Schwerpunkt überarbeitet: Firefox raus, Brave rein

In der Schwerpunktseite zu Tracking habe ich eine für mich schmerzliche Änderung vorgenommen. Die Seite zu Firefox ist in das Archiv gewandert und stattdessen empfehle ich für alle Nicht-Apple-Systeme Brave.

Ich finde diese Entscheidung schade und habe auch ziemlich damit gerungen. Firefox ist für mich die letzte Bastion des freien Internets und dazu habe ich mich auch immer klar positioniert.

Die Entwicklung von Mozilla ist leider sehr ambivalent. Einige neue Funktionen sind toll und überfällig, andere wiederum völlig überflüssig. Um den Telemetriedatenabfluss zu minimieren und sich vor Tracking zu schützen, sind in letzter Zeit immer mehr Einstellungsänderungen und Addons nötig. Diese bergen aber die Gefahr, dass man sich dadurch erst recht für Fingerprinting erkennbar macht. Zuletzt hatte ich mit Firefox immer wieder das Problem, dass beim FAU-Experiment sessionübergreifendes Tracking möglich war. Mit etwas Nachjustierung ging es dann wieder – bis zum nächsten Mal.

Es gibt einige Firefox-Forks, die versprechen, einem die Arbeit abzunehmen, aber auch diese setzen einen der Gefahr aus, dass sie nicht weit genug verbreitet sind und Updates verzögert werden.

Diese Seite ist keine Open-Source-Seite und auch keine netzpolitische Seite, sondern Curius bietet praktische Tipps für Privatsphäre und Sicherheit im digitalen Alltag. Leider ist dies derzeit mit dem Chromium-Fork Brave besser möglich als mit Firefox. Für Apple-Nutzer gilt die Empfehlung weiterhin Safari.

Eine sehr bedauerliche Entwicklung.

Cruiz
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Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.
  1. Ich mache auch bei dem FAU-Experiment mit. Bei Firefox zeigt es mir kein Tracking an. Selbst ein jungfräuliches Profil ohne Addons außer ublock Origin funktioniert.

    • Ich antworte mit dem Zitat: „Es gibt einige Firefox-Forks, die versprechen, einem die Arbeit abzunehmen, aber auch diese setzen einen der Gefahr aus, dass sie nicht weit genug verbreitet sind und Updates verzögert werden.“

  2. Lieber Gerrit, du schreibst bei der Empfehlung für den Safari-Browser, man könne ihn im Apple-Ökosystem nutzen, vorausgesetzt, die entsprechenden Add-Ons sind installiert. Welche empfiehlst du denn hier? NoScript weiß ich beispielsweise beim Firefox sehr zu schätzen. Außerdem: Ist die Nutzung von Brave auf dem Mac nicht ebenfalls besser? Beste Grüße und vielen Dank für deine Arbeit!

    • Das steht im Artikel. Wichtig ist, die Einstellungen in einigen Punkten anzupassen und einen guten Inhalte-Blocker zu haben. Zusätzlich kann man einen Cookie-Manager verwenden (wenn man auf Komfort verzichten kann) und Private-Relay ist keine schlechte Sache, um die IP zu verbergen. Ich erziele damit recht gute Ergebnisse.

      Natürlich kann man auch Brave benutzen. Ich versuche nur, wo immer möglich, die vorinstallierten Programme unter allen Betriebssystemen zu nutzen.

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