Openmediavault (omv) ist ist ein NAS-Aufsatz für Debian (siehe auch: openmediavault – NAS/Heimserver für GUI-Liebhaber), der es auch Anfängern ermöglicht einen Linux-basierten Netzwerkspeicher in den eigenen vier Wänden zu betreiben. Es ist damit die Linux-Alternative zu FreeNAS, das mehr Optionen bietet, aber auch ein bisschen BSD-Kenntnis voraussetzt (siehe: Ausflug in die BSD-Welt: FreeNAS).

Openmediavault basiert auf Debian 9 „Stretch“, weshalb die ausgelieferte Samba-Version zu alt ist um als Ziel für eine Time Machine Sicherung zu fungieren (siehe auch: Time Machine auf einem Linux Server – Stand macOS 10.14 „Mojave“). Es ist daher notwendig das Netatalk-Plugin nachzuinstallieren. Dies kann man entweder über die GUI erledigen oder per SSH auf der Kommandozeile:

# apt-get install openmediavault-netatalk

Zuerst legt man einen neuen Benutzer an, der auf die später einzurichtende Freigabe zugreifen darf. Der Einfachheit halber kann man ihn tmb nennen. Der neue Benutzer muss keiner besonderen Gruppe geordnet werden.

Anschließend steht unter „Dienste“ Apple Filing zur Verfügung, wo man eine entsprechende Freigabe einrichtet.

Den freizugebenden Ordner kann man natürlich selbst wählen. Wichtig ist die Time Machine Unterstützung zu aktivieren und ein Quota festzulegen, denn ansonsten läuft irgendwann die gesamte Partition voll auf der die Freigabe liegt.

Über die Lupe rechts neben dem freigegebenen Ordner kann man nun noch die Zugriffsrechte einstellen. Dem zuvor angelegten Benutzer tmb müssten hier Lese- und Schreibrechte eingeräumt werden.

Der OMV-Server steht nun als Backupziel für Time Machine Sicherungen zur Verfügung. Die weitere Einrichtung kann nun unter macOS erfolgen. In den macOS Systemeinstellungen unter Time Machine lässt sich nun unter Volume auswählen das OMV-NAS auswählen. Bei der Abfrage von Benutzername und -passwort sind die Daten des zuvor erstellten Benutzers einzugeben – im konkreten Beispiel also von tmb.

Je nach Sicherung des Servers sollte man noch in Erwägung ziehen das Time Machine Backup zu verschlüsseln. Es macht beispielsweise recht wenig Sinn den Mac mit FileVault zu sichern, wenn zwei Zimmer weiter der unverschlüsselte Sicherungsserver steht.

Eine Homeserver ist natürlich kein ordentliches Backupmedium. Ein mit dem Rechner verbundenes Medium (auch via Netzwerk) ist kein ideales Sicherungsmedium, da es bei vielen Problem mit betroffen sein kann (nicht zuletzt durch Bedienfehler des Anwenders). Zudem kann auch der Homeserver ausfallen, insbesondere bei Geräten im 24/7-Betrieb ist das nur eine Frage der Zeit. Der Server sollte also selbst ebenfalls gesichert werden. Die Sicherung über den Zwischenschritt Server (letztlich landet alles auf zwei normalen HDD’s, die getrennt aufbewahrt werden) dient vor allem der stündlichen Sicherungsfunktion von Time Machine.

Gerrit
Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

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