Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Bild von 3dman_eu via pixabay / Lizenz: CC0 Creative Commons

Kommentar: Die Finger von den Firefox-Forks lassen

Die ständige Tendenz zu Forks ist Fluch und Segen der Open Source Welt. Segen, weil Projekte nicht sterben müssen, wenn sich der Hauptentwickler zurück zieht oder aber jegliche konstruktive Entwicklung verweigert. Fluch, weil es zu einem regelrechten Wildwuchs kommen kann. Letzteres kann man gerade sehr schön bei Firefox beobachten und hier ist dringend Vorsicht geboten.

Der Browser-Markt ist schwer umkämpft und Mozilla versucht hier gegenüber den Schwergewichten Google, Apple und Microsoft nicht noch mehr an Boden zu verlieren. Dazu werden bei Firefox alte Zöpfe abgeschnitten und wenn man sich die Presseschau für Firefox Quantum anschaut, kommt dies durchaus positiv an. Aber es gibt natürlich diejenigen Anwender, die jegliche Entwicklung seit - sagen wir mal Windows XP - ablehnen und an ihrem heimischen 19" Monitor mit 1280er Auflösung an den Designänderungen verzweifeln.

Diese konservativen Anwender werden von zahllosen Forks bedient. Neben dem Urgestein SeaMonkey kommen da PaleMoon, WaterFox und viele weiter hinzu. Sie alle teilen eine Gemeinsamkeit: Sie basieren auf der veralteten Technik XUL und dem hat Mozilla mit Quantum den Stecker gezogen. Sobald Thunderbird auf eine neue Basis gestellt ist dürften hier die Lichter ausgehen. Mal abgesehen davon, dass der riesige Addon-Park von Firefox durch die jeweiligen Entwickler kaum noch Pflege erhalten wird, sobald kein offizieller Firefox sie mehr unterstützt.

Der Browser ist das Tor ins Internet. Hier geht man keine Kompromisse in der Sicherheit ein. Keiner der Forks hat genug Entwickler um etwaige Sicherheitslücken schnell und gut zu schließen. Entweder sie stellen ebenfalls auf die neue Quantum-Basis um oder sie werden tickende Zeitbomben.

Das ist der große Nachteil an Open Source. Niemand schützt Anwender und Entwickler vor sich selbst und der Versuchung alte Versionen zu konservieren und sich heillos zu übernehmen.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von 3dman_eu via pixabay / Lizenz: CC0 Creative Commons

Tags: Sicherheit, Open Source, Firefox, Fork

Die Kommentarfunktion auf [Mer]Curius soll allen interessierten Leserinnen und Lesern einen Austausch ermöglichen. Kritische Meinungen zum Artikel selbst oder anderen Kommentaren sind ausdrücklich erwünscht. Gleichwohl werden Kommentare vor ihrer Veröffentlichung geprüft. Sie erscheinen daher nicht im unmittelbaren Anschluss nach dem Verfassen.


Die Angabe einer E-Mail Adresse ist optional und lediglich notwendig, wenn ein Abonnement zukünftiger Kommentare gewünscht ist.


Informationen zu verarbeiteten personenbezogenen Daten entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung. Mit dem Verfassen eines Kommentars akzeptieren Sie diese Datenschutzbedingungen.

Lade Kommentar... Das Kommentar wird neu geladen in 00:00.

Verfasse den ersten Kommentar.

Schreibe etwas...
Sie sind Gast
oder als Gast schreiben
  • Betriebssystem wählen

    Das Betriebssystem mit dem Desktoprechner, Notebooks und Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets betrieben werden, dient einerseits als Grundlage jeder weiteren Weiterlesen
  • Daten verschlüsseln

    Verschlüsselung von Daten ist eine der wichtigen Erstmaßnahmen um Datenabfluss zu vermeiden. Externe Festplatten oder Speichermedien kann man verlieren, Notebooks Weiterlesen
  • Kommunikation schützen

    Im Zuge der Digitalisierung haben sich auch die Kommunikations-Kanäle vervielfältigt. Videotelefonie, Instant Messenger, sowohl für den Desktop, als auch im Weiterlesen
  • Anonymisierung

    Anonymität gehört im Zeitalter von Werbetracking und Bestandsdatenabfragen der Vergangenheit an. Mit einigen speziellen Programmen wie TOR oder spezialisierten Systemen Weiterlesen
  • 1