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Bild von TeroVesalainen via pixabay / Lizenz: CC0 Creative Commons

Kommentar: KDE neon ist kein Ersatz für Kubuntu

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Im Ausblick auf die aktuelle Entwicklung von Kubuntu (siehe: Kubuntu 18.04 LTS - Ein Ausblick) wurde die Frage gestellt, ob KDE neon nicht eigentlich die bessere Alternative zu Kubuntu wäre. Die Antwort sprengt den Sinn einer Kommentarspalte und bildet die Grundlage dieses Artikels.

KDE neon ist Kind der Krise von Kubuntu, man könnte auch sagen, es ist die Grundlage der Krise von Kubuntu. Rund um den Jahreswechsel 2015/2016 beendeten die bisherigen Hauptentwickler von Kubuntu ihre Tätigkeit für das Ubuntu-Derivat und zogen unter dem Dach von KDE eine eigene Distribution auf (siehe: Kubuntu ist tot, lange lebe KDE Neon). Das Projekt ist inzwischen fast zwei Jahre alt und man kann daher ein wenig bilanzieren.

Die technische Dimension

KDE neon ist eine Kombination aus den Entwicklungsmodellen Rolling Release und stabiler LTS-Versionen. Die Basis bildete eine Ubuntu-LTS Version - zur Zeit 16.04 - auf die eine jeweils aktuelle Version von KDE Plasma und Software aufgesetzt wird.

Weil das insbesondere bei fortgeschrittenem Alter der Basis nicht mehr hinreichend funktioniert, aktualisieren die Entwickler von KDE neon auch Bibliotheken wie Qt.

Insgesamt bringt das keine vertrauenswürdige Basis hervor. Ubuntu ist bereits intern gespalten in einen unterstützten main-Bereich und eine Müllkippe mit dem Namen universe, in dem der volle Umfang der Paketquellen von Debian vor sich hin gammelt. KDE neon aktualisiert hier nun einige Bibliotheken und die KDE Software, legt aber nicht exakt fest um welche Bereiche genau es sich kümmert.

Das hat in den letzten zwei Jahren - gemessen an der kruden Idee dieses Entwicklungsmodells - zwar erstaunlich gut funktioniert, ist aber etwas grundlegend anderes als das stabile LTS-Modell von Kubuntu.

Hinsichtlich der technischen Dimension ist KDE neon daher eher eine Ergänzung, denn ein Ersatz zu Kubuntu.

Die ideelle Dimension

KDE neon steht für vieles was gerade schief läuft in der Linux Community. Einige wenige Entwickler (wir reden hier von ca. 5 Leuten) sind unzufrieden mit der Entwicklung ihres Projekts und spalten sich kurzerhand ab. Man kann ihnen lediglich zu Gute halten, dass sie vorher wirklich versucht haben die Entwicklungsrichtung des Hauptprojekts zu ändern. Parasitär bedienen sie sich dennoch an der Basis, ohne dies prominent kenntlich zu machen. KDE neon könnte ohne Ubuntu so wenig funktionieren, wie Mint oder elementaryOS. Zwar ist richtig, dass Ubuntu auch Debian braucht, aber in main liegt eine vollständige Distribution, die auch ohne Debian beschränkt lebensfähig wäre.

Gleichzeitig steht KDE neon für eine ungesunde Vermischung der Rolle von Upstream-Projekt und Downstream-Distribution. Indem KDE selbst eine Distribution herausgibt werden alle anderen Distributionen vor den Kopf gestoßen und in die zweite Reihe zurück gesetzt. Das KDE-Projekt weicht damit dem Dauerproblem aus, dass es Rücksicht auf den Distributor und seine Releasezyklen nehmen muss und kann daher noch ungehinderter undurchdachte und realitätsferne Entwicklungsschritte durchziehen.

Zusammengefasst

KDE neon bietet ein Schlaglicht auf die aktuelle KDE-Entwicklung. Es ermöglicht einen unverstellten Blick auf das aktuelle Portfolio des KDE Projekts und genau hier liegt seine Stärke.

Technisch ist es aber bestenfalls ein funktionales Stückwerk und keinesfalls geeignet in Produktivumgebungen eingesetzt zu werden, was bisher durchaus der Anspruch von Kubuntu war - trotz der Schwierigkeiten mit Version 16.04.

Ideell ist KDE neon ein Paradebeispiel für egogetriebene Zersplitterung und rücksichtslose Projektinteressen. Solche Projekte halten Linux in der Nische, in der es sich befindet. Eine Marke wie Kubuntu wird geschwächt zu Gunsten einer Neuentwicklung, die niemand kennt.

Letzteres wird zum Glück so bleiben. Die öffentliche Resonanz von KDE neon ist gering. Bestenfalls KDE-Enthusiasten und Kubuntu-Nutzer kennen das Projekt.

Tags: Linux, KDE, Kubuntu, neon

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    Benjamin Buch · Vor 6 Monaten
    Ich setzte KDE neon seit es erschienen ist privat und seit über einem Jahr auch auf meinem Arbeitsrechner ein. Bin sehr zufrieden damit, die Distribution ist deutlich stabiler als Kubuntu es zuvor war. (War der Grund für den Umstieg.)

    Ich finde es nur ein wenig schade, dass es nicht direkt auf Debian aufsetzt. Das war lange Jahre meine bevorzugte Distribution. Aber ich muss zugeben, gerade was Pakete von Drittanbietern angeht, hat Ubuntu auch seine Vorzüge.

    Ich glaube auch nicht, dass die "Zersplitterung" das große Problem von Linux auf dem Desktop ist. Das liegt meiner Meinung nach eher an der Marktmacht von vorinstalliertem Windows und dem mehr als mangelhaften Hardware-Support der meisten Hersteller für Linux. Hab vor ner Weile nen Drucker von Epson in Betrieb genommen. Ja es gibt inzwischen Teiber für Linux. Nein sie sind nicht ansatzweise so ausgereift wie die für Windows. Der Unterschied in der Druckqualität ist gewaltig, je nachdem ob man den Druck von Windows oder von Linux aus macht, weil für Linux nur so genannte "Basistreiber" ausgeliefert werden. Das gleich gilt meiner Recherche nach auch für Brother und Canon. Das ist ein echtes Problem. Im Softwarebereich tut sich ja zum Glück einiges. Spiele gibt es inzwischen einige und mehr und mehr Produkte laufen sowieso in der Cloud so dass das OS egal ist.
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      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 6 Monaten
      Im Spielebereich hat sich durch das intensive Engagement von Steam in den vergangenen Jahren wirklich was getan. Im sonstigen Softwarebereich stelle ich persönlich eher Stagnation fest.
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    tedus · Vor 6 Monaten
    Ich bin, als Blue Systems sich von Kubuntu entfernt hat zu Netrunner (von Blue Systems entwickelt) gewechselt - in dem Glauben, das nun dort stabil und zuverlässig ein dauerhaftes KDE nutzendes und auf Ubunzu basierendes OS entwickelt wird. Nach einer Weile hieß das Ubuntu basierende dann auf einmal Maui Linux, u.a. auch mit KDE Neon als Basis. Noch eine Weile später haben die Entwickler nun mitmal scheinbar keinen Bock mehr und stampfen das ganze kommentarlos ein. Prinzipiell ist ein Gesinnungswandel ja jedem freigestellt - aber im Aufbau einer Userbasis bzw. im Hinblick auf die Verlässlichkeit hinterlässt das für mich einen sehr faden Beigeschmack. Man kann zwar, da die Basis dieselbe ist, recht einfach zu KDE Neon wechseln - aber da die Entwickler mehr oder weniger dieselben sind und das ständige Hin-und Her nicht gerade das Vertrauen in die Verlässlichkeit gestärkt hat stellt man sich da nun wirklich die Frage: warum sollte ich - wahrscheinlich haben sie in einem Jahr wieder eine andre Laune und man wechselt wieder die Distribution.

    Was für mich auch das Hautproblem bzw. Erfahrung mit Entwicklern rund um Linux ist. Oft wird nicht gerade an Nutzer gedacht - sondern lieber an neuen geilen Features gefrickelt - halt je nach der Laune des Tages. Mittlerweile schaue ich daher bei der Wahl z.b. von neuen Programmen meist als erstes, wieviele an dem Projekt mitarbeiten. Von Ein-Mann Projekten u.ä. halte ich daher komplett Abstand. Das wäre z.B. mal bei Distrowatch interessant: wieviele von den hunderten Projekten da 1-Mann-Shows sind. Warum sich Entwickler nicht bei schon vorhandenen Projekten anschliessen und lieber die x-te Lösung entwickeln (bis sie keinen Bock mehr haben und eine weitere Karteileiche entsteht) werde ich nie verstehen.

    Als Alternative für meine momentane Distributionssuche ist (neben der Kubuntu Rückkehr) auch das gehypte Manjaro. Allerdings sehe ich da das ganze auch auf den Schultern von Personen. Suboptimal - viel hilft viel.
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    SyoN · Vor 6 Monaten
    Also alles schon so schnell wieder zu vergessen, was da abgegangen ist damals... Jonathan Russell wurde quasi abgesägt von Canonical / den UCC. Das war nicht Mal eben so ein "Developer hat keinen Bock mehr" Fork. Wenn die Situation so verbockt ist, kann ich den Fork gut verstehen. Habe selbst von Kubuntu 16.04 auf KDE neon gewechselt und muss sagen, dass ich weniger Probleme hatte als vorher. Manjaro hab ich auf einem Zweitrechner auch und bin ebenfalls recht zufrieden.

    Grundsätzlich stimme ich dem weniger-firks-ist-mehr Prinzip zu; aber wie gesagt... hier war es ein heftigerer Clash.

    Zum nochmal nachlesen: https://www.pcworld.com/article/2998647/operating-systems/kubuntus-founder-resigns-accuses-canonical-of-defrauding-donors-and-violating-copyright.html
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      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 6 Monaten
      In den letzten Jahren mussten bei Canonical aber mehr als nur ein Mensch ihren Hut nehmen. Ich sehe jedoch nur ein KDE neon.

      Ich kann durchaus verstehen, dass man nach der Geschichte keine Lust mehr hat sich im Umfeld von Ubuntu einzubringen. Aber warum geht man dann nicht zu Debian und baut dort KDE richtig auf? Nein, es muss ja wieder was "eigenes" sein.

      Das ist das Hauptproblem.
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    SyoN · Vor 6 Monaten
    Jonathan Riddell; danke, Autokorrektur! :-)
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    sumashod · Vor 4 Monaten
    "Parasitär bedienen sie sich dennoch an der Basis, ohne dies prominent kenntlich zu machen."


    Was meinen Sie mit "prominent kenntlich machen"?

    Es ist doch jedem bekannt worauf das Projekt KDE-Neon basiert und was genau es bezwecken soll. Oder nicht?
    Meines Wissens nach wurde KDE-Neon mit dem Zweck einer besseren Entwicklung und der Erprobung des KDE-Plasma Desktops ins Leben gerufen. KDE-Neon ist keine Distribution, sondern lediglich eine KDE-Plasma Testumgebung. Das Resultat ist die verbesserte Entwicklung des KDE-Plasma Desktops, wovon alle Distributionen profitieren, welche den KDE-Plasma als Desktopumgebung anbieten.

    Dass manche Anwender dieses Testsystem als ihr Hauptsystem verwenden ist ihre eigene freie Entscheidung und ist nicht im Sinne des Projektes.

    Es ist also gewiss kein parasitäres Verhalten seitens der KDE-Neon Machern, sondern eine Entwicklung im Sinne der quelloffenen Software.

    Auch Ubuntu bediente sich seinerzeit und bedient sich auch heute noch an Debian als Grundlage. Ohne Debian würde es das heutige Ubuntu gar nicht geben. Sie sollten sich daher als Author dieses Artikels besser fragen was die GNU Software und ihre Quelloffenheit überhaupt bezwecken sollen. Wenn Sie nur etwas intensiver darüber nachdenken, werden Sie Ihre Meinung darüber sicher ändern.

    Ich verwende übrigens Kubuntu auf meinen beiden Rechnern und bin sehr damit zufrieden. KDE-Neon finde ich allerdings als Testsystem auch ganz interessant. Damit möchte ich aber lediglich die Entwicklung des KDE-Plasma Desktops mitverfolgen und würde nie auf die Idee kommen es als mein Hauptssystem einzusetzen.
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      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 4 Monaten
      Dass KDE nur zur Erprobung von KDE oder als Testumgebung entworfen wurde ist eine PR-Story, die sich KDE aus dem Hut gezogen hat, nachdem einige Distributoren auf die Veröffentlichung von KDE neon sehr irritiert reagiert haben (z. B. openSUSE). Man hatte entweder bei KDE mal wieder die PR-Außenwirkung solcher Aktionen unterschätzt oder die linke Hand wusste mal wieder nicht was die Rechte tut.

      Schau mal auf die Homepage von KDE neon. Da steht nichts von Testen oder ähnlichem. Die "User Edition" wird als normale Distribution verkauft. Lediglich die Developer Edition als "Unstable" markiert, aber Entwicklungsversionen hat auch jede Distribution.

      Parasitär bezeichne ich solche Projekte in dem Sinne, als das KDE neon Ubuntu exakt ein einziges Mal erwähnt - versteckt im Beschreibungstext auf der Startseite. Fairer Umgang im Sinne freier Software würde auch bedeuten zu zeigen wie die Arbeit macht. Ohne die Ubuntu-Paketquellen wäre KDE neon ein Witz. Auf Kubuntu.org sieht man wie man es richtig macht. Der wird auf der Startseite prominent mit Logos auf die zu Grunde liegenden Projekte. Den Vorwurf kann man natürlich auch Ubuntu bezüglich Debian machen, aber darum geht es hier ja nicht.
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    Fragender · Vor 2 Monaten
    Ich bin über Google auf diesen Blog Beitrag gestoßen, da ich mich mal über Neon schlau lesen wollte, ohne eine Installation in Aussicht zu stellen. Die Argumentation ist nachvollziehbar, aber welche Distri würdest du denn hervorheben, wenn es um das Thema KDE geht. Oder anders gefragt, welche Distri hat die beste KDE Unterstützung, so dass man immer am aktuellsten wäre, ohne extra Repos wohlgemerkt.
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      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 2 Monaten
      Ich glaube, dass die beste Unterstützung nach wie vor von openSUSE gewährleistet wird. Es ist halt der Standarddesktop, weshalb Probleme und Fehler deutlich mehr mit der Distribution verbunden werden, als bei z. B. Ubuntu.

      Im Rolling Release Bereich ist es sicherlich KaOS.
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        Gerdo · Vor 1 Monaten
        Ich bin gerade auf diesen Blog gestoßen, weil gestern das Upgrade für KDE neon kam und ich Genaueres über die Neuigkeiten des zugrundeliegenden Ubuntu 18.04 wissen wollte. Seit dem ersten stabilen Release benutze ich KDE neon produktiv!

        Ich habe seit langem alle Einstellungen und wichtigen Daten auf einer getrennten Partition; schon deshalb, weil ich vier verschiedene Distros auf der SSD habe; u.a. auch KaOS. Das hat auf keinen Fall ein besseres Rolling Release als neon, weil die Paketierung eine völlig andere ist. Für ausgefallenere Software wie Softoffice u.v.a.m., von dem ich wg. professionellem Authoring seit Jahren eine Profi-Version gekauft habe, gibt es heutzutage leicht eine Ubuntu-kompatible Version (.deb). Für das Paketsystem von KaOS müßte ich das aufwändig kompilieren, falls es überhaupt möglich wäre. In einem Ubuntu-basierten System braucht es nur einen Klick.

        Bisher habe ich mich in Foren und Diskussionsrunden bzgl. Linux nicht eingebracht, obwohl ich seit mindestens 15 Jahren solche Distros produktiv nutze und seit ca. 98% Linux. Immer wieder verstört die anklagende Form der Diskutanten und gerade auch der Moderatoren. Wie sagen die Amerikaner: Don't complain! Beschwer dich nicht! Zeige - neue - Lösungen auf und baue keine neuen Hindernisse. Schreibe förderlich und schweige über das Hinderliche, solange es nicht existenzbedrohend ist.

        Nach allem, was Sie hier geschrieben haben, gibt es vor allem Vielfalt. Und was könnte besser sein?! Ich als Nur-User benötige eine Weile das Passende zu finden. Habe inzwischen herausgefunden, daß ich auf Neuerungen nicht "ewig" (= 2 Jahre) warten will und bin deshalb bei den Rolling Releases gelandet. Und da ist mir KaOS viel zu schmal (s.o.) und mit neon hat es nie Probleme gegeben. Endlich kann ich mein KDE (Plasma) so vielfältig einstellen, wie ich es brauche und die Software nachinstallieren, die mir gefällt, mit der ich am besten produktiv arbeiten kann. Kubuntu war mir damals zu steif, zuviele Probleme. Und OpenSuse hatte früher zu restriktive Berechtigungen; hat mir zu lange gedauert, damit zurechtzukommen.

        Also, für Diskussionen über Firmenpolitik und frustrierte Anhänger bestimmter (Distro)Systeme kann ich nicht auch noch Zeit erübrigen. Wie sollte ich da noch zu meiner eigentlichen Arbeit dem Beraten und Behandeln von Menschen kommen?

        Kurz: KaOS bringts nicht - Chaos bringt zumindest was voran, weil es Engagement erfordert. Am Anfang stand tatsächlich was von "Test..." bei KDE Neon; hab's trotzdem sofort produktiv genutzt. Wer frustriert ist, gemobbt wird, keine Lust mehr hat oder betrogen wird, sollte selbstverständlich woanders hingehen. Und wenn er dann was Neues macht, sollte er es auch neu benennen. Wer nicht weiß, daß neon auf Ubuntu basiert, weiß eigentlich auch nichts von Linux.

        Das war Jammern auf hohem Niveau. Und völlig überflüssig. DAS sollten all die Schreiber in Foren, Blogs, Diskussionsrunden über Linux endlich mal lassen!

        Don´t complain! Endlich mal.
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    tuxnix · Vor 1 Monaten
    Arch, Manjaro, Antergos, Kaos und Siduction. Laufen alle einwandfrei und sind an Aktualität nicht zu überbieten.

    KDE Neon hat jetzt erst seine Ubuntu Basis von 16.4 auf 18.4 angehoben. Nur der KDE Anteil ist aktuell gehalten. Wenn du in anderen Bereichen auch aktuelle Software/Kernel bevorzugst, solltest du eine andere Distri nehmen.

    Von Kubuntu ist leider gar nichts zu halten. Der KDE-Teil ist meistens veraltet und recht buggy.
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      Gast Px53 · Vor 12 Tagen
      Die ersten drei laufen NICHT immer stabil; wie oft hatte ich da kernel-panic usw...

      Siduction ist der Inbegriff von Instabilitaet. Deine Empfehlung grenzt schon echt an blankem Hohn.
      • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
        tuxnix · Vor 11 Tagen
        @Gast Px53
        Kernel-panic?
        Das kann selten einmal vorkommen. Das hängt dann meist an der verwendeten Hardware bzw. den installierten Grafiktreibern. Ein Tribut, dass man in Kauf nehmen muss wenn man eine Rolling Release Distribution wählt und auch den allerneuesten Kernel bevorzugt.
        Verursacher ist der Hardware Hersteller, der seine Treiber nicht frei gibt. Lass mal raten, der heißt bei dir Nvidia.
        Genau aus diesem Grund wählt man, sollte mal so ein Problem auftreten, dann beim PC Start den zu vor installierten Kernel.
        Bei Manjaro kann sogar der Laie per einfachen Klick auf einen älteren Kernel ausweichen.
        Bei Arch sollte dies per pacman -U /var/cache/pacman/pkg/mein_letzeter_kernel auch wieder behoben wenden können.
        Oder man blockiert von vorn herein das update auf eine neue Kernelversion in der /etc/pacman.conf.

        X-buntu macht einen Kompromiss. Der besteht darin, den Kernel etwas abhängen zu lassen, bevor er ausgeliefert wird. Dafür klappt es dann nicht mehr bei GUI's wie KDE-Plasma, weil Canonical für die eigene Ubuntu-GUI zu viele Anpassungen vornimmt.
        Deshalb läuft Kubuntu auch schlechter als KDE-Neon.
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    John Smith · Vor 1 Monaten
    Ich nutze nun seit 2 Jahren KDE Neon und muss leider auch feststellen das Kubuntu nicht ansatzweise so problemlos läuft wie KDE Neon. Seit der Version 18.04 jedoch gibt es auch Probleme mit KDE Neon. Weshalb ich mich nach einer Alternatve umschaue. Leider ist mir dabei nicht entgangen das jegliches Derivat so wie das Original Ubuntu 18.04 mehr Probleme haben als die Version 16.04. Das Zusammenfrinkeln einer CI (Corporate Identity) Oberfläche scheint dem ganzen auch nicht zu gute zu kommen. Da machen es Distribution wie Fedora oder Debian besser, jedoch ist Programm Auswahl und Bedienung bei Ubuntu leichter.
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    tuxnix · Vor 11 Tagen
    Zum Artikel bzw. Kommentar selbst:
    Das stehen solche Begriffe wie parasitär, ungesund, krude Idee dieses Entwicklungsmodells.
    Und man zielt damit auf KDE-neon und beklagt den Weggang von Riddell et. all.

    Welcher dieser unverschämten Zugschreibungen könnte nicht genauso gut auf Cannonical passen?
    ( Entweder man versteht sich als Community, dann ist es selbstverständlich auf der Arbeit anderer ein Projekt aufzubauen, oder man versteht sich als Nabel der Welt. Aber bitte dann beschwert euch nicht über:"eine Müllkippe mit dem Namen universe, in dem der volle Umfang der Paketquellen von Debian vor sich hin gammelt" Dann verzichtet doch man darauf von Debian zu klauen.)


    Sachlich gesprochen:
    Kunbuntu hatte bzw. hat immer noch ein dickes Problem. Das Problem heißt Cannonical.
    1. Die für die Ubuntu-GUI gemachten Änderungen führen bei anderen GUI's nicht selten zu Problemen.
    2. Das halbjährige Release Zyklus von Ubuntu ist nur schwer mit dem Entwicklungszyklus von KDE zu koordinieren. Die Paketpolitik bei Cannonical richtet sich aber ausschließlich nach Ubuntu.
    Das führt dazu, das Kubuntu oft veraltete GUI-Pakete anbietet und buggy ist. Die Kubuntu Entwickler selbst können, beim besten Willen, da wenig ändern.

    KDE-Neon nutzt nun den Ubuntu-LTS Kernel samt Unterbau und kombiniert dies mit der aktuell bzw. stable entwickelten KDE Software. Das ist ein Weg der nicht nur praktisch ist, sonder auch klappt.
    Und der Erfolg bei den Anwendern gibt ihnen da auch noch recht.

    Stampft Kubuntu endlich ein, oder liefert etwas funktionierendes aus, dann ist die Kubuntu-Krise auch beendet.

    Für KDE-Neon hätte ich da allerdings auch noch einen Wunsch. Nehmt PurOs als Basis. Ein halb rollendes Release-Modell das auf Debian aufbaut. Eine gute Kombination aus Unterstützung neuerer Hardware mit stabilem Unterbau.
    • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 11 Tagen
      "Parasitismus, auch Schmarotzertum, im engeren Sinne bezeichnet den Ressourcenerwerb eines Lebewesens mittels eines in der Regel erheblich größeren Organismus einer anderen Art, meist dient die Körperflüssigkeit dieses Organismus als Nahrung. Der auch als Wirt bezeichnete Organismus wird dabei vom Parasiten geschädigt, bleibt aber in der Regel am Leben."
      https://de.wikipedia.org/wiki/Parasitismus

      Was an dieser Zuschreibung ist unverschämt? Und nein, es trifft nicht in gleichem Maße auf Canonical zu, da diese in main eine vollständige Distribution pflegen, die auch ohne Debian-Sync einsatzfähig wäre (wenn auch mit deutlich beschränkterem Umfang).
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        Fragender · Vor 2 Tagen
        Kann man das irgendwie so filtern, dass man sich das mal genauer ansehen kann? Mich würde tatsächlich mal interessieren, inwieweit Canonical auch ohne Debian zurecht käme, da mir dieser Mythos immer mal wieder in Foren begegnet.
        • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
          Cruiz
          • Administrator
          · Vor 2 Tagen
          Einfach bei einer Ubuntu Installation alle Paketquellen bis auf main deaktivieren. Dann hat man den Umfang des main Archives.
          • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
            Fragender · Vor 1 Tagen
            Aus reiner Neugier jetzt mal 18.10 installiert und diesen Weg gegangen. Ja, Ubuntu wäre tatsächlich als vollständiges System vorhanden. Bisher sah ich das nie so deutlich oder wollte es nicht sehen, da es genügend Mythen darüber gibt. Abgenabelt, still und heimlich. Ich lasse 18.10 auch mal weiter laufen, bin jetzt angefixt.
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    tuxnix · Vor 11 Tagen
    Die Wortwahl ist schon etwas daneben!
    Cannonical nutzt auch den Linux Kernel ohne etwas dazu beizutragen. Mir würde es aber deshalb nicht einfallen Cannonical als Schmarotzer zu titulieren.

    Das Eigengewicht der Bakterien die man so mit sich herumschleppt ist größer als das Gewicht an eigenen Körperzellen, zudem könnte man ohne diese gar nicht überleben. Wer da von wem mehr profitiert ist reine Ansichtssache.
    Wenn man konfrontativ aufgestellt ist begreift man Evolution als einen riesigen Kampf ums Fessen und gefressen werden. Bei kooperativer Sichtweise entdeckt man, dass die Fülle der Natur nur durch Koexistenz möglich ist.

    Bei freier Software ist schon von vornherein die Kooperation und die freie Verwendung Voraussetzung.
    Begriffe wie parasitär haben da eigentlich nichts mehr zu suchen.
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      Theoretho · Vor 9 Tagen
      Wer hat dir denn das erzählt? Das ist natürlich Quatsch. Die meisten Bakterien befinden sich im Darm und machen da weniger als 1kg aus. Im restlichen Körper sind sie - verglichen mit dem Darm - dann eher in geringen Mengen vorhanden.

      Es gibt sicher mehr Bakterien als Körperzellen (Zellen ohne Kern jetzt mal außer Acht gelassen) - aber die wiegen garantiert nicht mehr als der eigentliche Körper.
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    tuxnix · Vor 9 Tagen
    Du hast natürlich Recht. Das Gewicht ist recht gering. Ich hätte von der Anzahl eigener Körperzellen im Verhältnis zur Anzahl anderer Organismen sprechen sollen.
    Siehe z.B. hier: https://www.infomedizin.de/news/bericht/590-mikroben-bakterien-mensch/

    Aber die Anzahl verdeutlicht den Zusammenhang, auf den ich hinaus wollte, in gleicher Weise.
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