Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Bild von TeroVesalainen via pixabay / Lizenz: CC0 Creative Commons

BSI Empfehlungen für Ubuntu

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat ein 6-seitiges Papier zum sicheren Einsatz von Ubuntu heraus gegeben (Direktlink PDF). Damit komplettierte das BSI seine Empfehlungen, die bereits für Windows 7 und 10, sowie macOS vorlagen.

Das Papier ist leicht verständlich verfasst und beinhaltet die wesentlichen Punkte. Man geht auf Virenschutz (nicht notwendig), Backups (dringend notwendig) und die verfügbaren Standardprogramme ein. Hier empfiehlt man insbesondere den direkten Bezug aus den Paketquellen. Bei diesem Punkt fehlt leider der Verweis auf den problematischen Bereich universe.

Ansonsten werden Empfehlungen für automatische Aktualisierungen und eine stärkere Benutzerkontentrennung angeraten, als dies bei Ubuntu standardmäßig der Fall ist. Die Empfehlungen zur Verschlüsselung der Benutzerdaten sind leider mit 18.04 obsolet (siehe: Ubuntu verabschiedet sich von eCryptFS), aber natürlich grundsätzlich nicht falsch.

Die meisten versierten Ubuntu-Nutzer werden in dem Ratgeber wenig neues entdecken. Trotzdem ist es schön, dass das BSI Ubuntu in einer Reihe mit Windows und macOS erwähnt.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von TeroVesalainen via pixabay / Lizenz: CC0 Creative Commons

Tags: Sicherheit, Ubuntu, BSI

Die Kommentarfunktion auf [Mer]Curius soll allen interessierten Leserinnen und Lesern einen Austausch ermöglichen. Kritische Meinungen zum Artikel selbst oder anderen Kommentaren sind ausdrücklich erwünscht. Gleichwohl werden Kommentare vor ihrer Veröffentlichung geprüft. Sie erscheinen daher nicht im unmittelbaren Anschluss nach dem Verfassen.


Die Angabe einer E-Mail Adresse ist optional und lediglich notwendig, wenn ein Abonnement zukünftiger Kommentare gewünscht ist.


Informationen zu verarbeiteten personenbezogenen Daten entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung. Mit dem Verfassen eines Kommentars akzeptieren Sie diese Datenschutzbedingungen.

Lade Kommentar... Das Kommentar wird neu geladen in 00:00.
  • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
    chris1284 · Vor 4 Monaten
    "Virenschutzprogramm
    Die Installation eines Virenschutzprogramms ist, basierend auf dem aktuellen Stand der Bedrohungslage in Bezug auf Schadsoftware für Linux, unter Ubuntu nicht notwendig."

    Kann sowas wirklich empfehlen? Das ist wie " In ihrem Dorf wurde bisher nicht eingebrochen, Türenverschließen aktuell nicht notwendig"
    • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 4 Monaten
      Natürlich kann man das empfehlen. Kein seriöser Linux-Administrator würde etwas anderes sagen.
  • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
    Linuxuser · Vor 4 Monaten
    Hi Cruiz,
    das Papier ist aus dem Jahr 2013 und nicht mehr aktuell. Es wird dort z.B. noch TrueCrypt empfohlen.
    Das solltest du der Vollständigkeit in deinem Artikel erwähnen.
    • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 4 Monaten
      Das Datum steht ja in der Fußzeile des Papers. Ich finde es aber nach wie vor aktuell, da die meisten Empfehlungen sehr allgemein gehalten sind.
  • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
    Thomas_S · Vor 4 Monaten
    Also eine 5-Jahre alte Sicherheitsempfehlung kann man nicht ernst nehmen, selbst wenn das Meiste noch stimmen sollte. Denn die Empfehlung richtet sich ja offensichtlich an Anfänger und die werden völlig verwirrt, wenn da von TrueCrypt und Ubuntu One als Ablageort für Backups die Rede ist. Auch der Umgang mit den aktuellen (CPU-) Bugs könnte mal erwähnt werden. Genauso, wie ein Betriebssystem aus Sicherheitsgründen immer aktualisiert werden muss, gilt das auch für Sicherheitsempfehlungen.
    • Dieses Kommentar ist noch nicht freigegeben.
      Cruiz
      • Administrator
      · Vor 4 Monaten
      Sehe ich nicht so. Die Empfehlungen sind sehr allgemein gehalten. Die CPU-Bugs sind kein Linux-spezifisches Problem und bisher vor allem im professionellen Einsatz relevant.

      Bei der Schnelllebigkeit des Open-Source-Sektors müsste man sonst vermutlich die Empfehlungen alle 6 Monate überarbeiten. Das sollte nebenbei zu denken geben...
Schreibe etwas...
Sie sind Gast
oder als Gast schreiben
  • Betriebssystem wählen

    Das Betriebssystem mit dem Desktoprechner, Notebooks und Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets betrieben werden, dient einerseits als Grundlage jeder weiteren Weiterlesen
  • Daten verschlüsseln

    Verschlüsselung von Daten ist eine der wichtigen Erstmaßnahmen um Datenabfluss zu vermeiden. Externe Festplatten oder Speichermedien kann man verlieren, Notebooks Weiterlesen
  • Kommunikation schützen

    Im Zuge der Digitalisierung haben sich auch die Kommunikations-Kanäle vervielfältigt. Videotelefonie, Instant Messenger, sowohl für den Desktop, als auch im Weiterlesen
  • Anonymisierung

    Anonymität gehört im Zeitalter von Werbetracking und Bestandsdatenabfragen der Vergangenheit an. Mit einigen speziellen Programmen wie TOR oder spezialisierten Systemen Weiterlesen
  • 1