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Kommentar: Upgradeverweigerer und der Infektionskreislauf

Heise berichtete kürzlich, dass immer noch Systeme aktiv sind, die nicht gegen WannaCry abgesichert sind - obwohl Microsoft die Lücke bereits vor Monaten geschlossen hat. In dem Artikel wurden vor allem illegale Installationen ohne Zugang zu Updates als Problem ausgemacht.

Das ist sicherlich nicht falsch, dürfte aber meiner Meinung nach in Zeiten von quasi kostenlos vorinstallierten Windows-Versionen nicht die Masse der Problemfälle ausmachen. Zumal Windows 10 extrem lange als kostenloses Upgrade bereitstand und somit auch keine illegalen Upgrades darunter sein dürften.

Ein erheblicher Teil dürfte auf s. g. Upgradeverweigerer zurückzuführen sein (siehe auch: Kommentar: Betriebssysteme und Programme nie über das Supportende hinaus benutzen!). Dabei handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe, die unter den Anwendern aller Betriebssysteme zu finden ist. Manche sitzen der irrigen Meinung auf, dass alte Systeme aus dem Fokus von Angreifern verschwinden oder keine neuen Sicherheitslücken aufweisen, weil die Sicherheitsmeldungen meist nur aktuell noch unterstützte Systeme aufzählen. Andere halten den Updatevorgang für genau so gefährlich wie die potenziell kriminellen Angreifer, weil man ja böse Verbindungen zu US-amerikanischen Firmen aufbaut. Dabei wird oftmals losgelöst von Fakten argumentiert. Manche sind auch einfach nur zu lethargisch und sitzen das Problem aus. Diese Gruppe ist jedoch nicht so problematisch, da sie meist bei einer Hardwareneuanschaffung wieder auf ein unterstütztes Betriebssystem wechselt.

Die Firmen versuchen zunehmend das Problem durch eine Automatisierung des Updatevorgangs aus der Welt zu schaffen. Alle großen Desktopbetriebssysteme bieten inzwischen eine solche Updateroutine an und aktivieren die Automatisierung des Vorgangs teilweise standardmäßig. Die hartnäckigen Verweigerer wird man damit aber nicht erreichen. Diese Menschen wenden eine erhebliche Energie auf um von den zeitfressenden und schädlichen Updates befreit zu werden. Keine Standardeinstellung oder Konfiguration per Konsole dürfte sie davon abhalten ihr System zu schädigen.


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    87yy2 · Vor 23 Tagen
    > obwohl Microsoft die Lücke bereits vor Monaten geschlossen hat.

    Es ist schon mehr als ein Jahr her. Die Updates gab es im März 2017 für unterstütze Systeme bzw im Juni 2017 für zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unterstütze Systeme.
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      dsto · Vor 21 Tagen
      Habe öfter mit nicht aktuellen Systemen in Privathaushalten und KMU zu tun. Die 'verweigern' aber nicht - bei 4 von 5 Problem PC läuft das Update einfach nicht. Jedes Mal aus einem anderen Grund. Beim letzten Vorfall - ein selten genutztes System - musste zuerst die ganze herstellerspezifische Hardwareunterstützung entfernt werden (für Win10/1803). Etwas anderes war gar nie installiert.
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    Linuxkumpel · Vor 23 Tagen
    Ich denke, solche Leute kennen wir alle. Dabei ist ein stets aktuelles System der beste Schutz. So halte ich es mit den genutzten Linuxdistributionen und auch mit Windows 10, übrigens ohne zusätzliche Schutzprogramme. Einfach immer aktuell halten.
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    Markus · Vor 22 Tagen
    Was es noch gäbe sind Leute die wegen 2-3 Anwendungen Windows in einer VM vorhalten aber eigentlich in der Linux Welt zuhause sind. Dafür leistet sich nicht jeder eine Lizenz.
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    DJKuhpisse · Vor 7 Tagen
    Die Updateverweigerer kommen nicht von irgendwo, sondern sind meist durch Updates, wie die von Windows 10, extrem genervt. Da ist dann gleich mal der Computer für eine längere Zeit blockiert. Wenn keine Updates eingespielt werden existiert dieses Problem nicht. Aber auch Admins von Netzwerken handeln nicht vorbildlich: Bei uns in der Schule läuft Firefox 45.
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