Symbolbild Podcast

Im Podcast NPP 183 stellen Matthias Kirschner und Katharina Nocun die Initiative Public Money, Public Code vor. Daneben geht es sehr viel um freie Software allgemein. Es lohnt sich in den Podcasts rein zu hören.

Inhaltlich werden folgende Aspekte behandelt:

  • Die Bedeutung der vier Freiheiten freier Software für die Gesellschaft
  • Prinzip „Freie Software“
  • Unsicherheit der gegenwärtigen proprietären (Staats-)Infrastruktur
  • Vorstellung der Initiative PMPC und ihren neuen Ansatz
  • Bedeutung der stetig wachsenden IT in der Staatsverwaltung und ihre Auswirkungen auf demokratische Strukturen („Wer kontrolliert die Geräte?“)
  • Lizenzmodelle unfreier Software mit stark restriktiven Bestandteilen
  • Abkehr von Leuchtturmmodellen (LiMux)
  • Wirtschaftsmodelle bei freier Software
  • Probleme bei der Berücksichtigung in staatlichen Ausschreibungen.
  • Eigentum und Urheberrecht

Kirschner und Nocun vertreten die Anliegen sehr eloquent. Einige Beispiele zur Funktionsweise von freier Software sind sehr schön und verdeutlichten die Prinzipien. Schade ist, dass der Gastgeber wenig kritisch nachfragt. Sowohl Kirschner, als auch Nocun äußern ab und an Allgemeinplätze, bei denen kritische Nachfragen angebracht gewesen wären.

Sehr kritisch fand ich im späteren Verlauf des Podcasts die Inhalte zum Urheberrecht, sowie zu kapitalistischen Wirtschaftsmodellen. Es gibt eigentlich keinen direkten Zusammenhang zwischen freien Lizenzen und dem geistigen Urheberrecht. Sowohl die GPL, als auch die Creative Commons Lizenzen bauen letztlich auf das Urheberrecht auf. Mit der zumindest unterschwellig geäußerten Forderung nach einer Abschaffung des Urheberrechts begeben sich die drei Gesprächspartner auf dünnes Eis. Das ist bedauerlich, weil die FSFE ansonsten versucht weniger radikal aufzutreten und dadurch größere Zustimmung zu erreichen. Hier sieht man vermutlich auch die Auswirkungen der Urheberrechts-Kampagne und ihre Auswirkungen auf andere Bereiche.


Bilder:
Einleitungsbild und Beitragsbild von von 200 Degrees via pixabay

Gerrit
Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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