Links der Woche KW4 – Gesichtserkennung

Das beherrschende Thema der vergangenen Woche war sicherlich die Gesichtserkennung und die damit verbundenen Gefahren und die vermeintlichen Potenziale für die Sicherheitsbehörden. Vorerst nimmt die Bundesregierung davon noch abstand aber das Thema wird uns weiter beschäftigen.

Überwachung

Die Bundesregierung hatte im ursprünglichen Gesetzesentwurf für das Bundespolizeigesetz vage die Erlaubnis zur automatisierten Gesichtserkennung vorgesehen. Die Technologie verbinden wir vor allem mit ausgeklügelten Überwachungsstaaten wie China aber auch westliche Staaten wie Großbritannien experimentieren damit bereits. Dankenswerterweise zeigte das Clearview Leak diese Woche die Gefahren dieser Technik auf. Unabhängig davon zeigt sich mal wieder das mangelnde Verständnis konservativer Politiker für Bürgerrechte. Der politische Konservativismus, der einst bereitwillig Hitlers Steigbügel hielt, scheint nun offenbar gewillt die technischen Voraussetzungen für die nächste Diktatur zu errichten.

Daten-Industrie

Heise hat ein interessantes Interview mit Britanny Kaiser, die für Cambridge Analytica arbeitete, geführt. Pflicht-Lektüre für alle jene, die nichts zu verbergen haben.

IT Sicherheit

Politischer Druck des FBI hat zudem dazu geführt, dass Apple auch zukünftig die iCloud Backups nicht verschlüsselt. Dadurch haben Apple und die Behörden per Backup-Hintertür Zugriff auf eigentlich verschlüsselte Inhalte wie iMessages & Co. Der Backup-Zugriff macht zudem die Verschlüsselung der Geräte unbedeutend. Einzige Abhilfe: Keine Backups in der iCloud anlegen, sondern Offline auf einem anderen Gerät.

Passend dazu warnt der Bundesdatenschutzbeauftragte vor den Gefahren der Passwortherausgabe.

Open Source

Nextcloud hat mit der neuen Version Nextcloud Hub endgültig den Weg in eine umfassende Cloud Suite eingeschlagen. Einzig: Es funktioniert mal wieder nicht so einfach wie von Nextcloud angekündigt.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von Megan_Rexazin via pixabay

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