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Kommentar: Der Stand von LibreOffice

LibreOffice ist die einzige komplette und freie Office Suite für den Linux Desktop. Andere Produkte wie Calligra decken lediglich Nischenbereiche ab oder sind wie Softmaker Office proprietär. Die Qualität von LibreOffice ist aber nicht so gut, wie oft dargestellt.

In meinem Kommentar zu LaTeX (siehe: Kommentar: LaTeX ist nicht die Lösung) war die harte Formulierung zum Zustand von LibreOffice eher als Aufhänger gedacht, da Probleme mit LibreOffice im wissenschaftlichen Bereich gerne mit einem Verweis auf LaTeX gekontert werden.

LibreOffice ist behäbig in der Anwendung und der Ressourcenverbrauch immens. Über die technischen Ursachen kann man sich streiten, aber Entwickler berichten teilweise von einer uralten Codebasis mit hohen Einstiegshürden. Im Gegensatz zu anderen Großprojekten der OSS-Welt hat man bei StarOffice/OpenOffice/LibreOffice halt nie eine Neuentwicklung gewagt. Während Microsoft, Apple und Softmaker ihre Suiten in den vergangenen 10 Jahren signifikant weiter entwickelt haben und Konzerne wie Google an Office als WebApp arbeiten, hat sich bei LibreOffice weniger getan als man vermuten möchte angesichts zahlloser veröffentlichter Versionen. Die nach vielen Irrungen und Wirrungen halbherzig eingeführte neue Oberfläche ist immer noch experimental, Impress und Base siechen vor sich hin. Die gesamte Suite gehört nicht zu den stabilsten Produkten auf dem Linux Desktop und den Sprung auf Mobilgeräte hat man gar nicht geschafft. Letzteres ist vor allem deshalb problematisch weil dadurch die OASIS-Formate weiter an Boden verlieren.

Viele Ergänzungen unter dem Blogartikel bezogen sich aber auf die Beurteilung von LibreOffice. Daher möchte ich das hier ein bisschen ausführen.

Mein Nutzungsszenario ist natürlich nicht ganz trivial, weil es nicht um den privaten Einsatz geht. Text-Dokumente sind beispielsweise gerne mal mehrere hundert Seiten lang, mit Fuß- und Endnoten versehen und werden über mehrere Jahre (das heißt auch Versionen) hinweg geschrieben. Umfangreiche Präsentationen mit vielen Bildern sind ebenso in Verwendung wie Excel-Tabellen mit zahlreichen Sheets und mehreren tausend Zeilen, sowie Formeln, Übernahmen etc. pp. Genau dafür sollte LibreOffice aber gemäß Außendarstellung geeignet sein.

Denn es gehört zu den Gemeinplätzen von Artikeln zum Einsatz von Linux zu schreiben, dass Office kein Problem ist, weil mit LibreOffice (früher OpenOffice) ein vollwertiger Ersatz zu MS Office existieren würde. Diese Beschreibung kann man so seit bestimmt 15 Jahren lesen und sie wird subjektiv immer weniger wahr. Als ich 2005 umstieg war der Unterschied zwischen MS Office 2003 und OpenOffice 2 in meiner Erinnerung nicht so gravierend wie heute das Gefälle zwischen MS Office 2019 und LibreOffice 6.

Vier Facetten

Oberflächlichkeiten

Das fängt schon bei der Oberfläche an. LibreOffice hat heute immer noch standardmäßig die Anmutung jener Oberfläche, die StarOffice bereits 1995 auszeichnete. Winzige Menüpunkte ohne Text in mehrere Reihen gegliedert. Einer immer älter werdenden und zunehmend konservativen Open Source-Anwenderschaft mag das benutzerfreundlich vorkommen, weil sie mit MS Office <2007 gelernt und die Anwendungsweise verinnerlicht haben. Kleine Symbole ohne Text in horizontalen Reihen sind jedoch alles andere als das. Das gilt umso mehr für Anwender, die mit MS Office nach 2007 gelernt haben (das sind auch schon 13 Jahre), wo es beispielsweise kontextabhängige Menüs und die Hervorhebung wichtiger Elemente gibt.

Die LibreOffice-Oberfläche wurde zwar unter Linux auf GTK 3 portiert, aber davon profitieren auch nur die GNOME-Anwender. Die Darstellung bei alternativen Oberflächen wie elementary OS oder Linux Mint ist immer noch hakelig - von Qt-basierten Umgebungen ganz zu schweigen. Die Darstellung unter macOS ist auch alles andere als sehenswert, geschweige denn an die Eigenheiten des Systems angepasst.

Zwar gab es Anläufe die Oberfläche zu überarbeiten, aber diese waren weder stringent, noch konsistent oder folgten einem sichtbaren Plan. Erst integrierte man die Seitenleiste von Lotus Symphony um dann zusätzlich noch eine Art Registerkarten anzubieten. Beides natürlich standardmäßig deaktiviert und auch nicht vollständig umgesetzt.

Interoperabilität

Der de facto Standard im Office-Bereich sind immer noch die OOXML-Formate von Microsoft. Das kann man bedauern, aber an denen kommt man nicht vorbei. Bei jedem neuen LibreOffice Release darf man lesen, dass wieder die In- und Exportfunktionen verbessert wurden. Trotzdem muss man nur mit Kommentaren und Änderungsverlauf arbeiten um jedes Dokument zuverlässig zu ruinieren. Gleiches gilt für die Darstellung mittel-komplexer XLSX-Dateien. Die Interoperabilität ist zudem auch noch deutlich schlechter, als bei Softmaker Office oder der Apple Works Suite. Vor allem Softmaker kocht hier definitiv auch nur mit Wasser und hat lediglich ca. 15 Mitarbeiter. Das darf man also durchaus kritisieren und der ständige Verweis auf den komplexen OOXML Standard erscheint da eher wie eine Ausrede.

Plattformen

Denn LibreOffice steht zwar auf dem Desktop für alle Systeme zur Verfügung: Windows, macOS, Linux, sogar FreeBSD und Konsorten. Den Sprung auf die mobilen Plattformen hat man aber nicht geschafft. Für Android gibt es lediglich den Viewer und das was Collabora da jüngst für iOS vorgelegt hat wurde in der weniger Linux-lastigen Welt zu Recht verrissen. Die Codebasis scheint eine Portierung auf neue Plattformen nicht so ohne weiteres zuzulassen.

OASIS verliert damit als Dateiformat weiter an Bedeutung, weil man im mobilen Bereich dann auf alternative Lösungen wie Softmaker Office HD oder WPS Office setzen muss - sofern man nicht gleich zu MS Office greift. Einmal erreichte Erfolge in der Akzeptanz und Verbreitung von OASIS macht man durch Untätigkeit auf den Feldern der Zukunft zunichte.

Eben jene kleinen Lösungen im mobilen Sektor wie die Produkte von Softmaker oder WPS zeigen, dass man nicht die Finanzmittel von Microsoft braucht um etwas akzeptables auf die Beine zu stellen.

Einzelne Programme und Stabilität

LibreOffice besteht wie die meisten Suiten aus mehreren einzelnen Bestandteilen. Diese kann man nicht alle gleich beurteilen. Während der Writer noch vernünftiges arbeiten zulässt sind andere Bestandteile von LibreOffice schon legendär abgehängt.

Dazu gehört nicht nur LibreOffice Base, das immerhin konkurrenzlos bei den MS Office Alternativen ist, sondern auch LibreOffice Impress ist immer wieder für einen Lacher gut. Ein Absturz einer Präsentation kommt immer gut bei Anwendern an, vor allem wenn sie anwendungsgemäß gerade vor Publikum stehen.

Überhaupt kann LibreOffice bei sehr großen Dateien zu einer unkalkulierbaren Geschichte werden. Es kann aber nicht die Aufgabe des Anwenders sein die Arbeitsprozesse an den Unzulänglichkeiten der Software auszurichten und große Dateien manuell in viele kleine Einzeldateien zu zerlegen um die Arbeit nicht zu gefährden. Je nach Erfahrung vermeiden zudem manche Updates, weil sie der Entwicklung nicht trauen, andere hecheln jedem Update hinterher in der Hoffnung auf Besserung. Eine solide Außendarstellung sieht jedenfalls anders aus.

Einordnung

Natürlich kann man froh sein, dass es überhaupt LibreOffice gibt. Es ist die einzige brauchbare freie Office-Suite. Ohne LibreOffice stände Linux auf dem Desktop sicherlich noch deutlich schlechter da. Der gesamte Bereich und insbesondere die Interoperabilität ist ein sehr schwieriges Feld, das nicht mal eben so erledigt werden kann, weil es hier mit einer einmaligen Migration nicht getan ist, sondern Dateien gewissermaßen jeden Tag erneut zwischen den Welten wandeln.

So lange man sich auf einer Linux-Insel bewegt und keine zu ambitionierten Projekte bearbeitet reicht es auch aus. Der Allgemeinplatz "Linux kann Office", der sich so, oder so ähnlich, in zahllosen Artikeln und Debattenbeiträgen - sei es zum privaten Einsatz, zur Wissenschaftlich, für Firmen oder im Öffentlichen Dienst - findet, ist trotzdem nicht wirklich haltbar.


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von andreas160578 via pixabay

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Tags: Entwicklung, Linux, LibreOffice, Office

Ergänzungen zum Artikel

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ONLYOFFICE Desktop Edition wäre vllt noch als Alternative zu LibreOffice zu nennen und ist ebenfalls OpenSource
Frank
Onlyoffice hat sicherlich Vorteile. Mir gefällt aber LibreOffice besser, weil es (jedenfalls für mich) übersichtlicher gestaltet ist. OK, LibreOffice könnte optisch schöner aussehen, aber daran mache ich eine gute Office-Suite nicht fest. Hauptsache, sie bietet mir alles, was ich brauche und benötige. Ist Ansichtssache, ich weiß.
Michael Buch
> Der Allgemeinplatz "Linux kann Office"... ist trotzdem nicht wirklich haltbar.
Tja, dann muss ich Linux wohl aufgeben. Ich bin beruflich und privat auf Officeanwendungen angewiesen. Dass ich das die letzten Jahre nicht gemerkt habe.

Gerrit
Zitat :
Gemeinplatz, auch Allgemeinplatz, Floskel oder Phrase genannt, ist eine meist abwertende Bezeichnung für eine unbezweifelte Redensart oder Redewendung, die sich so abgenutzt hat, dass ihr ursprünglicher Sinn zugunsten einer Verwendung als rhetorischer Automatismus in den Hintergrund tritt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinplatz

libertador
Mit dem Writer kann man meiner Meinung nach ganz gut arbeiten. Ich habe auch keine Probleme auf meinem Linux-system mit großen Dokumenten gehabt. Wenn ich die gleichen Dateien auf einem uralten Windows 32-bit Rechner bearbeitet habe (auf der Arbeit), dann wurde der Writer aber tatsächlich instabil.

Impress ist aber eine Zumutung. Ich finde insbesondere die Vorlagen im Vergleich zu PowerPoint extrem schlecht. Ich nutze eigentlich nur noch Text und Bilder. Sieht dann zwar altbacken aus, aber nicht einfach nur schräg.

König Artus
Ultimative Lösung: Abiword - das rockt! smiletongue

Meine Güte, dann sieht MS Word halt etwas besser aus, aber dafür "funkt" LibreOffice nicht ständig nach Hause....Muss aber jeder selbst wissen, ob er/sie sich ausspionieren lassen will oder nicht.

Gerrit
Wie ich oben ausgeführt habe geht es nicht nur um Äußerlichkeiten. Die Probleme mit einzelnen Bestandteilen, der Interoperabilität und der Stabilität dürften auch allen klar sein, die erstens Office intensiver nutzen und zweitens in den letzten 10 Jahren mal einen Blick über den Tellerrand geworfen haben.
König Artus
Ich habe dich schon verstanden. Auch ich schaue mal über den Tellerrand hinaus, muß aber eingestehen, daß ich mit LibreOffice (oder Abiword) bisher immer recht gut gefahren bin. Sicherlich sind beide Office-Suiten nicht perfekt, die anderen aber auch nicht. Dafür sind diese kostenfrei und OpenSource, was mir sehr symphatisch ist. Sicherlich muß da noch etwas mehr getan und "geschraubt" werden.
Aber zB MS Word ist ja auch nicht an einem Tag fertiggebastelt worden und Microsoft hat eben mehr Manpower und natürlich die finanziellen Möglichkeiten, die evtl. bei LibreOffice fehlen - das darf man ebenfalls nicht vergessen. Es gibt Millionen zufriedene Nutzer von LibreOffice - und ich gehöre dazu.

Gerrit
Zitat :
Sicherlich muß da noch etwas mehr getan und "geschraubt" werden.

Das habe ich mir auch immer gesagt, bis ich irgendwann festgestellt habe, dass es einfach keine nennenswerten Fortschritte gibt.

Zitat :
Aber zB MS Word ist ja auch nicht an einem Tag fertiggebastelt worden und Microsoft hat eben mehr Manpower und natürlich die finanziellen Möglichkeiten, die evtl. bei LibreOffice fehlen - das darf man ebenfalls nicht vergessen.

Es ist nicht mein Problem, dass um Open Source kaum funktionierende Geschäftsmodelle entstehen. Wie oben schon geschrieben, verliert LibreOffice meiner Meinung nach (und nicht nur der wie man im Netz lesen kann) sogar gegen Softmaker und das ist ein kleiner Mittelständler, der vermutlich sogar weniger Entwickler als LibO hat.

Linuxgurke
Wieso sollte LibreOffice die einzige komplette und freie Office Suite für den Linux Desktop sein? Es gibt doch noch OpenOffice.
Patrick
Hi Gerrit,

da ich auf ubuntuusers.de deine letzten Beiden Artikel gelesen habe habe ich meine Frage dort platziert (https://forum.ubuntuusers.de/topic/reflexionen-von-linux-zu-macos-und-kommentar-d/)

Wenn du möchtest kann ich diese auch hier nochmal stellen, oder du antwortest mir dort.

In aller Kürze:
Ich finde deine Kritik unfair zu hart.
Ich verstehe nicht das Ziel, welches du mit den beiden Artikeln verfolgst.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Danke schon mal

Gruß
Patrick


Gerrit
Zitat :
Ich verstehe nicht das Ziel, welches du mit den beiden Artikeln verfolgst.

Ich setze mich kritisch mit dem Gemeinplatz "Linux kann Office" auseinander, den man so oder so ähnlich in fast jedem allgemein gehaltenen Artikel zu Linux in vielen IT-Medien lesen darf. Ich finde das man das so nicht uneingeschränkt behaupten kann.

Patrick
Gerrit sagte :
Ich setze mich kritisch mit dem Gemeinplatz "Linux kann Office" auseinander, den man so oder so ähnlich in fast jedem allgemein gehaltenen Artikel zu Linux in vielen IT-Medien lesen darf. Ich finde das man das so nicht uneingeschränkt behaupten kann.


"so oder so ähnlich" habe ich es nicht im wiki von ubuntuusers.de gesehen. Auch kein ernst zunehmender User auf ubuntuusers.de würde so etwas behaupten (ok, das habe ich nicht zu ende recherchiert).
Bei Heise passiert das schon eher. Hättest du deinen Artikel auf Heise publiziert hätte ich mich auch nie gemeldet.
Findest du nicht auch das ubuntuusers so eine Art Refugium ist, wo das Verhältnis von "Normalo" zu "Wahnwitzigen" Usern noch deutlich mehr als ausgeglichen ist.
In der scharfen und spitzen Kritik haben die das dort doch nicht verdient. Und die "....", die du erreichen möchtest, wirst du mit diesem Artikel auch nicht erreichen und noch weniger umstimmen/belehren können.

Es gibt sicher Punkte die jeder so wie in deinem Artikel beschrieben schon erlebt hat, aber der Vergleich hinkt in seiner Relation. Es passt nicht. Denn du setzt Maßstäbe wie an Bezahlsoftware (ClosedSource) und du weißt selber genau, das Bezahlsoftware (ClosedSource) genauso für einen (nicht nur einen) "Lacher" gut ist. Obwohl das eher traurig ist, da es ja Bezahlsoftware ist, welche von zum Teil Billionen schweren Konzernen erstellt wurde.

Opensource software ist sicher nicht besser als Bezahlsoftware (ClosedSource) aber sie ist auch nicht viel schlechter. Und das ist das bemerkenswerte.

Und, ja es gibt immer ein paar Irre, die eine Delle in der Bimmel haben und glauben irgend einen Ultimativ gültigen Stuss von sich geben zu müssen der so in keinster Weise haltbar ist. Aber deshalb ist doch OpenSource an sich nicht schlecht, oder? Das selbe gilt genauso für ClosedSource.

Du relativierst deine Aussagen zwar zum Teil, aber die heftigen Spitzen bleiben.
Motivation für Leute die sich in OpenSource engagieren sieht anders aus ;-)
So motiviert auch eine Abrissbirne (ist nicht persönlich gemeint, nur ein kleiner Kalauer)

Mann könnte die beiden Artikel auch als Weckruf interpretieren, aber dann fehlt irgendwie das positive Ziel welches mit welchen Mitteln auch immer erreicht werden kann.
Es wäre vielleicht eine gute Idee zu Spenden für OpenSource Software im Artikel aufzurufen. Mit deutlich mehr Geld wird es sicher schneller besser.
Und es ist ja auch nur fair wenn man für etwas spendet, das man täglich oder immer wieder kostenfrei nutzt.

Zu guter Letzt, weil du es beschrieben hast, ich bin kein GNU/Linux-OpenSource Fanboy.
Ich bin "Jahrzehnte" mit einem MS Logo am Revers herumgelaufen (ideologisch gesehen), habe über den Tellerrand geschaut und bin zu Linux gewechselt.
Heute habe ich beruflich und privat mehr als 95% OpenSource im Einsatz.
Und ja ich kann vieles aus deinem Artikel nachvollziehen, aber ich weiß auch das ich vor meinen Wechsel nicht viel weniger Probleme, Lacher etc. hatte (wenn überhaupt weniger).
Und da wir hier über freie Software sprechen, kann ich deiner harten Kritik nicht zustimmen und bitte dich nicht zu hart mit OpenSource und der Community ins Gericht zu gehen.

Danke

Gruß
Patrick

Ich habe mich auf folgende Artikel bezogen:
https://planet.ubuntuusers.de/#article_4
https://planet.ubuntuusers.de/#article_5

Gerrit
Zitat :
Bei Heise passiert das schon eher. Hättest du deinen Artikel auf Heise publiziert hätte ich mich auch nie gemeldet.

Dir scheint nicht ganz klar zu sein was ein Planet ist oder? In einem Planeten werden die Feeds vieler Blogs gesammelt und dargestellt. Bei ubuntuusers müssen die Blogs sich mit Open Source befassen. Ich publiziere somit nicht auf ubuntuusers, sondern der dortige Planet stellt alle Artikel in diesem Blog aus der Kategorie "Open Source" dar.

Patrick
Hallo Gerrit,

vielen Dank für dein Statement.
Damit ist offensichtlich alles gesagt.
Bleibt mir nur noch übrig dir einen schönen Tag und alles Gute zu wünschen.

Gruß
Patrick

KJ
Hallo Gerrit,
zuerst muss ich sagen, dass ich deinen Artikel gut finde. Ob alles richtig ist, kann ich nicht vollständig beurteilen. Doch zeigen die Kommentare, dass gerade bei dem Thema Office und auch bei Kritik an Linux sehr unterschiedliche Emotionen und Meinungen aufeinander treffen. Gerade deshalb sollte man solche Themen diskutieren und versuchen zu verstehen.
Ich nutze Linux schon vor 2000 und nutze es, weil ich Technik mag, weil ich den Gedanken der Gemeinschaft gut finde und gerne frei bin. Außerdem gibt es einige Funktionen, die richtig gut sind und das ist wirklich erstaunlich, gerade in Anbetracht dessen, dass dieser Gemeinschaft große Firmen gegenüber stehen.
Auf der anderen Seite musste ich immer wieder feststellen (gerade im beruflichen Umfeld), dass ich ohne Windows nicht auskomme (ausgekommen bin). Teilweise wegen fehlender Software und teilweise wegen der fehlenden Kompatibilität. Inzwischen habe ich einen Job, bei dem ich keine spezielle Software benötige und kann alles mit Linux erledigen. Ich bin kein Linux Experte, kann mir aber alles so einrichten, dass ich meine Sachen erledigen kann.
Aus meiner Sicht ist tatsächlich die Office Software einer der wichtigsten Faktoren, ob Nutzer zu Linux wechseln, oder eben nicht. Das ist eben ein Bestandteil, den die meisten Nutzer auf jeden Fall benötigen und auch austauschen möchten. Deshalb ist es so wichtig, dass dieser Austausch und die einfache Bearbeitung gut funktioniert. Ich komme mit jeder Office klar, aber ich muss immer wieder feststellen, dass manche Funktionen oder auch Formate nicht zusammenpassen und dass die Bedienung oft umständlich bzw. ungewöhnlich ist. Was die Kompatibilität angeht, ist dies übrigens bei der Mac Office auch so. Selbst wenn man die MS Office auf einem Mac nutzt, gibt es Unterschiede beim Austausch zu einem PC mit der gleichen Office, zumindest war dies noch vor ein paar Jahren so.
Was ich mir als Endanwender wünschen würde:
• Möglichst hoher Grad an Kompatibilität
• Sehr einfache Anwendung
und lieber ein paar Funktionen weglassen. Die brauchen die meisten Nutzer sowieso nicht.
Gruß
KJ

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