuse und könnte im kritischen Außeneinsatz noch nachlegen.
Anonymous
Gibt es einen URL zu den Shops?
Gerrit
Ich will hier keine Werbung machen, aber mit den entsprechenden Schlagworten unter der Stadt von Linuxkumpel oben solltest du einen guten Shop finden. ;-)
Abbc
Welch ein Zufall. Du bekommst ein neues Thinkpad aus Hannover, während ich meinen Thinkpad t400 verliere. Der ist böse gestürzt... Jetzt überlege ich mir einen neuen zu holen. Momentan liebäugle ich mit dem Thinkpad W540. Abbc braucht bums unter der Motorhaube.
Gerrit
Unterscheidet sich da nicht nur die Größe?
Abbc
Also laut den technischen Daten, sind das mobile Workstations und haben dementsprechend auch richtig Leistung. Für mein geplantes Einsatzszenario wäre so ein Gerät richtig. Ich will das Gerät vor allem für PHP, NodeJS und Docker nutzen. Noch Virtuelle Maschinen und Blender 3D.

Aber noch zögere ich. Linux, openSuSE, sollte aber laut diversen Google-Quellen auch sehr gut laufen. Das Thinkpad W540 gibt es auch in Hannover.

Freut mich, dass Du dich für einen Thinkpad entschieden hast.
Eine gute Wahl, sie haben mich in den letzten 20 Jahren nie im Stich gelassen.

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