Im März stellte ich die Frage ob Custom ROMs generell in der Krise sind (siehe: Custom ROMs in der Krise?). Während das Problem grundsätzlich nicht von der Hand zu weisen ist, darf man aber die regionale Fragmentierung des Android-Markts nicht unterschätzen.

Der Android Markt ist allgemein extrem unübersichtlich. Es gibt nicht die Top 10 der Android Modelle für die gesamte Welt. Das fängt schon bei den vielen Sondermodellen für bestimmte Weltregionen an und bei den zahlreichen Rebranding-Maßnahmen. Das Vorjahresmodell wird dann mit leichten Modifikationen zum „Lite“ Modell diesen Jahres etc. pp.

Hinzu kommen regional extrem unterschiedlich ausgeprägte Präferenzen für Hersteller. Abgesehen von Samsung ist kaum ein Anbieter von Android Smartphones auf der ganzen Welt erfolgreich. Schaut man sich den deutschen Markt an, so bestimmen neben Samsung vor allem Huawei und Xiaomi das Bild. Danach kommen weitere Hersteller aus China wie Oppo, OnePlus und aus alter Verbundenheit spielen Smartphones unter dem Nokia-Branding ebenfalls noch eine Rolle. Viele Mobilfunkanbieter listen zudem noch das Fairphone.

Ganz anders sieht das in Märkten wie den USA aus. Dies beginnt schon bei der Verteilung zwischen Android und iOS. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen der Welt teilen sich beide Betriebssysteme den Markt jeweils circa zur Hälfte. Huawei und Xiaomi spielen im Android Segment nahezu keine Rolle, was sicherlich auch an der restriktiven US-Politik gegen Huawei liegen dürfte. Relevanz hat hingegen LG, das hierzulande massiv an Boden verloren hat und die Lenovo-Tochter Motorola, die formell immer noch in den USA beheimatet ist.

Das ist auch der Grund weshalb die Situation bei Custom ROMs für Huawei sehr schlecht aussieht. Denn die Community Entwickler kommen größtenteils nicht aus Deutschland und oft nicht mal aus Europa. Custom ROMs werden für verfügbare Geräte erstellt, meistens für solche, die man selbst besitzt. Hat Huawei oder Xiaomi keine Absätze sieht es auf XDA-Developers meist schlecht aus. Dementsprechend schlecht sieht es für Kunden aus Deutschland aus.

Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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