Start Schwerpunkte Cloud Nextcloud als Cloud-Zentrale Nextcloud einrichten

Nextcloud einrichten

Die Basis einer privaten Cloud besteht meist in der Installation und Einrichtung von Nextcloud. Dabei handelt es sich um eine Open Source-Lösung, die neben normalen Cloud-Features wie Dateisynchronisation durch Erweiterungen für eine Vielzahl an Anwendungsfälle infrage kommt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Nextcloud-Instanz selbst zu betreiben. Hier werden die am häufigsten eingesetzten Varianten kurz dargestellt und ihre Vor- und Nachteile dargestellt.

Nextcloud

Trotz der vielfältigen Funktionen einer Nextcloud ist der Betrieb verhältnismäßig einfach, da im Gegensatz zu konkurrierenden Systemen wie Seafile ein normaler LAMP-Server ausreicht.

Webspace

Es gibt zahllose Anbieter, die Webspace für günstige Preise anbieten. Leicht zu verstehende Konfigurationsoberflächen und ein guter Support ermöglichen es auch Einsteigern, eigene Webseiten zu betreiben. Auf eine solche Art kann auch eine Nextcloud-Instanz betrieben werden. Lediglich zwei Kriterien sollte man vorab prüfen: Hat das Hosting-Paket genug Speicherplatz und steht genug Traffic zur Verfügung. Beides kann beim Cloud-Einsatz schließlich schnell knapp werden.

Ein Nachteil sind die beschränkten Konfigurationsmöglichkeiten. Oft gibt es keinen SSH-Zugang, weshalb occ-Kommandos nicht möglich sind. Zudem bedarf Nextcloud bei größeren Instanzen erweiterte Caching-Methoden wie z. B. Redis, die sich auf normalen Webspace-Angeboten oft nicht realisieren lassen. Diese Nachteile lassen sich bei entsprechend großzügig dimensioniserten Hosting-Paketen aber beheben.

Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Kontrolle über die Hardware. Nextcloud bietet gegenwärtig keine durchgehende und stabile Ende-zu-Ende Verschlüsselung. Letztlich kann man also bei einem Hosting-Paket nicht wirklich sicher sein, wer sonst noch Zugriff auf die Daten hat. Hier besteht in gewisser Weise das gleiche Problem wie bei einem Cloud-Dienstleister wie z. B. Dropbox.

Eigener Home-Server

Mehr Vertrauen schafft da ein eigener Server in den eigenen vier Wänden. Aber Obacht: Hier ist man für den kompletten Betrieb und die Sicherheit selbst verantwortlich. Das ist nichts, was man nicht leisten kann, aber man sollte dies vorab bedenken.

Dienstleister

Rund um Nextcloud haben sich zahlreiche Dienstleister etabliert, die spezielle Nextcloud-Angebote bieten. Eine Liste solcher Anbieter hat Nextcloud kuratiert.

Der Vorteil liegt im professionellen, auf Nextcloud ausgerichteten Betrieb. Performance, Erreichbarkeit und Updates sollten damit keine größere Rolle spielen.

Hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit gibt es aber keinen qualitativen Unterschied zu proprietären Cloud-Dienstleistern. Sollte man sich für einen Dienstleister entscheiden, so gilt wenigstens der Firmen- und Serverstandort zu beachten. Ein deutscher Anbieter sollte hier das Mindestmaß sein um bei Datenschutz-Verstößen notfalls klagen zu können.