Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Symbolbild "Podcast"

Einige Podcast Empfehlungen

Podcasts sind ein ungebrochener Trend und die Auswahl riesig. Auch für die Themen Datenschutz, Datensicherheit, Netzpolitik und Privatsphäre gibt es zig gute und sehr gute Angebote. Was man mag ist natürlich auch ein bisschen Geschmacksache, aber trotzdem gibt es hier ein paar persönliche Empfehlungen.

Ich persönlich bin kein Berufspendler und auch niemand, der Podcasts einfach so nebenbei laufen lässt. Die dafür zur Verfügung stehende Zeit pro Woche ist daher endlich und neben den oben genannten Themen interessiere ich mich auch noch für andere Sachen (Politik, Wissenschaft) und muss deshalb eine Auswahl treffen.

Inhaltlich mag ich keine dieser Laberpodcasts, die früher sehr verbreitet waren. Es dürfen natürlich gerne mehrere Menschen beteiligt sein, aber diese sollten vorher die Inhalte auch vorbereitet haben und sich nicht einfach merkbar durch die Folge quasseln. Von der Länge schätze ich kurze Podcasts mit 20-30 Minuten. Stimmt Inhalt und Qualität höre ich aber auch Folgen mit 1,5 Stunden Länge. Alles darüber ist einfach zu lang.

Die Podcasts folgen nun in alphabetischer Reihenfolge.

Der Datenschutz Podcast

Klaudia Zotzmann-Koch spricht in diesem Podcast über zahlreiche verschiedene Themen. Ich finde es sehr angenehm ihr zuzuhören und die Themen sind oft abseits des üblichen Datenschutz/Privatsphäre Mainstreams gelegen. Die Länge der Folgen variiert von 20 Minuten bis 2 Stunden. Seit Anfang des Jahres gibt es nun leider schon eine längere Pause.

Die Datenwache

Die Datenwache von Dr. Michael „Mitch“ Symalla ist ein relativ praktisch konzeptionalisierter Podcast. In bisher rund 50 Folgen behandelt er auf jeweils ca. 20 Minuten ein konkretes Thema zur Verbesserung der digitalen Sicherheit. Der Zuhörer geht meist mit konkreten Tipps und Hinweisen zu mehr digitaler Absicherung aus der Folge. Obwohl die Zielgruppe eher normale, aber ambitionierte Anwender anspricht, empfinde ich die Folgen trotzdem als kurzweilig und nehme oft den einen oder anderen zusätzlichen Denkanstoß mit.

Denkangebot

Denkangebot ist der Podcast von Katharina Nocun. Ihre Podcasts sind verhältnismäßig lange, aber sehr gut recherchierte Features, die sie alleine spricht. Zu Wort kommen sonst nur noch Interview-Partner in Form von O-Tönen und Bonus-Folgen mit Interviews. Inhaltlich geht es um "Internetthemen", Datenschutz und Bürgerrechte. Neue Folgen kommen ca. einmal pro Monate, wobei Anfang diesen Jahres auch mal eine längere Pause dazwischen lag.

Logbuch:Netzpolitik

Vermutlich der bekannteste Podcast zu Netzpolitik in Deutschland. Stilistisch zeitlos, inhaltlich relevant und vermutlich allen Lesern bekannt.

Netzpolitik.org

Sicherlich die Marke für Informationen zur Netzpolitik, digitalen Bürgerrechten und damit zusammen hängenden Themen. Ich persönlich finde den Podcast nicht so stark wie das geschriebene Blog aber er sollte trotzdem in keiner Mediathek fehlen. Die Folgen-Schlagtahl hält sich in Grenzen, weshalb sich der Podcast auch für Gelegenheitshörer eignet. 

Rechtsbelehrung

Datenschutz und digitale Privatsphäre sind ohne die Berücksichtigung des rechtlichen Rahmens undenkbar. Datenschützer müssen deshalb keine Volljuristen sein (so wie sie auch keine Informatiker sein müssen), sollten aber Bereitschaft zur Beschäftigung mit Jura-Themen mitbringen. Als Ansatz bietet sich da der Rechtsbelehrungs-Podcast mit Marcus Richter und Thomas Schwenke an. Hier geht es oft um Bürgerrechte, aber auch um andere Themen. Die meisten Folgen sind ca. 1,5 Stunden lang.


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von 200degrees via pixabay

Tags: Datenschutz, Podcast

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Immer größere Teile unseres Lebens haben sich in den vergangenen Jahren digitalisiert. Es gibt heute unzählige Dienste und jeder Mensch hinterlässt permanent Spuren. Die Datensätze, die hier entstehen wecken viele Begehrlichkeiten. Es besteht aber auch die Möglichkeit durch gezielte Maßnahmen die eigene Datenspur zu minimieren und Daten effektiv und sicher zu schützen. Damit entgeht man zwar nicht jeder Überwachungsmaßnahme, erlangt aber zumindest teilweise die Kontrolle über die eigenen Daten zurück.

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