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openSUSE Leap 15.0 - Time Machine auf SMB Freigabe sichern

Time Machine ist die universelle Backuplösung für macOS und Vorbild für Linux-Lösungen wie Back In Time oder Deja-Dup. Mit Time Machine lassen sich Systemeinstellungen, installierte Programme und Benutzerdaten auf externe Speichermedien sichern. Hierfür eignet sich von der externen Festplatte bis zum Netzwerkspeicher jedes mögliche Speichermedium.

Lange Zeit waren AFP-Freigaben dafür notwendig (siehe z. B. Time Machine Backups auf einen Linux Server sichern), was bei Linux die Netatalk-Implementierung erforderlich machte. Inzwischen wendet sich Apple von solchen Insellösungen ab und vollzieht einen Schwenk zu SMB. MacOS 10.14 "Mojave" stellt hier einen Zwischenschritt dar (siehe auch: Time Machine auf einem Linux Server - Stand macOS 10.14 "Mojave"), bei dem beide Implementierungen für Time Machine funktionieren. Wer also ein funktionsfähiges AFP-Backupziel hat braucht nicht zu wechseln, wer Probleme hat oder eine neue Sicherung einrichtet sollte gleich zukunftsfest auf SMB setzen.

Problematisch ist gegenwärtig immer noch, dass Apple einige spezifische Erweiterungen für SMB voraussetzt, damit dieses als Sicherungsziel für Time Machine geeignet ist. Proprietäre NAS-Anbieter wie beispielsweise Synology haben diese sehr schnell implementiert, die Open Source Community brauchte leider mal wieder erheblich länger. Die im März vergangenen Jahres veröffentlichte Version Samba 4.8 enthält nun aber alle benötigten Funktionen. Das Veröffentlichungsdatum zeigt jedoch schon, dass keine ernstzunehmende LTS-Distribution diese Version gegenwärtig ausliefert. Der Linux-Standard ist momentan Samba 4.7 oder älter. Das gilt leider auch für openSUSE Leap 15.0.

Wenn man also auf Leap 15.0 eine Time Machine-taugliche SMB-Freigabe einrichten will, muss man zuerst die Samba-Version aktualisieren. Dank des hervorragenden OBS ist dies zum Glück kein Problem. Dazu muss lediglich folgendes Repository hinzugefügt werden:

http://download.opensuse.org/repositories/network:/samba:/STABLE/openSUSE_Leap_15.0/

Anschließend aktualisiert man die installierte Samba-Version auf die dort gegenwärtig ausgelieferte Variante. Sofern nicht bereits installiert benötigt man zusätzlich noch Avahi:

# zypper in avahi

Nun richtet man eine Freigabe für Time Machine ein. Dazu sind, wie bereits erwähnt, einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Folgendes sollte in der /etc/samba/smb.conf stehen: 

[TimeMachine]
	comment = Time Maschine Backuport
	path = /media/Daten/tmb
	browseable = yes
	writeable = yes
	vfs objects = catia fruit streams_xattr
	fruit:aapl = yes
	fruit:time machine = yes

Hierdurch wird das Speicherziel /media/Daten/tmb genutzt. Diesen Pfad muss man ggf. anpassen.

Als Benutzer empfiehlt es sicher immer für Time Machine einen eigenen Benutzer anzulegen. Bei openSUSE kann man das im entsprechenden YaST-Modul erledigen. Anschließend muss der Benutzer noch als Samba-User angelegt werden:

# smbpasswd -a <user>

Der Benutzer ist zudem noch als Eigentümer des Sicherungsordners einzutragen

# chown <user> /media/Daten/tmb

Abschließend aktiviert und startet man die Dienste für Samba und Avahi:

# systemctl enable smb.service

# systemctl start smb.service

# systemctl enable avahi-daemon.service

# systemctl start avahi-daemon.service

Die SMB-Freigabe lässt sich nun in macOS als Sicherungsziel einrichten.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von FreePhotosART via pixabay

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Tags: Linux, openSUSE, Leap, Samba, SMB, macOS, Time Machine

Ergänzungen zum Artikel

Weitere Informationen können den Nutzungsbedingungen entnommen werden.

Jörg
CentOS/RHEL/Oracle Linux kann das seit dem Dezember 18 und dem Update 7.6 aus den Standard Repos.
Auf Nimmerwiedersehen Netatalk.

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