Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

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Warum Linux in einer vernetzten Welt einfach keinen Komfort bietet!

Die meisten Menschen nutzen heute mindestens zwei Endgeräte, oft ein Notebook und ein Smartphone. Viele nutzen sogar noch deutlich mehr unterschiedliche Geräte, deren Zusammenarbeit eine stete Herausforderung darstellt. Linux ist dabei keine Hilfe! Nicht weil es keine Möglichkeiten gibt, sondern weil kein Projekt sich das Ziel setzt eine allumfassende Komfortösung zu bieten. Damit verliert Linux in einer vernetzten Welt den Anschluss!

Eine Privatperson hat oftmals drei bis vier Endgeräte. Ein Smartphone, ggf. auch noch ein Tablet, ein Notebook und so mancher auch noch einen stationären Rechner im Homeoffice. Grundsätzlich sind die Daten nie auf dem Gerät, das man gerade verwendet. Allerdings geht es nicht nur um die Arbeitsdateien, sondern auch um die Informationsstände bei zahllosen abonnierten Medien und Kommunikationsdiensten. Die zunehmende Digitalisierung unsere Informations- und Medienkonsums fordert hier ihre Opfer.

Bei mir persönlich sind das beispielsweise folgende Datenbestände:

  • Aktuelle Projektdaten (Ordner und Dateien)
  • E-Mails
  • Messengerkommunikation
  • Kalender und Aufgaben
  • Notizen & Wissensmangement
  • RSS-Feeds
  • Podcasts

Hinzu kommen noch ein paar Spezialsachen wie Literaturverwaltung & Co aber das dürfte nur wenige hier interessieren.

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Ich nutze inzwischen einen ziemlich Apple-zentrierten Hardwarebestand (siehe: Wasser predigen, Wein trinken? - Mein Nutzungsverhalten 2018). Grundsätzlich könnte ich alle Dienste auf meinen Endgeräten problemlos synchron halten. Das System bietet mir das quasi ständig an. Praktisch muss man bei Apple ziemlich genau prüfen was da passiert. Daten unverschlüsselt in die iCloud zu legen ist eine eher schlechte Idee, selbes gilt für den gesamten E-Mail- und Organisationsbereich. In anderen Fragen wie Handsoff oder Podcasts hat Apple Datenschutz vorbildlich umgesetzt und das kann bedenkenlos zum Datenabgleich genutzt werden. Für andere Lösungen kann ich vertrauenswürdige Drittanbieter kinderleicht in das System integrieren (siehe: Posteo als Informationsmanagement-Dienst für macOS).

Ein Linux-Desktop ist distributions- und desktopumgebungsübergrefend eine Insel.

Allerdings will ich hier nicht von Apple schreiben, sondern von Linux und der dortigen Komfortwüste. Denn ungefähr diese problemlose Interaktion meiner Endgeräte haben ich kürzlich versucht auf Linux zu übertragen. Dabei kam ich zur ernüchternden Erkenntnis: Ein Linux-Desktop ist distributions- und desktopumgebungsübergrefend eine Insel - kein Projekt bildet da eine Ausnahme. Weder bietet die Systeme eine Synchronisation, Interaktion oder Zusammenarbeit an, noch ebnen sie den Weg dahin durch vereinfachten Rückgriff auf bestehende Lösungen. Linux bietet keinen Komfort!

Das ist umso bedauerlicher, weil vieles was oben aufgezählt ist natürlich mit Linux umgesetzt werden kann. Aktuelle Projektdaten lassen sich mit einer freien Cloudlösung wie ownCloud oder Nextcloud synchronisieren. E-Mails per IMAP abgleichen, für Aufgaben und Kalender gibt es CalDAV-Synchronisation. Wenn man die Muße hat kann man ownCloud oder Nextcloud zu einer zentralen Synchronisationsinstanz aufbauen, die quasi alle oben genannten Anforderungen abgleichen kann.

Die Einrichtung einer solchen Synchronisationslösung ist schon das erste Problem. Wo ist die Nextcloud Box, die man mal angekündigt hat? Man kann einem Privatanwender nicht mit Homeserver, Serverbetriebssystem und Diensteinstallation kommen. Webspace hat - das können sich viele im Linux-Bereich kaum vorstellen - bei weitem nicht jeder und die meisten wissen nicht mal was das ist.

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Das ist ein zunehmendes Problem, weil wir definitiv auf eine vernetzte Gegenwart zusteuern, die unter dem Schlagwort Smart Home bereits jetzt propagiert wird. Momentan sieht es so aus, als ob proprietäre IoT-Lösungen in diesem Bereich komplett den Ton angeben. Skeptikern solcher Lösungen bleibt ausschließlich digitale Askese! Die Bereitschaft zum kompletten Verzicht kann man allerdings nicht allen Menschen abverlangen, weshalb offene Lösungen an Bedeutung verlieren.

Arbeiten unter Linux über Geräte hinweg ist ein nicht enden wollender Kampf mit der Software

Auf dem Linux Desktop beginnt dann aber der wirkliche K(r)ampf. Nicht nur, dass keine Distribution den own-/Nextcloud-Client vorinstalliert hat, viele haben nicht mal eine zeitgemäße Clientversion in den Paketquellen.  Die umfangreichen PIM-Programme Evolution und Kontact sind Usability-Albträume. Man muss schon sehr gut wissen, was man möchte um eine IMAP, CardDAV und CalDAV Synchronisation umzusetzen. Plötzliche Fehler können immer wieder auftreten. Thunderbird ist zwar stabiler, unterstützt aber ohne Addons keine der freien Synchronisationsschnittstellen. Notizen und Wissensmangement mit Synchronisation ist seit Jahren eine Katastrophe, es schießen zwar andauernd neue Markdown-Lösungen aber nichts davon bietet eine einfache Synchronisation oder hält sich länger. Clientprogramme für RSS- und Podcast-Feeds mit Cloudanbindung sind quasi komplette Fehlanzeige. Von erweiterten Lösungen wie Handsoff/Continuity mal ganz zu schweigen. KDEConnect versucht seit Jahren diese Lücke zumindest für Android zu schließen, ansonsten passiert da nichts.

Sofern man alle seine Anforderungen mit einer Vielzahl an Lösungen implementiert hat, steht man dennoch vor der Herausforderung der sehr volatilen Entwicklung im Open Source-Bereich. Ehemals agil entwickelte Projekte sterben schnell, weil fast alle einen niedrigen Bus-Faktor haben. Unterschiedliche Supportzyklen für Desktop- und Serversysteme, sowie unabhängig entwickelte Apps für Smartphones können das fragile System schnell zerbrechen lassen.

Das Problem ist somit ein mehrfaches.

  1. Es gibt teilweise bestehende Lösungen, die aber von den Distributoren nicht beworben oder integriert werden. Vielleicht weil man keine Kooperation eingehen möchte oder weil man den Benutzern die Wahl lassen will.
  2. Viele Programme sind unzureichend oder derart verwirrend aufgebaut, das man genau wissen muss was man will um es einzurichten. Als kleiner Hinweis für Entwickler: Schaut euch mal die Profileinrichtung unter macOS/iOS an. So macht man es den Anwender leicht!
  3. In manchen Bereichen gibt es zwar zahllose Programme (z. B. RSS oder Notizen) aber alle sind funktional unzureichend.

Anders gesagt: Linux hat den Anschluss an modernes, komfortables Arbeiten mit mehreren Endgeräten komplett verloren bzw. niemals gefunden. Es gibt hunderte Distributionen und zig Programme für jeden Zweck, aber alle imitieren sich gegenseitig und bieten keinerlei Mehrwert. Es ist eine selbstreferenzielle Entwicklung, bei der fast niemand über den Tellerrand schaut.

Zwar gibt es Dienste aber die Einrichtung erfordert erheblichen Aufwand, Wissen und teilweise auch Investitionen um sie erfolgreich einzusetzen. Damit verspielt man Potenzial und treibt Anwender weg zu einfacheren, aber unsicheren Lösungen oder gleich komplett weg von Linux.

Aber was interessiert das schon den Klischee-Linuxnutzer. Der schnappt sich sein 5 kg schweren Thinkpad, erzählt wie wenig er von diesen modernen Wischhandys hält und das man mit E-Mail, iRC und Jabber doch alle Kommunikationslösungen hat, die man braucht. Willkommen in der Nische!

Oder habe ich irgendwelche Dienste und Lösungen übersehen? Bitte schreibt mir ein Kommentar welche Lösungen ihr zur geräteübergreifenden Arbeit nutzt und wie gut das funktioniert.


Bilder:
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Tags: Linux, Synchronisation, Desktop, Cloud, Digitalisierung, Modernes Arbeiten, Mobil

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    Robert · Vor 12 Tagen
    Syncthing funktioniert super, um Dateien zwischen verschiedenen Linux-Systemen, Android-Handys und bei Bedarf auch Macs und Windwos-Kisten synchron zu halten. Das tolle daran ist, dass es sowohl über das Internet funktioniert, als auch lokal, also z.B. nur über das lokale WLAN. Ich setze auf letzteres, da kann ich mir dann sicher sein dass meine Dateien nirgends im Internet landen oder über öffentliche, unsichere Leitungen wandern.

    Die Einrichtung von Syncthing ist zwar sicher nicht so einfach wie das Anlegen eines iCloud-Kontos, aber man sieht trotzdem, dass sich die Entwickler da Mühe gegeben haben: man kann z.B. am PC einen QR-Code generieren lassen, den man dann mit dem Android-Telefon abfotografiert um eine Synchronisierungspartnerschaft einzurichten.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 12 Tagen
      Syncthing hatte ich mal getestet, aber letztlich handelt es sich dabei um eine Lösung zur Dateisynchronisation. Das ist nett aber nicht mal die halbe Miete. Ohne jetzt die Leistung der Entwickler schmälern zu wollen, weil der Ansatz Dateien im Heimnetz zu synchronisieren auf jeden Fall sinnvoll ist.
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        C · Vor 6 Tagen
        Unterschätze nicht, was man durch Dateisynchronisation machen kann ;)

        https://github.com/39aldo39/DecSync Ich hab es nicht selber getestet, aber die Idee das so zu machen ist mal was anderes. Clients sind wie man sieht noch stark beschränkt und vermutlich auch in den wenigstens Distro-Repos. Mal schauen, was daraus wird.
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    Michael · Vor 12 Tagen
    Moin,

    der Vergleich ist nach meiner Hinsicht nicht zutreffend. Hier geht es um die Betrachtung, ob man innerhalb eines Dienstes (hier "Apple"-Welt) eine komfortable Synchronisation hinbekommt oder nicht. Linux ist nicht "eine Welt" und natürlich kann man innerhalb der Apple-Welt alles schaffen, was Apple will (und alles andere nicht). So besteht immer wieder das Problem bei Apple, wenn man deren Welt verlässt. Apple ändert gerne (so den CalDAV-/CardDAV-Zugriff), so dass man irgendwelche Workarounds im Internet suchen darf, wenn man aus der Apple-Welt in die restliche zugreifen will. Oder Apple lässt von heute auf morgen Protokolle, Dienst weg - so bei "Nachrichten" oder bei MacOS-Server. Ohne öffentliche Cloud kommt man nur sehr
    schwer weiter, was Du aber auch geschrieben hast und mit den privacy statement (schon für die einzelnen Produkte komplett gelesen?) und der Apple-Politilk als o.k. befunden hast (mich würden die letzten Fälle von Dokumentenveröffentlichungen dabei eher beunruhigen). Wenn ein Dienst, der früher übrigens knapp 100,- EUR im Jahr gekostet hat und nun interessanterweise kostenfrei geliefert wird (womit wird er finanziert?), kommerziell angeboten wird, sollte er auch funktionieren. Hier hat sicherlich Linux mangels Interesse der Firmen schlechtere Karten (vgl. fehlende OneDrive-, iCloud-, Google-Drive-Sync-Clients.) Wenn hier keine offenen Zugänge angeboten werden, hat man aus der Linux-Welt kommend keine Chancen.

    Das Fazit sollte eher lauten, dass man lieber in der Microsoft-, Apple- oder Linux-Welt bleiben soll. Ich bin recht zufrieden mit meiner OwnCloud-Lösung, die ich wenigstens selber betreiben kann (Daten bleiben bei mir). Da komme ich mit dem Android-Handy gut klar. Es deckt sicherlich nicht die Punkte aus Deiner Liste ab, die aber nicht von mir benötigt werden (andere, die fehlen, wieder schon). Die macOS- und iOS-Geräte im Haushalt? Sie haben immer wieder den Übergang der Welten zu meistern. Manchmal ist das alles andere als komfortable. Hier wäre es einfacher in der Apple-Welt zu bleiben, aber nachdem Apple verschiedene Dienste und Produkte - manchmal recht plötzlich mit einem (Zwangs-)Update - eingestellt hat, ist das keine Option (für mich).

    "das man mit E-Mail, iRC und Jabber doch alle Kommunikationslösungen" - woher dieses Klischeedenken? Wenn man bei IRC und Jabber seine Kommunikationspartner hat, dann braucht man das. Ich brauche keine Podcast-, Messenger-, RSS-Feeds-Syncs, sollte ich es dann auch eine Schublade herausholen? Der Rechner ist und bleibt ein Hilfsmittel und ist keine heilige Kuh.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 12 Tagen
      "der Vergleich ist nach meiner Hinsicht nicht zutreffend. Hier geht es um die Betrachtung, ob man innerhalb eines Dienstes (hier "Apple"-Welt) eine komfortable Synchronisation hinbekommt oder nicht. Linux ist nicht "eine Welt" und natürlich kann man innerhalb der Apple-Welt alles schaffen, was Apple will (und alles andere nicht)."

      Und was hindert die großen Distributoren daran eine solche Welt zu erschaffen? Wir reden hier nicht von kleinen 3-Mann Hobbyprojekten! Viele Werkzeuge und Dienste sind ja da, man müsste sie lediglich mit ein wenig Elan und Entwicklerkraft zusammen führen. Canonical hat genau das mal gemacht. In einer Zeit bevor Cloud und geräteübergreifende Tätigkeiten Standard wurden. Seit Canonical sich auf den Business-Bereich fokussiert ist das komplett weg gebrochen.

      Ansonsten war Apple ja nur ein Beispiel. Du kannst auch Microsoft nehmen, die versuchen sogar den Brückenschlag zu Android (seitdem sie ihre Lösung beerdigt haben). Abgesehen von KDE versucht das niemand im Open Source Bereich.
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        skyo · Vor 12 Tagen
        nun Gnome bietet eine Integration vielerlei Webdienste von Nextcloud bis Google, allerdings hast du recht damit, das es ,meines Wissens, keinen Distributor gibt der eine all in one Lösung wie Apple bzw Microsoft bietet. die einzigen die es versucht haben war Cannonical mit Ubuntu One das Kolossal gescheitert ist.

        Meines Erachtens kommt man allerdings mit einer Nextcloud wohl am nächsten an dieses ideal heran. Zumindest erschlage ich so Datensyncronisation, Kalender Notizen, und RSSs Feeds und ja einen geeigneten RSS Reader zu finden der Nextcloud unterstützt ist echt schlimm.

        Eine Idee in die Richtung Vollversorgung wäre wenn es einen Dienstleister geben würde bei dem man sich einen Nextcloud Account, keinen ganzen Server (keine Ahnung ob es so was gibt) der dann bei der Ersteinrichtung der Distribution beworben wird bzw mit dem die Distribution kooperiert.
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          Gerrit
          • Administrator
          · Vor 12 Tagen
          Richtig, so etwas wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Solche Dienstleister - sogar mit Sitz in Europa/Deutschland - gibt es übrigens durchaus.
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        Tronde · Vor 12 Tagen
        Gibt es denn noch eine Distribution, welche den Fokus auf den Desktop legt? In meinen Augen liegt genau hier das Problem.

        Ich stimme Cruiz in dem Punkt zu, dass Canonical mit dem Ubuntu Desktop hier mal Vorreiter war. Heute scheint dies alles vergessen zu sein und Canonical scheint den Desktop eher wie ein ungeliebtes Stiefkind zu behandeln.

        SUSE, Red Hat und Oracle, welche durch ihre Subskriptionen wachsende Einnahmen generieren, legen den Fokus ganz klar auf Server. Da spielen graphische Oberflächen und typische Desktopanwendungen naturgemäß eine untergeordnete Rolle. Zwar findet sich im Portfolio auch immer eine Desktop/Workstation-Subskription, doch scheint diese nur der Vollständigkeit halber angeboten zu werden. Linux-Desktop-Benutzer sind einfach kein Markt auf dem es sich lohnt wirtschaftlich aktiv zu werden.

        Darüber hinaus halte ich es aber auch überhaupt nicht für erstrebenswert, dass Linux sich hier ähnlich wie Apple ein eigenes Sync-Ökosystem schafft. Ich würde mich über einfache unter allen Betriebssystemen nutzbaren Lösungen freuen.

        Wirklich zufrieden bin ich seit Jahren mit Teamdrive. Hiermit halte ich Dateien unter Windows, Linux, iOS und Android synchron. Für Kalender, Aufgaben und Kontakte bin ich Kunde bei einem deutschen E-Mail-Provider. Unter Linux verwende ich Thunderbird und bin auf Plugins angewiesen, um auch die Kontakte vernünftig synchronisieren zu können. Ich bin damit zufrieden, habe jedoch starke Zweifel, ob diese Lösung auch für einfache Anwender geeignet ist. Denn es gibt doch immer mal wieder etwas nachzusteuern.

        Viele Grüße

        Tronde
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          Gerrit
          • Administrator
          · Vor 12 Tagen
          Ich befürchte halt, dass künftig wechselwillige Anwender - so es sie denn noch gibt - derartige Komfortfunktionen als Standard voraussetzen. Linux verliert hier einfach den Anschluss an die beiden anderen Desktopbetriebssysteme auf dem Markt.
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        Michael · Vor 11 Tagen
        "Und was hindert die großen Distributoren daran eine solche Welt zu erschaffen?" - Kurz Marktmacht und Geschäftsfeld. Bei den (kostenfreien) Cloud-Diensten mit den gewünschten Funktionen in den "Welten" haben wir die drei derzeit größten Technikunternehmen - Apple, Google und Microsoft - die knapp mit Android, macOS/iOS und Windows fast die gesamte Kundschaft abdecken können und gleichzeitig die Funktionen auf den Geräte zwangsweise sowie die Technik tief in das System integrieren können. Weiterhin haben sie das nötige Kleingeld, um die Funktionen kostenfrei anzubieten. Dagegen kommt kein Unternehmen mehr an. Immerhin muss es sich rechnen, d.h. Einnahmen kreiert werden.

        Damit kommen wir zu dem zweiten Punkt: Geschäftsfeld. Bei Microsoft und Google ist eindeutig das Geschäftsfeld die Verarbeitung der von den Kunden "freiwillig" bereitgestellten Daten, um dadurch Auswertefunktionen und weitere Dienste anbieten zu können ("KI" bzw. Machine Learning) von Werbeplattformen/Marktforschung bis gezielte Untersuchung von Bevölkerungsgruppen z.B. für andere Unternehmen (bspw. Versicherungen) und Sicherheitsbehörden. Dies wird teuer verkauft und verschafft die entsprechenden erforderlichen Einnahmen. Bei Apple ist das Geschäftsfeld (noch?) die reinen Kundenbindung in der eigenen Welt, in der man sich derzeit als "Saubermann" präsentiert. Das bisher gesammelte Datenportfolio dürfte aber in keinster Weise an das von Google, Microsoft, Amazon und Facebook heranreichen.

        Die Firmen mit Linux-Distributionen haben sich nach meinem Kenntnisstand nahezu vollständig in das Firmen-Cloud-Geschäft zurückgezogen. Um eine datenschutzrechtlich Lösung anbieten zu können, muss man die Dienste kostenpflichtig anbieten. Hierzu wird wiederum ein Kundenstamm benötigt, den man in der Linux-Welt kaum hat. Diejenigen sind quasi vollständig Nieschenabieter (vgl. Teamdrive).

        Und somit noch einmal zur Frage: "Und was hindert die großen Distributoren daran eine solche Welt zu erschaffen?" - Es lohnt sich nicht, da es keine Einnahmen generiert.
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    Mark · Vor 12 Tagen
    Hier werden teure Lösungen von einem milliardenschweren Unternehmen mit komplett kostenlosen Lösungen verglichen. Das kann man nicht miteinander vergleichen und wird man auch nicht alles kostenlos bekommen. Folglich wird man für solche Ansprüche in die Tasche greifen müssen und die allgemeine Kostenlos-Mentalität unter Linux-Anwendern verhindert auch, dass sich da imho was tun wird und ein paar Leute die dafür bezahlen würden reichen halt nicht.
    Das ist Wehklagen auf hohen Niveau und kommt mit so ähnlich vor als wenn sich jemand bei der Tafel beschwert, dass es dort im Gegensatz zum Besten und teuersten Restaurant der Stadt keine 5-Sterne-Essen von Topköchen und Champagner gibt.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 12 Tagen
      Nach der Logik hätte Linux niemals einen richtigen Desktop erhalten können (bzw. gleich ein gutes Dutzend davon), weil so eine Leistung ja ohne milliardenschweren Rückhalt unerreichbar wäre.

      Es geht nicht sofort um die perfekte Lösung. Man unternimmt ja nicht mal en Versuch!
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    protree · Vor 12 Tagen
    Nextcloud (Dateien), Mailcow (Mail, Kontakte, Kalender), Joplin (Notizen, Plattformübergreifend, WebDAV Sync -> Nextcloud), Enpass (Passwortspeicher mit WebDAV Sync, Plattformübergreifend).

    Für Nextcloud und Mailcow gibt es verhältnismäßig leicht zu administrierende offizielle (und damit gut gewartete) Docker-Lösungen oder sogar hosted/managed Lösungen (zB bei servercow).

    Die Konstellation nutze ich seit Jahren erfolgreich und zufrieden in einem komplett heterogenen Client-Umfeld (Windows, Mac, Linux, iOS).

    Gebe dir aber aber in deinem Hauptpunkt, dass die Linux-Distributionen zu wenig augenmerk auf Vernetzung legen, definitiv Recht!
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      Danke für den Hinweis auf Joplin. Ich hatte davon schon mal gelesen, aber es dann wieder aus den Augen verloren.
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    Paul · Vor 12 Tagen
    Linux-Desktop, Apple-Laptop und Android-Handy hier. Größere Synchronisierungsprojekte auf OS-Basis habe ich aufgegeben. Ich nutze Unison für den grundlegenden Abgleich der Dateisysteme Linux-MacOs, ansonsten bin ich einstweilen resigniert auf Webdienste umgestiegen.

    Als besonders unbefriedigend empfinde ich die Situation im Bereich Notizen & Wissensmangement. Zwar gefällt mir da auf Linux-Systemen z.B. Zim sehr gut, aber man bekommt es weder halbwegs verlässlich verschlüsselt noch, Gott bewahre, auf ein Android-Phone.

    Ein Umstieg in das berühmte Apple-"Ökosystem" ist für mich aber auch keine Option. Das iPhone hat mich schon wegen der Preispolitik nie besonders gelockt, und die Macbooks, die ich bis 2015 sehr überzeugend fand, haben jetzt schon seit Jahren schwere Preisleistungsprobleme.
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    ~sumpfsuppe · Vor 12 Tagen
    Der Artikel beschreibt einen korrekten Sachverhalt, aber eine wichtige Frage bleibt weitgehend unbeantwortet: _Warum_ bietet Linux denn keine Lösung für effektives vernetztes Arbeiten?

    Allein daran, dass es durch die Natur der Distributionen und Vielzahl eigenständiger/unabhängiger Entwicklungsprojekte zu viele „Inseln“ gibt, kann es wohl nicht liegen. Und die anderen Kommentare zeigen ja auch schon, dass es für viele Teilprobleme durchaus Open-Source-Lösungen gibt (Nextcloud, Baikal, Seafile, tinytiny-rss, Roundcube usw. usf.)

    Wohl eher fehlt es a) an Willen und Infrastruktur auf seiten der Distributoren, um umfassende Cloud-Dienste wie von Apple und Google nachzuahmen und b) an Zahlungsbereitschaft auf Seiten der ohnehin zahlenmäßig überschaubaren Linux-Desktop-User in Kombination mit besonderen Ansprüchen wie Datensparsamkeit und hoher Sicherheit.

    Grundsätzlich können große kommerzielle Distributoren sicher die benötigte Infrastruktur in Apple- oder Google-Manier auf die Beine stellen und die Distributionen entsprechend vorkonfigurieren. Aber ob es dafür wirklich einen Markt gibt? Und auch als potentieller Nutzer sollte man sich fragen, welche Cloud-Dienste man wirklich benötigt bzw. ob man in Linux-typischer DIY-Manier mit einem eigens aufgesetzten System nicht ohnehin besserer und sicherer fährt.
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    Mein Senf · Vor 12 Tagen
    Ich persönlich verwende folgende Konstellation und bin damit mehr als zufrieden denn sie funktioniert perfekt mit Windows/Linux, iOS und Android.


    - Seafile, zur Dateisynchronisation (funktioniert um einiges zuverlässiger als Owncloud/Nextcloud und konzentriert sich auf die Kernaufgabe: Dateisynchronisation), mit der OnlyOffice integration hat man sogar ein funktionierendes Online-Office.
    - Kopano, zur Verwaltung der Kontakte (auch für/am Handy), Kalender und E-Mails (funktioniert dank z-Push auf dem Smartphone perfekt).
    - Bitwarden, als Passwortmanager, bietet auch für alle Plattformen native Apps und hat eine tolle WebApp.

    Mit diesen Anwendungen kann man perfekte Plattform-übergreifende Synchronisation der wichtigsten Daten erreichen.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 12 Tagen
      Die Installation von Seafile war immer immer zu hakelig, weshalb ich das nie probiert habe. Oder gibt es das inzwischen als Paket?
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    hoergen · Vor 12 Tagen
    Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Was bitte ein ein Betriebssystem mit einem Cloud Serviceanbieter zu tun? Welche Vorteile bietet bei diesem Thema das reine Betriebssystem vom Mac mit dem von Linux, oder Windows? Keine!

    Der korrektere Vergleich wäre gewesen einen Cloudservice von z.V. Ubuntu, Suse oder Redhat mit dem von Apple zu nehmen. Von daher ist das ein weiterer "Experten" Rant gegen Linux.

    Aus welchen Gründen das auch immer gemacht wurde, aber die Aussagekraft des Artikels tendiert gegen Null.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 12 Tagen
      "Was bitte ein ein Betriebssystem mit einem Cloud Serviceanbieter zu tun? Welche Vorteile bietet bei diesem Thema das reine Betriebssystem vom Mac mit dem von Linux, oder Windows? Keine!"

      Schon lange nichts anderes mehr genutzt als Linux? Synchronisation vielerlei Daten und Cloudanbindung gehören zum Betriebssystem bei beiden Konkurrenten von Linux. Kann man überflüssig finden, ist aber so.
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    Prov94 · Vor 12 Tagen
    Was mich eher wundert, warum es keinen Entwickler gibt, der genau da was ändern will.
    Ich sag es so wie es ist, ich setze lieber auf Webtechnologien, schreibe meine Scripte in PHP etc. Ich denke man kann das schon umsetzen. Ich meine, wie schwer kann es sein eine Anwendung auf Basis von Webtechnik zu entwickeln, welches auf dem Desktop als "Programm" läuft, im Hintergrund aber einen Server laufen hat und die ganze Synchronisation für alle genannten Teile durchführt.

    Würde daran gerne arbeiten, aber ich habe weder Zeit noch Geld, um das kostenlos umsetzen zu können. Mein letzes Open Source Projekt, eine eigene Medizinische Datenbank die Patientenfreundlich mit Weboberfläche kommt (kann aber auch local auf dem Linux Desktop im Browser laufen), musste ich erstmal stoppen, weil ich weniger Zeit habe und Geld verdienen muss, damit ich daran weiter arbeiten kann. (Bei Interesse: OwnHealthRecord bei Github suchen (hat nichts mit OwnCloud zu tun, wobei ich mir wünschen würde, irgendwann eine Nextcloud Plugin dafür entwickeln zu können^^)).
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      Tronde · Vor 11 Tagen
      "Was mich eher wundert, warum es keinen Entwickler gibt, der genau da was ändern will.“


      Die Antwort darauf hast du ein paar Sätze weiter selbst gegeben:
      "Würde daran gerne arbeiten, aber ich habe weder Zeit noch Geld, um das kostenlos umsetzen zu können."


      Da bist du sicher nicht der Einzige, dem das so geht.
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    Blue_Ape · Vor 12 Tagen
    Hallo Leute,
    echt tolles Thema, gerade wegen der regen Diskussion. Ansich finde ich den "Welt" Begriff sehr treffend. All in one Lösungen gibt es leider in der linux Welt nicht, "und das ist auch gut so" (um einen abgedroschen Spruch von Wowereit zu zitieren)... Bin als arch-Linux User froh darüber, dass es den augenscheinlichen Komfort nicht gibt... Dass hat mich dazu gebracht nachzudenken und ein super komfortables System (für mich selber) zu schaffen... Ja, zugegeben man muss Zeit investieren, aber der Nutzen ist größer als die Kosten auf lange Sicht. Alle Wege führen nach Rom, und der gemächlich Elefant erreicht sein Ziel schneller als der wilde Hengst. Besser eine Taube in der Hand als nen Stuhl auf dem Dach und der Spatz in der Hand ist das leberwurstbrot des kleinen Mannes! In diesem Sinne,

    Alles Gute
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      Det · Vor 11 Tagen
      Das aber ist doch Teil des genannten Problems. Benutzer nutzen Windows und Apple Zeug, ohne deswegen gleich zum "Techie" werden zu wollen.

      Wenn jeder Benutzer zur Nutzung von Linux immer gleich massig Zeit investieren und enormes Wissen aufbauen müssen (man muss die diversen Alternativen erst evaluieren, dann die vielen Einzellösungen integrieren), dann taugt das nichts. Erstens sind die Tools kein Selbstzweck. Die Zeit sollte in das gehen, was man damit machen will.
      Zweitens ist das angesprochene Thema ja nur _ein_ Aspekt.
      Für andere Themen (Drucken, Videobearbeitung z.B) ist es ja schon komfortabler geworden, für viele aber auch nicht.
      So beschäftigt man sich häufig anstatt mit der Produktion von eigentlichen Dingen mit der Installation und Einrichtung der Tools dazu.

      Am Ende hat man ein halbwegs brauchbares Linux-System für XY da stehen, aber die Zeit ist futsch.

      Das ist bei anderen OSs einfach anwenderfreundlicher.
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    Thomas_S · Vor 12 Tagen
    Ich bin, auch auf dem Hintergrund das aktuellen Datenskandals, ganz froh, dass "Linux" nicht zu "benutzerfreundlich" ist. Einfach alles ohne Nachdenken an die "Black Box" eines kommerziellen Dienstleister abzugeben halte ich für gefährlich.

    Ich fahre gut mit Nextcloud, DaviCal (noch vor NC eingerichtet) und einem IMAP-Server unter Linux. Im Heimnetz habe ich noch lokale Medien und Dateiserver. Das reicht mir. Mehr Integration brauche ich nicht und meine "Clouds" sind alle selber gehostet.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      Ich habe ja oben geschrieben, dass viele der Lösungen bereits da sind. Wie du an deinem eigenen Szenario aber schön zeigst ist ein erheblicher Aufwand mit der Umsetzung verbunden, zuzüglich einiges an Wissen, das man entweder schon hat oder sich aneignen muss. Wer kann das schon leisten?
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    Fiesel · Vor 12 Tagen
    Ich nutze die Google Apps über alle Geräte hinweg (In meinem Fall linux, Mac OS und Android). Funktioniert einwandfrei ist aber nicht privat. Deswegen unterscheide ich zwischen 99% irrelevant markieren Kram und dem 1% wichtigen Sachen. Beides liegt in der cloud, aber die wichtigen Sachen sind gpg verschlüsselt.
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    Mirco · Vor 12 Tagen
    Schade, eigentlich ein Artikel, den man hätte besser machen können und, aber es zeigt sich beim Autor ja anscheinend eine gewisse Ablehnung gegen Linux und deren User...

    "Aber was interessiert das schon den Klischee-Linuxnutzer. Der schnappt sich sein 5 kg schweren Thinkpad, erzählt wie wenig er von diesen modernen Wischhandys hält und das man mit E-Mail, iRC und Jabber doch alle Kommunikationslösungen hat, die man braucht. Willkommen in der Nische!"

    Solche Aussagen fördern nicht unbedingt eine vernünftige Diskussion und es wären vielleicht noch weitere sinnvolle Vorschläge zum Thema Systemübergreifendes Arbeiten gekommen...

    Zudem ist der Artikel teilweise schlecht recherchiert und es werden Vergleiche angestellt, wo eigentlich keine Vergleiche möglich sind...
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      Patrick · Vor 12 Tagen
      Sehe ich genauso! Zumal man sich die Frage stellen sollte, ob es überhaupt im Interesse eines Linux-Benutzers ist irgendetwas vorgesetzt zu bekommen. Alleine die Tatsache, dass ich in der Apple-Welt komplett von denen abhängig bin (z.B.: ohne iCloud Account ist man verloren), ist für mich als selbständiger Entwickler- und Systemadministrator ein K.O. - Kriterium. Vom Datenschutz ganz zu schweigen. In diesem Zusammenhang traue ich mich sogar zu behaupten, dass vielen Benutzer dieser Feature gar nicht bewusst ist, dass sie diese nutzen.

      Ich kann auch der Aussagen, dass Cloud-Synchronisation Teil des Betriebssystems ist als nicht richtig an. Ja, MacOS und Windows habens ins Betriebssystem integriert, fällt aber für mich in die gleiche Kategorie wie Microsofts Statistiken bzgl. Verbreitung des Internet Explorers und Silverlight. Warum wird mir OneDrive aufgedrängt wenn ich es gar nicht haben möchte?

      Je nach Anwendungsgebiet ist es durchaus korrekt, dass Linux nicht als Desktop genutzt werden kann/soll, das liegt aber meines Erachtens daran, dass die Leute Windows/MacOS aufgedrängt bekommen haben und der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Dementsprechend kann und wird sich Linux im Desktopbereich nie wirklich durchsetzen. (Setzt man Mitarbeiter an einen Windows-Rechner, wird er sich zu 80% zurecht finden, an einem Linux-Rechner wird man erstmal auf Widerstand stoßen.) Allein das ist für mich Grund genug um auf eine integrierte All-in-one Lösung in den Distributionen (einig wird man sich sowieso nicht) zu verzichten. Jene Personen, welche Linux im Desktop-Bereich einsetzen, haben sich bewusst dazu entschieden und haben (meist) die entsprechende Fachkenntnis um sich alles so (komfortable) einzurichten wie sie das benötigen und wollen.

      Auf meinem Desktop-Rechner (den ich sowohl zum Arbeiten als auch Spielen verwende) verwende ich Windows 10. Auf meinem Notebook habe ich Xubuntu installiert. Zusätzlich habe ein MacBook Air (für z.B. iOS - Entwicklung). Weiteres nenne ich ein iPhone sowie ein Android mein eigen. Natürlich habe ich meine Daten entsprechend synchronisiert und abgesichert:
      - E-Mail via IMAP/SMTP
      - File-Sync, Kalender, Kontakte, Notizen, Aufgaben via OwnCloud
      - Passwörter via KeePass (via WebDAV mit OwnCloud sync.)
      - Kommunikation via Skype und Slack

      Diese Kombination läuft auf allen oben erwähnten Systemen ohne Probleme und auch die Einrichtung am Client stellt keine Schwierigkeiten dar.
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      Jip · Vor 12 Tagen
      "Solche Aussagen fördern nicht unbedingt eine vernünftige Diskussion und es wären vielleicht noch weitere sinnvolle Vorschläge zum Thema Systemübergreifendes Arbeiten gekommen... "

      Ich glaube bei solchen Aussagen hat sich der Author eines Stilmittels mit dem Namen "Sarkasmus" bedient. Und hier mal ein Vorschlag zum Thema Systemübergreifendes Arbeiten von einem dieser Klischee-Linuxnutzer (der aber sein Wisch-Handy äußerst schätzt):

      Eine weitere Möglichkeit alle Daten und Dienste mit (fast) jedem Gerät zu synchronisieren, ist es direkt auf einem Remote-Server in der Cloud zu arbeiten. Ich nutze dafür auf all meinen Windows End-Geräten X11 Forwarding über SSH. Das ganze ist zwar etwas clunky und bietet natürlich weniger Redundanz, dennoch lassen sich damit alle angesprochenen Punkte synchron auf allen Geräten bewerkstelligen.
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      Kommentator · Vor 11 Tagen
      Also dafür, dass der Artikel so schlecht recherchiert ist, mangelt es in den Kommentaren echt an Vorschlägen. Die Kommentare zeigen zwar löblich wie einzelne Nutzer ihre Problemchen lösen. Aber das was der Artikelautor angesprochen hat wird davon gar nicht gelöst.

      Die richtige Frage lautet eher: lohnt es überhaupt da Energie reinzustecken oder ist der Desktop mittelfristig nicht eh tot.

      Außerdem ist natürlich die korrekte Antwort: weder Apple noch Microsoft haben das Problem bislang gelöst. Insellösungen nutzen mir gar nichts. Ich benötige Lösungen mit Schnittstellen und Clients für Linux, Microsoft und die Applewelt gleichermaßen. Alles was Microsoft und Apple da derzeit zeigen ist so Vendor lock-in wie in der guten alten Zeit in den 90igern. Deshalb verkaufen normale Leute ihre Seele halt weiter an Google oder tauchen ab in die traurig enge Welt von Apple. Stört die dortigen Fanboys aber in der Regel nicht, weil diese wenigstens noch als Statussymbol taugt.
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    EinLinuxNutzer · Vor 12 Tagen
    Ubuntu Touch (ubports) auf Tablet und Smartphone, dazu Ubuntu 16.04 auf dem Rechner. Nextcloud App für Daten und Kalender (Webspace pixelx.de) und Evernote und Telegram. Funktioniert wunderbar, kein Apfel, der meine Daten/mein Profil für seine Zwecke nutzt...
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    thom_ · Vor 11 Tagen
    Du beschreibst den (in der Tat nicht einfachen) Zustand der vernetzen Welten, schreibst den aber nur den Unzulänglichkeiten der Linux-Welt zu. Darauf müsste sich ja schließen lassen, dass unter anderen Betriebssystemen alles wunderbar und in Butter ist.


    Wenn ich mich aber nicht in die Fänge von Google / Apple / Microsoft begeben will, wie löse ich das dann unter Windows oder MacOS? Welchen wundersam einfachen und hübsch mit dem System vernetzten Weg kennst du denn, der zudem noch offensiv im OS beworben wird?
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      Das ist tatsächlich eine Schwachstelle der Argumentation. Wenn ich Windows oder macOS nutze ohne mit Microsoft- oder Apple-Diensten etwas zu tun haben zu wollen, stehe ich vor einem ähnlichen Problem. Höchstens graduell abgeschwächt, da die Softwareauswahl ein wenig größer ist.
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    Phobos · Vor 11 Tagen
    "Allerdings geht es nicht nur um die Arbeitsdateien, sondern auch um die Informationsstände bei zahllosen abonnierten Medien und Kommunikationsdiensten."

    Wovon ist hier eigentlich die rede? iTunes? ich kenne kein Betriebsystem feature von Windows oder MacOS das soetwas crossplatform bietet? (zu crossplatform als Mac user iphone hinzuzählen kann ja nicht dazu zählen oder?!)
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      Nicht nur iTunes. Fang mit so etwas banalem wie RSS an. Welches Linux-Programm bietet überhaupt eine Synchronisation (und sei es über einen Zwischendienst) an? Und die zwei, die ich da gefunden haben funktionieren dann auch wieder explizit mit Nextcloud nicht.
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    Torsten · Vor 11 Tagen
    Ich finde, mit der Erwartungshaltung und mit der Vernetzung kann man es auch arg übertreiben. Mir scheint, die Menschen sind heute nicht mehr zufrieden - alles mehr, alles immer schön vernetzt, alles angeblich "besser". Muss das wirklich sein? Nicht wirklich. Ich selbst habe nur einen PC und ein ganz normales, einfaches "Händy" - das reicht völlig. Meine Güte, wie haben wir alle in den letzten Jahrzehnten nur leben und überleben können? Also mal etwas die Erwartungen herunterschrauben und nicht alles blind mitmachen, nur weil es gerade ein schöner "Trend" ist. Ich kaufe mir gerne auch mal richtige Bücher und keine verfi**ten E-Books. Ein richtiges Buch kann nicht "abstürzen" und braucht auch keine Batterien. Ich stelle (für mich) fest: weniger ist definitiv mehr.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      Ich arbeite in einem Bereich, wo es - zumindest was die analoge Arbeitsweise betrifft - keine Glorifizierung der Vergangenheit gibt - auch von denen, die in ihr Karriere gemacht haben.. Digitale Abstinenz ist für viele einfach nicht möglich.
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        Alter Sack · Vor 11 Tagen
        Lieber Gerrit. Du weißt, dass ich deinen Blog gerne lese und auch deine teils provokative Meinung zu schätzen wisse. Sowohl hier, als auch bei uu.de, aber erkläre mit bitte mal den Zusammenhang zwischen digitaler Abstinenz und Apple-Diensten? Man kann doch sehr wohl online sein, privat und/oder beruflich, sich aber in der von dir genannten Nische sehr wohl fühlen?
        Ich habe von 2002 bis 2016 mit Apple arbeiten dürfen bzw müssen. Nebenher meinen Linux Fuhrpark täglich genutzt, parallel Android Geräte. Das Wandern zwischen den Welten ist mir durchaus geläufig. Aber, die Apple Dienste würde ich nie bewusst hervorheben. Ich habe damals noch Geld zahlen müssen für all die kleinen Helferlein (me.com Zeit). Heute gibt es das für lau dazu.
        Ich weiß nicht, wie stark du in alledem gefangen bist, ob du mit der icloud arbeitest, dort sogar ein eMail Konto hast. (was mich arg wundern würde bei deinem Datenschutz Verständnis). Aber, nehmen wir mal an, du nutzt alle diese Dienste und hast den Apple Kosmos irgendwann über. Viel Spaß beim Aussteigen. Es ist leicher bei den Zeugen Jehovas herauszukommen, als die Apple Dienste akurat zu ersetzen.
        Apple schafft hier, genauso wie Microsoft, eine Abhängigkeit, in die man sich vielleicht sogar aus purer Bequemlichkeit gerne hineinsetzt. Es funktioniert ja alles so toll. Aber wehe, einer der Dienste fällt mal aus, was bei Apple durchaus vorkommt. Was dann?
        Die iCloud über Stunden oder Tage nicht erreichbar. Gab es alles schon. Steckte selbst schon in den Dilemma.
        Spätestens dann bist du froh, dass es ganz hinten in der Ecke noch diese miefige Nische gibt, in der man alles noch rudimentär am Laufen hat. Herr über seine eigenen Daten ist. Komfort keine allzugroße Rolle spielt. Sei es aus der Ideologie heraus, oder weil man Diensten wie der iCloud schlicht nicht traut. Schon, weil Apple immer wieder beweist, dass man auch in Cupertino nur mit Wasser kocht, über eben dieses dann halt ein schickes GUI packt. Nutzt mir dann aber nichts, wenn keiner der Dienste so will, wie ich.
        Übrigens, ich nutze meine private Cloud und hab sowohl meine Frau, als auch unsere Kinder, dort untergebracht. Der Nische sei Dank :)
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          Gerrit
          • Administrator
          · Vor 11 Tagen
          Apple war ein Beispiel, weil ich mich damit auskenne. Nach den Medienberichten der letzten Monate und Jahre kann man mit Windows 10 inzwischen auch ähnliches anstellen. Da ich dort aber wenig Erfahrung habe ist das als Beispiel nicht eingeflossen.

          Fakt ist, dass alle diese Optionen (es sind Möglichkeiten, keine Verpflichtung!) bei Linux so gar nicht existieren. Es gibt einen ganzen Zoo an Diensten mit denen man - viel Erfahrung vorausgesetzt - etwas ähnliches erreichen kann.

          Meine Ausgangsfrage war also warum das nicht beworben wird. Wieso von den hunderten, sich selbst kanibalisierenden Distributionen nicht einmal eine einzige (!) etwas anderes macht und den Linux Desktop in die vernetzte Gegenwart hebt.

          Wenn das Internet ausfällt, gehen schnell alle Lichter aus. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis und die reicht schon weit über den Desktop hinaus.
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            Alter Sack · Vor 11 Tagen
            Ich glaube, die Linux User beschäftigt das nicht mal wirklich. Wer sich auf Linux einläßt, ist sich der Nische bewusst und vermutlich ist der trügerische Komfort seitens Apple und Microsoft gar kein Contra Linux Argument. Ich kann nur für mich und eine Handvoll Menschen in meinem Umfeld sprechen. Ja, man darf zugeben, dass macOS und iOS ein Stück weit intuitiv zu bedienen sind, aber wie gesagt, der Käfig ist mir schlicht zu engmaschig und ein Ausstieg mehr als problematisch. Das Aufsetzen von einer privaten Cloud Lösung ist heute auch kein großer Akt mehr. Wer sich also damit tatsächlich beschäftigt, wird seine Lösung finden.
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            Michael · Vor 11 Tagen
            "Wenn das Internet ausfällt, gehen schnell alle Lichter aus." vs. "Die iCloud über Stunden oder Tage nicht erreichbar." (statt iCloud kann man auch den Registrierungsserver von Microsoft nehmen oder irgendwelche Google-Dienste).

            Pardon, aber es macht einen sehr großen Unterschied, ob "das Internet" oder nur ein Service, in dessen Abhängigkeit man sich begeben hat, ausfällt. Wer - wie bspw. "Alter Sack" - einige Jahre die Produkte von Apple einsetzt, hat sehr schön schon kennengelernt, wie es ist, wenn Services eingestellt, einfach umkonfiguriert oder anderweitig beschnitten werden (bei Google und Microsoft ist es natürlich ähnlich).

            Wer etwas mehr Sicherheit haben möchte, muss Hand anlegen und die "unbequemen" heimischen Linux-Diensten nutzen. Die Schwierigkeit, die ich in dieser Hinsicht habe, sind immer wieder die kommerziellen Systeme wie iOS, Windows und Android, die bspw. nun einfach keine lokalen Dienste ansprechen wollen (CalDAV/CardDAV beim Windows Phone), extra Apps benötigt (Android) oder eine extra Wurst haben will, wie macOS/iOS, keinen allgemeinen Proxy ansprechen will (Android, iOS), Schwierigkeiten mit GPG und S/MIME haben (iOS bzw. Android, Windows Phone sowieso) und ganz vieles mehr. Kurz: ich liebe Linux, da ich damit alles konfigurieren kann und es kein abgespecktes System ist, wie macOS/iOS, Windows oder Android (ohne Rooten), bei dem nur das erlaubt ist, was Microsoft, Apple oder Google akzeptieren wollen. Zwischen meinen Linux-Systemen kann ich eigentlich fast alles Syncen und Austauschen, was ich benötige (*). Wobei mein Hauptsystem eben ein Linux-Rechner ist und nicht das Smartphone oder Tablet, weswegen die Anpassung von dort Richtung Linux für den Datenaustausch erfolgen müsste - und worin eher die Problematik besteht.

            P.S. (*) Mein Linux-Rechner habe ich in knapp 2 Stunden wieder aufgesetzt, danach werden die Daten aufgespielt, aber der Rechner ist schon weitestgehend konfiguriert und einsatzbereit. Da Apple die Schnittstelle gekappt hat, muss man nun den Sync bei einem Rechner-Umzug entweder langsam über eine Sicherung oder über die Cloud durchführen, was beim letzten Mal knapp 10 Stunden gedauert hat. Einen komplett konfigurierten Rechner hatte ich immer noch nicht. Bei Android geht es nur über die Google-Cloud halbwegs vollständig (ohne Rooten). Nur beim iPhone klappte der Daten-/App-Umzug noch(!!!!) über iTunes - aber wohl nicht mehr lange. Danach muss man auch dort die iCloud nutzen.
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              Paul · Vor 10 Tagen
              <blockquote>wie es ist, wenn Services eingestellt, einfach umkonfiguriert oder anderweitig beschnitten werden (bei Google und Microsoft ist es natürlich ähnlich).</blockquote>

              Die Unterschiede sind <i>aus Nutzersicht</i> kleiner als oft behauptet. Klar, Google stellt mal schnell seinen Reader ein, da stehen die Nutzer dann blöd da, die sich auf ihn verlassen haben. Aber ebenso passiert es mir bei FOSS, dass plötzlich ein Bug eine Software auf meinem System unbenutzbar macht und mangels Ressourcen jahrelang nicht behoben wird, dass Projekte sterben oder nicht mehr aktualisiert werden. Wie oft musste ich schöne kleine GUI-Tools für Linux aus diesem Grund aufgeben und meinen Workflow umstellen. Dafür sind die Kommandozeilenprogramme, bei denen man irgendwann landet, natürlich sehr stabil. Aber das sind sie bei MacOS auch.

              Der Umzug von Daten ist auch schon lange nicht mehr so schlimm wie früher. Ein MacOS-Umzug auf einen neuen Rechner mittels lokalem Backup ist fast nahtlos. Google ist schon lange ziemlich gut bei der Bereitstellung herunterladbarer Daten.
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            Tronde · Vor 11 Tagen
            Meine Antwort auf deine Ausgangsfrage lautet: "Keine der großen Distributionen sieht im Linux-Desktop eine Chance Geld zu verdienen. Darum legen sie auch keinen Fokus darauf."
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        Torsten · Vor 11 Tagen
        Das war keine "Glorifizierung" der Vergangenheit, sondern eine Zustandsbeschreibung meiner persönlichen Lebenswelt und die Lebenswelt vieler anderer Menschen. Viele Menschen wollen sich heute nicht mehr dem Diktat oder der Diktatur der Digitalisierung einfach so hingeben und beschränken diese auf das Nötigste, u.a. auch aus Datenschutzgründen.
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          Gerrit
          • Administrator
          · Vor 11 Tagen
          Das ist auch nicht verwerflich und ich will es nicht schlecht reden. Es entspricht halt nur nicht der Zielsetzung mit der ich dieses Blog betreibe. Mir geht es um Datenschutz und digitale Teilhabe. Deshalb habe ich diese Position im Artikel nicht berücksichtigt.
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    Frank G · Vor 11 Tagen
    Ich bin ganz froh das Linux so ist wie es ist!

    Das einzige System bei dem ich meinen Datentransfer im Griff habe.
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    Oliver · Vor 11 Tagen
    Echt traurig, wie Äpfel und Birnen zusammen geworfen werden. Mit dem Finger auf andere zeigen, die sollen meine Wünsche erfüllen, ich will damit nichts zu tun haben, nur den Nutzen haben, die Arbeit sollen andere machen. Zum Verständnis Linux ist nicht eine Distribution, eine Distribution ist kein Desktop... Gnome und KDE haben viel geleistet, damit Anwendungen auf beiden Desktops gut laufen und aussehen. Du kannst sicherlich bei ubuntuusers.de eine Blog Page bauen und dort Deine Anforderungen mit Lösungen im Dialog mit anderen sammeln und der Welt zur Verfügung stellen. Das wäre sicherlich hilfreicher also solch SEO optimierten SchmähPosts.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      Der Klassiker um jede Diskussion im Linux/OSS-Universum abzuwürgen.

      Wenn du dich hier umsehen würdest, hättest du bereits festgestellt, dass ich durchaus Lösungen für Linux gesammelt habe...
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    Oliver · Vor 11 Tagen
    Der Klassiker, um auf Reaktionen auf so einen Artikel zu reagieren:-). Habe mich auch umgesehen, vor allem Deine Reaktionen auf Kritik zu deinen Äußerungen, alles Verteidigung. OpenSource ist nun mal Arbeit und Austausch und es gibt in dem System halt keinen Diktator, der die Richtung bestimmt, selbst der Ubuntu Boss, konnte nicht alles umsetzen, Vision konvergentes Ubuntu. Es gibt einfach technische und organisatorische Bedingungen, die du hier pauschal nicht anerkennst und für meinen Geschmack unfair rüber- bzw. durcheinander bringst. Was willst Du denn damit bezwecken? Persönliche Aufmerksamkeit? Was soll denn dabei rauskommen? Deine Page neu beleben, außerhalb der Community, z.B. ubuntuusers? Machst du dann nicht genau das, was du kritisierst? Lass mich gern aufklären.
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      Gerrit
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      Natürlich verteidige ich meinen Artikel, die Positionen darin habe ich mir ja nicht auf die schnelle ausgedacht. Das bedeutet nicht, dass ich die Kommentare nicht in künftige Überlegungen einbeziehe.

      Warum bloggen Menschen? Weil sie ihre Ideen und Ansichten darlegen wollen oder im konkreten Fall an einem technischen Projekt sitze. Ich schreibe solche Artikel mit Sicherheit nicht weil ich Zugriffszahlen generieren will (schon alleine weil ich die nicht messe und daher den "Erfolg" nicht verfizieren könnte).
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        oliver · Vor 11 Tagen
        Vielleicht können wir uns darauf verständigen, das Linux nicht das Problem ist, und es eher ein kulturelles organisatorisches Problem ist. Betriebsystem ist eben nur ein Betriebsystem.ist und Deine Kritik sich aber auf Anwendungsebene bezieht, dir fehlt die Eierlegende SuperSoftware, die auf allen Geräten läuft und all Deine Bedürfnisse erfüllt. Ich finde es halt nicht ok, Kritik an der falschen Stelle Abzuladen. Um das mal konstruktiv zu machen und so war der Vorschlag gemeint. Schreib einen Anforderungskatalog, für eine vernetzte Softwareunterstützung z.b. auf ubuntuusers, ich denke das es ein Schritt sein könnte, nicht nur Programmiere sondern auch User zusammenbringen. Ich denke auch das es viele gibt und gab, die es gern anders machen wollten, aber es fehlt auch an Einnahmen im OpenSource Bereich, also Leute die bezahlt werden um Dinge zu Realisieren und Software ist halt eine aufwendige Sache, das kommt immer zu kurz, da leg mal den Finger drauf. Und der Trend geht zu Cloud und webbasierten Lösungen. Praktiziere ich, Datenbank, Webanwendung, LibreOffice mit Acces zur Db, Nextcloufbox von Hetzner, ZIm, und das Funktioniert ganz gut, wichtigtes ist organisiert und über Smartphone und Tablet vefügbar. Kleine päckchen zu einer großen Lösung zusammen schalten, das ist halt auch ein großer Vorteil von OpenSource Lösungen. Kostet halt Zeit und und nervt das eine oder andere mal. Das ist der Preis von Freiheit und Individualität. Es ist schade das sich viele Menschen lieber in Konzerngefangenschaft gehen und die digitale Zukunft mit Vorurteilen beschreiten (damit meine ich nicht dich). Also schreib deine vernetzte Linux Vision, glaube das es da verdammt viele Möglichkeiten gibt, bestimmt schon eine Distro am Start, will halt nur gefunden oder entwickelt werden. Linux ist nicht das Problem, es gehört niemandem und doch allen, GUI Tools gehören nicht direkt zu Linux, eher zu den Desktops, da wäre die Kritik eher angebracht. Ich du verstehst das Problem. Linux ist nicht Apple und ein Vergleich ist unfair.
        • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
          Paul · Vor 10 Tagen
          "ein Vergleich ist unfair" ist eine Haltung, die ich nie verstehen werde. Selbstverständlich vergleicht man Dinge, die nicht gleich sind! Was denn sonst?
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