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Synology NAS - Modelle und Möglichkeiten

Synology ist ein Anbieter von NAS (Network Attached Storage) Systemen. Die ursprüngliche Funktion als reiner Netzwerkspeicher hat man inzwischen hinter sich gelassen und bietet mit vielen offiziellen Erweiterungen die Möglichkeit eine komplette Cloud-Zentrale einzurichten.

Synology zeichnet die integrierte Entwicklung der Hardware und der Software, genannt Synology DiskStation Manager (DSM), aus. Diese perfekte Abstimmung macht Synology Geräte auch für Einsteiger interessant, da die Einrichtung und Wartung sehr wenig Aufwand erfordert.

Portfolio

Synology bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle. Für Privatnutzer sind primär die DiskStation Modelle (DSxxx) interessant. Die darauffolgenden Nummern bezeichnen die Anzahl der Festplatten und das Veröffentlichungsjahr. Die DS218 ist somit das Modell mit 2 Festplatten und dem Veröffentlichungsjahr 2018. Von diesen Modellen gibt es unterschiedliche Varianten, die meist mit J, + oder Play gekennzeichnet werden. J bezeichnet die kleinsten Modelle und + die leistungsstärksten Varianten. Die Varianten Play und solche ohne jede zusätzliche Kennzeichnung rangieren dazwischen und die genauen Leistungsdaten variieren je nach Baureihe.

Die Entscheidung für ein bestimmtes Modell hängt vom persönlichen Einsatzszenario und dem Budget ab. Die J-Modelle sind für den Einsatz als Cloud-Zentrale allerdings ungeeignet, da sie in der Regel zu wenig Arbeitsspeicher (RAM) haben und die Prozessoren bei Verschlüsselung zu langsam werden. Ansonsten sollte man mindestens ein Modell mit Einschüben für 2 Festplatten nehmen um die notwendige Redundanz zu gewährleisten. Modelle mit mehr als zwei Festplatten kommen angesichts der sehr großen Kapazitäten moderner NAS-Festplatten nur bei wirklich großem Speicherbedarf in Frage.

Relevante Hardwaredaten sind vor allem die Größe des Arbeitsspeichers und der jeweilige Prozessor. Der Speicherplatz spielt keine Rolle, da Synology Leergehäuse verkauft, die man mit NAS-Festplatten von WD oder Seagate ausstatten kann.

Die größten Unterschiede gibt es hier beim Prozessor. Bei vielen preiswerten NAS-Modellen verbaut Synology Realtek oder Marvell Prozessoren. Dabei handelt es sich um ARM-Chipsätze, die eine geringe Leistungsaufnahme auszeichnet. Im Gegenzug ist ihre Rechenleistung aber auch beschränkt. Die +-Serie beinhaltet jedoch im Gegensatz dazu Intel-Prozessoren. Dies ist vor allem relevant, wenn man Virtualisierung nutzen möchte oder das NAS als de facto Homeserver Verwendung finden soll.

Auswahlkriterien

Es ist sehr schwierig allgemeine Empfehlungen für den Kauf einer Variante zu geben. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen, Erwartungen und finanziellen Möglichkeiten. Trotzdem sollen im Folgenden einige Empfehlungen gegeben werden.

Privatanwender mit dem Ziel ein Synology NAS als Cloud-Zentrale im Heimeinsatz können mit den Modellen DS218, DS218play oder DS218+ einsteigen. Einen vollständigen Vergleich kann man über die Synology Webpräsenz vornehmen. Nach oben sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Von den Modellen mit nur einer Festplatte und den j-Varianten sollte Abstand genommen werden.

Sollte man keine Virtualisierung benötigen und keine dezidierten Serverdienste benötigen ist die DS218+ tendenziell überdimensioniert. Sollte das Budget also eine Rolle spielen kann man hier auch zur DS218 greifen. Bei der DS218play ist hingegen der Arbeitsspeicher mit lediglich 1 GB sehr knapp bemessen. Die Play-Variante unterstützt zudem kein Btrfs.


Bild:

Foto von Alex Cheung via Unsplash"

Tags: NAS, Synology

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