Symbolbild "iPhone"

Apple musste sich hinsichtlich der Supportdauer schon bisher nicht verstecken. Smartphones mit dem Apfel bekamen überdurchschnittlich lange neue Versionen des Betriebssystems iOS.  Neu seit vergangenem Herbst ist, dass es nun auch eine Übergangsperiode für alte Versionen gibt. Diese bekommen nun auch noch Sicherheitsupdates für eine gewisse Zeit.

Fünf Jahre konnte man bisher mit einem iPhone gut rechnen. So bekam beispielsweise das iPhone 5s mit Erscheinungsjahr 2013 noch im Jahr 2018 das Update auf iOS 12 spendiert. Bis vor kurzem galt aber, dass dann unmittelbar Schluss war. Stand ein Gerät auf der Liste der nicht mehr unterstützten Geräte, musste man unmittelbar auf ein neues Gerät wechseln um weiterhin in den Genuss von Sicherheitsupdates zu kommen. Gemessen an der Android Konkurrenz war dies dennoch ein guter Zustand.

Im vergangenen Herbst änderte Apple dies ohne große Ankündigung. In den letzten Monaten kam bei jedem Minor-Update für iOS 13 auch ein Sicherheitsupdate für iOS 12. Ob damit alle Sicherheitslücken gefixt wurden ist nicht bekannt, weil Apple hier nicht sonderlich transparent ist.

Der Grund ist nicht offiziell bekannt, könnte aber daran liegen, dass Apple immer mehr aktive Geräte zählt und die langsamere Verbreitung von iOS 13 im Vergleich zu den Vorgängerversionen für eine zunehmend ältere Gerätebasis spricht. Diese möchte man scheinbar nicht ganz ohne Sicherheitsupdates wissen.

Für Apple ist das eine zwiespältige Geschichte. Einerseits hat man ein finanzielles Interesse daran, dass die Kunden regelmäßig ihren Gerätepark erneuern. Andererseits sorgen die langen Updatezeiträume für zufriedene Kunden und man sieht die Zukunft des Unternehmens auch zunehmend im Service-Geschäft. Hier ist es ziemlich egal, wie alt das Gerät ist, mit dem der Kunde Apps kauft, Apple Music hört oder Apple TV+ guckt.

Außerdem hat keine Entwicklerfirma ein Interesse daran ein Ökosystem voll nicht mehr gewarteter Geräte zu generieren. Google und Microsoft können da ein Lied von singen. Sowas zehrt am Ruf und kann schlimmstenfalls (siehe Windows) Kaskaden von infizierten und sich immer wieder infizierenden Systemen auslösen (siehe: Kommentar: Upgradeverweigerer und der Infektionskreislauf).


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von Jan via pixabay

 

Gerrit
Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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