Ich kommentiere nicht auf Linuxnews

Eine Klarstellung in eigener Sache. Ich kommentiere nie auf linuxnews.de. Kommentare, die den Anschein erwecken in meinem Namen zu erfolgen oder sogar meinem Namen als Nick verwenden sind Fakes.

Ich wurde dankenswerterweise auf diesen Artikel und die darunter befindlichen Kommentare aufmerksam gemacht. In den Kommentaren zum Artikel wird nicht nur [Mer]Curius verlinkt, sondern erstens die Vermutung geäußert, ein „Diskussions“teilnehmer wäre ich und ein weiterer Kommentator gibt das durch die bewusste Verwendung meines Namens ganz deutlich vor. Deshalb möchte ich klarstellen, dass ich mich dort bereits seit vielen Monaten nicht mehr an Diskussionen beteilige und das auch zukünftig nicht vorhabe.

Linuxnews ist ein perfektes Beispiel dafür, wie eine Plattform durch ein falsches Verständnis von libertären Moderationspraktiken und der Hoffnung auf eine gegenseitige Kontrolle der Beteiligten in einem toxischen Umfeld wie der Linux-Community immer weiter abgleitet und den Weg nimmt, den Plattformen wie Pro-Linux und Heise vor ihr genommen haben und zur Spielwiese für Trolle, Selbstdarsteller und selbsternannte Experten wird. Das ist umso bedauerlicher, weil die geschrieben News und Artikel für sich selbst genommen immer noch lesenswert sind.

Deshalb die Klarstellung für die Zukunft: Egal, wer dort irgendetwas schreibt. Ich bin es sicher nicht.

9 Kommentare

  1. Hallo Gerrit!
    Ich habe als Nutzer von Debian auch den Artikel gelesen und dann die Kommentare darunter.
    Ich finde das immer wieder schlimm, dass nach kurzer Zeit solche Diskussionen auf ein geradezu erschreckendes Niveau abdriften.
    Sowas in der Form ist mir noch als Windows-Nutzer in entsprechenden Diskussionen dort nicht in der Art aufgefallen. Zumindest nicht bewusst.
    Ich kann auch nicht verstehen, wie man (durchaus berechtigte) Kritik an der selbst genutzten Distribution jemanden so in Rage bringen kann, dass man gleich zu persönlichen Anfeindungen greifen muss?!
    Also noch nicht so langjähriger Linuxnutzer habe ich mir durchaus erhofft, in diesen Diskussionen auch einmal Infos für mich zur Erweiterung meines Horizonts zu erhalten, aber in solchen Fällen steige ich dann immer schnell wieder aus.
    Schade eigentlich!

    • Das wundert mich nicht.

      Viele der auf solchen Plattformen sich auffällig äußernden Linux-Anwender kennzeichnet ein hohes Maß an allgemeiner Frustration, Überhöhung ihrer eigenen intellektuellen Fähigkeiten, weil sie vermeintlich die Erkenntnis hatten (Wechsel zu Linux), gepaart mit Verachtung für weite Gesellschaftsteile (das haben sie mit den Querdenkern gemein) und bei vielen kommt noch eine ordentliche Portion Misogynie dazu. Dazu kommt dann noch ein Führerkult, der sich auf unterschiedliche Figuren richten kann. Sehr schön zu sehen an einem Kommentator, in dem Artikel, der sich manchmal servil gibt und dann vermutete Feinde seines „Helden“ massiv attackiert.

      Wenn man in solchen toxischen Umgebungen nicht/kaum moderiert und auf allgemeine Vernunft hofft, landet man genau da wo Linuxnews jetzt bei vielen Diskussionen steht. Der Betreiber einer Plattform kann nichts für seine Leser und kann auch nichts für die Kommentatoren, aber die Moderationsrichtlinie liegt in seinen Händen und für die ist der Betreiber durchaus verantwortlich.

      • Ich kann das ganze einfach nicht nachvollziehen! Man hängt z.B. bei Linux die Freiheit ganz hoch auf, auch die Vielfalt, die an sich jedem „seine“ Distribution bescheren dürfte, und am Ende wird man dann wegen der Nutzung einer bestimmten angemacht.
        Als ich angefangen habe mich mit Linux zu beschäftigen, kam ich auch zu dem Thema systemd. Nachdem was ich da in Diskussionen über Lennart Poettering alles zu lesen bekam, konnte man meinen, der ist das Böse selbst. Das war so mein Einstieg in die Linux-Welt.
        Und was gar nicht geht, ist unter einem Fakenamen den Eindruck zu erwecken, dass ein anderer kommentiert.

  2. Bitte jetzt nicht selber in Überheblichkeit verfallen. Linux-Nutzer sind keine homogene Gruppe und nicht alle FOSS-Enthusiasten sind ideologisch verblendet. Das Niveau in vielen Foren ist leider erstaunlich flach und voller Aggression. So etwas habe ich auch schon außerhalb der Linux-Community erlebt. Je emotionaler ein Thema behandelt wird, desto mehr Trolle und Hater tauchen auf. Also, anstatt hier eine Gruppe von „Schuldigen“ zu definieren bitte individuell auf unangemessene Posts reagieren (und manchmal besser ignorieren).
    Insofern kann ich Gerrit gut verstehen, wenn er in manchen Blogs und Foren nicht mehr kommentiert.

  3. Gerrit meinst du das ernst?
    Linux-Anwender kennzeichnet ein hohes Maß an allgemeiner Frustration, Überhöhung ihrer eigenen intellektuellen Fähigkeiten, weil sie vermeintlich die Erkenntnis hatten (Wechsel zu Linux), gepaart mit Verachtung für weite Gesellschaftsteile (das haben sie mit den Querdenkern gemein) und bei vielen kommt noch eine ordentliche Portion Misogynie dazu.
    Trifft das auch auf dich zu?
    Du benutzt doch Linux oder?

    • Bitte genau lesen. Ich bezog mich ganz eindeutig auf jene Kommentatoren, die sich auffällig in solchen Diskussionen äußern und nicht allgemein auf Linuxnutzer.

      Deine verkürzte Interpretation meines Kommentars in einem anderen Blog zu posten und dann dort eine Entschuldigung zu verlangen ist übrigens extrem schlechter Stil.

  4. Ich hoffe, Du moderierst die Kommentare hier weiterhin wie bisher.

    Ferdinands Beiträge lese ich gern, sie bieten einen guten Überblick mit Schwerpunkt auf Linux. Er tut sich aber keinen Gefallen damit, fast alles durchzulassen und einer ganz speziellen Klientel ein Forum zu bieten, außer er zielt ganz bewusst auf deren Klicks ab.
    Zu dem genannten Artikel habe ich einige Kommentare geschrieben und mein Lehrgeld bezahlt. Wird nicht mehr vorkommen.
    Sollte LinuxNews noch weiter abdriften, kann es auch passieren, dass ich es aus meinen Bookmarks werfe wie seinerzeit Pro-Linux.

  5. Vorweg: Ich sehe bei der Moderation von Foren durchaus das Problem der Grenzziehung, also der Frage, ab wann ich Zensur ausübe. Da bin ich auch mit mir selbst noch lange nicht im Reinen.
    Die Artikel auf Linuxnews lese ich gerne, genau wie ich es hier oder bei Dedoimedo mache. Ich schaue dann auch oft in die entspechenden Kommentarregionen. Mein pragmatischer Ansatz dabei: Ich moderiere für mich selbst. Sollten mir Diskussionen zu toxisch werden, steige ich einfach aus.
    Zunehmend fällt mir aber auf, dass dieses immer schneller der Fall ist. Ich habe den Eindruck (allerdings bei weitem nicht nur im Linux-Umfeld), dass sich am ehesten die Vertreter von Extrem-Ansichten zu Wort melden und die sachliche Auseinandersetzung auf der Strecke bleibt. Insofern kann ich Gerrits Standpunkt verstehen. Aber schade, aus Diskussionen zwischen ihm und Ferdinand könnte man bestimmt viel herausziehen ;-).

    • Ich finde das überhaupt nicht schwer ehrlich gesagt. Wenn man einfach jeden Kommentar löscht, der inhaltlich nichts mit dem Artikel zu tun hat, löst man 90 % des Problems. Das ist keine Zensur, weil die Kommentarfunktion eines Blogs ja kein offenes Forum ist, sondern immer mit dem Blogbeitrag in Verbindung steht. Die restlichen 10 % fängt man ein, indem man persönliche Diffamierung und Beleidigung abfängt. Also Sachen, wo die Meinungsfreiheit ganz objektiv endet.

      Wenn man nicht bereit ist, diese Moderationsarbeit zu leisten, darf man keinen Kommentarbereich haben. Da steht man als Betreiber auch in der Pflicht.

Kommentarfunktion ist geschlossen.

Mehr aus dem Blog

Warum man „Face unlock“ mit einem Google Pixel 7 nicht nutzen sollte

Biometrische Entschlüsselung ist ein Thema für sich. Selbst wenn man dem nicht gänzlich ablehnend gegenüber steht, sollte man nicht leichtfertig jede Lösung nutzen. Gesichtserkennung...

iOS und Android können VPN umgehen

VPN ist für Anonymität einfach keine gute Idee. Wer dafür noch weitere Gründe braucht, muss sich nur die aktuellen Berichte über das iPhone-Betriebssystem iOS...

Mastodon – So schnell kann es gehen

Im Frühjahr, als die Kaufabsichten von Elon Musk publik wurden, schrieb ich einen skeptischen Kommentar, was den prognostizierten massenhaften Wechsel zu Mastodon betrifft. Meine...

Vertrauen – Warum Werbung zur Monetarisierung manchmal gut ist

Früher hat man etwas bei Stiftung Warentest gelesen oder einen Ratgeber aus einem angesehenen Verlag gekauft. Vertrauen transportierte die Marke des Verlages. Heute vertrauen...