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Screenshot Ubuntu 20.04

Kein Ubuntu 20.04 Test

Traditionell schreibe ich hier eigentlich immer einen Testbericht zu einer neuen Ubuntu LTS oder zumindest für eines der Derivate. Dieses Jahr lasse ich das aus, denn es gibt einfach nichts zu berichten.

Ich möchte stattdessen auf den Blogpost von Michael Kofler verweisen, der sehr treffend schreibt:

Auch wenn dieser Mini-Test nicht vor Begeisterung sprüht, so bin ich Canonical doch dankbar, dass es Ubuntu (auch und gerade am Desktop, wo aktuell kein Geld zu verdienen ist) weiter entwickelt und pflegt, jede LTS-Version über fünf Jahre mit Updates versorgt etc. Stellen Sie sich vor, Canonical würde zusperren und es gäbe kein Ubuntu mehr: Das würde in der Linux-Landschaft ein riesiges Loch hinterlassen.

Ich habe natürlich die neue LTS getestet. Meine virtuellen Maschinen mit Ubuntu MATE sind bereits umgestellt und ich merke keinen Unterschied. Wüsste ich es nicht, ich würde glauben es wäre immer noch 18.04. Die Notebooks mit Kubuntu kommen dann vermutlich im Laufe des Mai an die Reihe.

Es gibt nur - abgesehen von den obligatorischen Versionsaktualisierungen - so wenig Neuerungen am Desktop, das sich ein Artikel nicht lohnt. Die Release Notes listen nicht umsonst mehrheitlich Sachen auf, die den Server-Einsatz betreffen. Der Linux Desktop ist einfach im Wartungsmodus.

Tags: LTS, Ubuntu, 20.04

Ergänzungen zum Artikel

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Rokko
Ich finde eher, daß die zwei "Großen" -Winmüll & der faule Apfel- eher vor sich hin gammeln und nichts Neues bieten außer Quarantäne für die Benutzungsfreiheit! Oder was Neues bieten die denn?
Hier sind die Neuerungen von Ubuntu seit 2018 aufgelistet:

https://www.omgubuntu.co.uk/2020/04/feature-spotting-in-focal-fossa


Gerrit
Und was findest du an diesen Entwicklungen in 2 Jahren bemerkenswert?
Benjamin
Was war denn in den letzten 4 bis 8 Jahren bemerkenswert? Klar der Wechsel von Unity zu Gnome 3. Wobei Unity in 18.04 noch zur Wahl stand und der Wechsel zu Gnome 3 holperig wirkte. Die letzte positive Neuerung an die ich mich erinnern kann war das HUD mit seiner Suchfunktion für Menüs, und das war eigentlich ein Hack für »unsere traditionellen Anwendungen haben überfrachtete Menüleisten.« Microsofts Ribbon empfinde ich noch immer als langsamer und Kickibunti-Verschlimmbesserung. Interessanterweise kam mit Visual Studio Code dann der Gegenentwurf welcher HUD auf Anwendungsebene weiter denkt aus gleichem Hause.

Mate und Kubuntu zu benutzen finde ich auch bemerkenswert. War Mate doch anfangs für diejenigen die sich weder mit Gnome 3, noch Unity, noch KDE 4 anfreunden konnten und lieber wieder Gnome 2—oder Windows 95, kleiner Seitenhieb—haben wollten. Von KDE 4 hatte ich dann sehr große Erwartungen und es hat sich über KDE 5 ähnlich wie Ubuntu mit Gnome jetzt in wenig bemerkenswerten Schritten kontinuierlich weiter entwickelt. Aber der Anreiz komplett auf KDE umzusteigen war bei mir nie da. XFCE und weitere Projekte will ich nicht übersehen und bin froh dass es sie gibt.

Der revolutionäre neue Desktop wird vermutlich nie kommen. Nicht auf Windows, nicht auf dem Mac und nicht auf Linux. Achtung jetzt kommt dicker Pessimismus: Desktopumgebungen sind für Menschen die mit Computern arbeiten und sich für Computer—und Tastaturen, und Text—interessieren. Andere Menschen suchen eher Unterhaltung denn den eigenen Verstand zu benutzen ist, besonders auf Dauer, anstrengend… »lass uns lieber einkaufen und verreisen. Chrome OS hat alles was ich brauche. (Ups, Datenverlust.)« Auch auf Plattformen wie Android gibt es leider keine große Vision, Accessibility wird von Drittanbietern über den Haufen geworfen weil die eigene App ein (kosmetisches) Alleinstellungsmerkmal braucht.

Und so baut sich jeder der daran interessiert ist aus einem Basisprodukt (vim, Gnome, KDE, VS Code, Windows, macOS) durch eine Vielzahl an Erweiterungen seinen Workflow zusammen. (Auch indem man sich damit befasst: Wie funktioniert die Adressleiste in Firefox/Chrome/Gmail? Wie verschiebe ich Fenster in Gnome/Windows/ChomeOS? Was ist CLI/Readline?) Eigentlich gar nicht so schlecht, nur schwer zu verfolgen.

Ich sag nicht dass der Desktop tot ist, aber nach 10-15 Jahren kann man schon mal sagen: Willkommen im Zeitalter von Extensions, Apps und "Web 2.0". ?

Anonymous
Der Ubuntu Desktop ist halt mittlerweile ein Abfallprodukt von Entwicklungen für die zahlenden Kunden. Solange wie im Fall der ZFS-Snapshots bei Aktionen per APT der Desktop-Anwender ebenfalls dcbr4profitiert, geht das in Ordnung.

5000 Buchstaben übrig


  • Betriebssystem wählen

    Das Betriebssystem mit dem Desktoprechner, Notebooks und Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets betrieben werden, dient einerseits als Grundlage jeder weiteren Weiterlesen
  • Daten verschlüsseln

    Verschlüsselung von Daten ist eine der wichtigen Erstmaßnahmen um Datenabfluss zu vermeiden. Externe Festplatten oder Speichermedien kann man verlieren, Notebooks Weiterlesen
  • Kommunikation schützen

    Im Zuge der Digitalisierung haben sich auch die Kommunikations-Kanäle vervielfältigt. Videotelefonie, Instant Messenger, sowohl für den Desktop, als auch im Weiterlesen
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