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Time Machine auf einem Linux Server - Stand macOS 10.14 "Mojave"

Backups sind wichtig und sollten möglichst leicht zu realisieren sein, da man sie ansonsten nicht regelmäßig genug durchführt. Grundsätzlich gilt, ungesicherte Daten waren nicht wichtig, lediglich einmal gesicherte Daten bedeuten einem viel zu wenig und Backups sollten niemals am gleichen Ort aufbewahrt werden.

Persönlich sichere ich meine Daten stündlich auf meinen Heimserver, welcher dann wiederum natürlich ebenfalls noch einem Backupsystem unterliegt. Für die stündlichen Sicherungen verwende ich der Einfachheit halber das in macOS integrierte Time Machine.

Apple hatte lange Zeit neben dem systemübergreifenden SMB noch eine eigene Lösung für Netzlaufwerke namens AFP. Die Unterstützung außerhalb der Apple-Welt für diesen Standard war eher mangelhaft, aber unter Linux konnte man mittels netatalk Freigaben einrichten (siehe auch: Time Machine Backups auf einen Linux Server sichern).

Bereits seit längerem erfolgt auch bei Apple jedoch eine Abkehr von solchen Insellösungen und man unterstützt SMB zunehmend besser. Im Zusammenhang mit der Umstellung des Standard-Dateisystems von HFS+ auf APFS in macOS 10.13 "High Sierra" hat man AFP als veraltet eingestuft. Das haben viele Medien relativ unreflektiert wiedergegeben, weshalb hektisch mit der Umstellung ihrer Netzwerkfreigaben begonnen haben.

Tatsache ist jedoch, dass insbesondere für Time Machine einige spezielle Erweiterungen in SMB notwendig sind. Diese Lösungen sind zwar inzwischen in Samba integriert, jedoch nutzt bisher keine verbreitete Enterprise-Distribution eine entsprechend aktuelle Samba-Version. Aus diesem Grund ist weder mit Debian, SUSE, RHEL oder einer FreeBSD-Variante eine SMB-Freigabe als Time Machine nutzbar.

Dies ist jedoch nicht so schlimm, wie es den Anschein hat. Auch unter Mojave lassen sich auch Systeme mit APFS problemlos auf AFP/Netatalk Freigaben sichern. Die Diskrepanz zur Apple Dokumentation ist nicht zu erklären. Entweder zeigen die Dokus bereits was zukünftig geplant ist oder bei Apple herrscht ziemliches Chaos im Desktop-Team. Wie dem auch sei: Vorerst kann man problemlos mit dem traditionellen AFP seinen Heimserver als Backupziel auswählen.


Bilder:

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Tags: Linux, SMB, Apple, Backup, macOS, Time Machine, AFP

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    Paul · Vor 1 Monaten
    Interessant. Ich wusste nicht, dass das so einfach ist. Danke!

    Wie verhält sich Time Machine heutzutage, wenn das Backupziel nicht verfügbar ist, d.h. in diesem Fall, wenn man nicht im Heimnetz ist? Früher hat es dann die interne Festplatte vollgeballert, ohne das für die Nutzer ersichtlich zu machen, wenn ich mich recht erinnere.
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      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 1 Monaten
      Wenn das Backupziel nicht verfügbar ist passiert einfach gar nichts. Nach 10 Tagen erinnert das System lediglich per Benachrichtigung, dass man mal wieder ein Backup machen sollte.
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