Symbolbild "Google"

Android 11 steht quasi in den Startlöchern und wie immer geht für Android-Nutzer die bange Frage los welche Geräte wohl ein Update bekommen. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass auch Googles Pixel Serie hier nur begrenzte Zeiträume anbieten und nichts mit Apple mithalten kann.

Wenn man über Android und die ewige Updateproblematik schreibt kommen zuverlässig Kommentatoren, die darauf hinweisen, dass Hersteller xyz es besser macht. Oft ist dies angeblich Google selber mit seiner Pixel-Serie.

Die aktuelle Updateliste zeigt, dass dem nur bedingt so ist. Das Pixel der 1. Generation von 2016 ist aus dem Support gefallen und erhält kein Android 11 mehr. Die Pixel-Reihe führte trotzdem hier noch die Android-Riege an. Bei Samsung wird es den Gerüchten nach Android 11 nur noch für S10 und neuer geben. Bei Huawei liegt die Grenze wohl beim P30. Alles Modelle aus dem Jahr 2019 womit sich die durchschnittliche Supportdauer von 2 Jahren für Android Smartphones bestätigt. Zum Vergleich. Das iPhone 6s aus dem September 2015 wird nach vorliegenden Informationen noch das Update auf iOS 14 im Herbst 2020 bekommen.

Während der wirtschaftliche Sinn hinter der Strategie von Samsung oder Huawei offensichtlich ist verstehe ich die Updatepolitik von Google nicht. Die Pixel-Sparte ist eher Prestige-, denn Umsatzbringer und letztlich interessiert sich Google primär für die Daten der Anwender. Ist Android wirklich so ein mieses Betriebssystem, dass es auf einem 4 Jahre alten Prozessor wie dem Snapdragon 821 nicht mehr läuft?

Es gibt keine belastbaren Daten wie lange die Deutschen ihre Smartphones nutzen. Es gibt aber Hinweise darauf, dass Smartphones länger genutzt werden, als noch vor wenigen Jahren. Schaue ich mich in meiner Umgebung um, so sehe ich sehr viele ältere und alte Modelle. Ein Indikator ist hier ja meist schon das fehlende Fullscreen-Display. Das macht auch Sinn, da die Entwicklung nicht mehr so rasant verläuft wie vor 5 Jahren und Smartphones technisch deutlich langsamer veralten. Ich halte daher die Nerdblase mit einer Smartphone-Lebensdauer von 12-24 Monate für nicht repräsentativ. Im Zuge der Corona App-Diskussion kam der hohe Anteil an veralteten Betriebssystemen schließlich ebenfalls zur Sprache.

Allerdings ist es den meisten Anwendern wohl egal, ob ihr Smartphone noch Updates bekommt oder nicht. Das Problembewusstsein ist anders als beim Desktop oder Notebook noch nicht sonderlich verbreitet.

Nachhaltiger und auf die Jahre vermutlich sogar preiswerter sind iPhones. Eine Ironie wenn man bedenkt, dass Linux und freie Software auf dem Desktop exakt für das Gegenteil steht: Langlebigkeit und Ressourcensparsamkeit.


Bilder:
Einleitungsbild und Beitragsbild von von mohamed Hassan via pixabay 

Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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