Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Mozilla Firefox absichern

Tracking (dt. Verfolgung, Spurbildung) bezeichnet meistens die systematische Überwachung der Internetaktivitäten eines Einzelnen mit dem Ziel ein möglichst umfassendes Profil seiner Aktivitäten zu erstellen. Das Ziel ist meist diese Aktivitäten webseitenübergreifend nachvollziehen zu können. Die großen Tracking- und Werbenetzwerke bedienen sich dabei technischer Methoden, die meist für andere Zwecke entwickelt wurden (z. B. Cookies oder JavaScript). Daher ist es prinzipiell möglich das Tracking durch technische Gegenmaßnahmen im Browser zu unterbinden.

In diesem Artikel werden daher einige der bekanntesten Maßnahmen beschrieben und Schutzmechanismen vorstellt. Firefox ist gegenwärtig die beste Wahl um sich vor Tracking zu schützen. Einige irritierende Entwicklungsentscheiden in den vergangenen Monaten (siehe: Firefox Quantum - Abstieg trotz Quantensprung?) ändern daran momentan noch nichts.

Sinnvolle Firefox Addons

Vorbemerkungen

Selbstdatenschutz setzt einen gut konfigurierten Browser voraus. Zuerst sollte man sich von Google Chrome und auch Chromium verabschieden. In beide Browser sind zu viele Analysedienste von Google eingebunden, als das man den Einsatz auch nur halbwegs empfehlen könnte. Google ist und bleibt vorerst eine Werbefirma. Ein Großteil des Konzernumsatzes wird mit Werbung erzeugt.

Eine gute Grundlage ist deshalb nach wie vor Firefox, da dieser transparent und offen entwickelt wird und Mozilla in keiner direkten Abhängigkeit zu werbetreibenden Firmen steht. Die Entwicklung von Firefox in den vergangenen Jahren lässt sich nur als ambivalent bezeichnen. Einerseits integriert man zweifelhafte Dienste wie Pocket und Google Safebrowsing, andererseits pflegt man Änderungen des Tor Projekts in den Hauptzweig ein um den Anwender besser zu schützen.

Mozilla Firefox muss aber noch eigens angepasst werden. Zuerst einmal sollte man die Zahl der Addons auf das notwendiste Beschränkungen. Seit der WOT-Geschichte im vergangenen Jahr dürfte hinreichend bekannt sein, dass diese Addons Daten sammeln und übertragen können. Nicht eine hohe Zahl installierter Addons schützen den Anwender, sondern die richtigen.

Einstellungen

Für einen optimalen Schutz müssen viele kleine Einstellungen in Firefox angepasst werden. Dazu gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet, z.B. auf GitHub. Sehr viele dieser Optionen unterstützt auch das Addon Privacy Settings. Insbesondere für unerfahrene Anwender lohnt sich ggf. der Griff zu letzterem. Wer etwas lernen möchte und verstehen will, welche Veränderungen in den Weiten von about:config erfolgen, sollte aber den steinigen Weg der manuellen Konfiguration nehmen.

Trackingschutz

Firefox bietet einen integrierten Trackingschutz auf Basis der Disconnect-Listen. Dieser ist aber meiner Meinung nach nicht weitreichend genug, weshalb uBlock Origin installiert werden sollte. Die Standardkonfiguration von uBlock Origin ist bereits recht sinnvoll. Zusätzlich kann man noch eine Social Blocking Liste aktivieren, wodurch die Sharing-Buttons diverser sozialer Netzwerk ausgeblendet werden.

Weiterhin benötigt man einen Canvas Blocker wie z.B. Canvas Defender oder CanvasBlocker.

Container

Container sind ein relativ neues Konzept in Firefox. Vereinfacht gesagt möchte Mozilla hier die Informationen, die unterschiedliche Webseiten auf dem System hinterlassen (Cookies, s. g. Super-Cookies etc.) voneinander isolieren und damit seitenübergreifendes Tracking unterbinden. Mozilla Firefox verhindert damit nicht die Tracking-Elemente, wohl aber, dass sie einen über die Ursprungsseite hinaus verfolgen können.

Momentan ist die Funktion nicht standardmäßig aktiviert. Wer sich die manuelle Konfiguration in about:config ersparen möchte kann sich einfach das Addon First Party Isolation von freddyb installieren. Das Addon ist sehr einfach gehalten und ermöglicht lediglich das an- und abschalten der Funktion - allgemein und für einzelne Webseiten.

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Tags: Sicherheit, Datenschutz, Firefox, Mozilla, Tracking

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