Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Externer Zugriff auf den Server

Nach der Installation der Nextcloud, lässt diese sich logischerweise über die interne IP innerhalb des heimischen Netzwerks aufrufen. Je nach Nutzungsszenario kann das  bereits ausreichen, aber für Funktionsparität mit großen Cloud-Dienstleistern benötigt man noch externen Zugriff auf den Server. Das Schlagwort heißt hier DDNS.

Bei den meisten Internetprovidern verändern sich die zugewiesenen IP-Adressen in einem gewissen Rhythmus. Mittels DDNS lässt sich der Server immer über die gleiche Adresse aufrufen, selbst wenn die gegenwärtig vergebene IP für den Nutzer unbekannt ist.

Zwei Voraussetzungen werden für DDNS benötigt:

  1. Eine entsprechende Funktion im Router
  2. Ein DDNS-Anbieter.

Die Funktionsweise ist recht simpel: Der Client (in diesem Fall die Funktion im Router) erkennt die geänderte IP-Adresse und überträgt diese Information an den DDNS-Anbieter. 

DDNS-Anbieter, sowohl kostenlose (mit gewissen Einschränkungen), als auch kostenpflichtige gibt es viele. Eine eindeutige Empfehlung kann hier nicht ausgesprochen werden. Ggf. hat man auch bereits einen Hoster, der eine DDNS-Funktion anbietet und somit die Wahl eines Dienstleisters erspart würde.

Man wählt (oder bekommt zugewiesen) einen Domainnamen über den später der eigene Server aufgerufen wird und ein Passwort. In der Routerkonfiguration trägt man dann Serveradresse, Domainname, Konto und Passwort ein. Je nach Routerhersteller sind bekannte DDNS-Anbieter bereits hinterlegt und erleichtern dadurch die Konfiguration.

Beim anschließenden Aufruf der DDNS-Adresse erscheint allerdings noch nicht die Nextcloud-Oberfläche. Um einen Server hinter einem Router aus dem Internet erreichbar zu machen, müssen entsprechende Anfragen vom Router an das richtige Gerät weitergeleitet werden. Dies wird meist mit Port-Freigabe bezeichnet. Die meisten Router erleichtern die Konfiguration durch entsprechende Eingabemasken. Intern muss Datenverkehr des Protokolls TCP über Port 443 (Internet-HTTPS) an die interne IP des Server weitergeleitet werden.

Anschließend lässt sich der Server über die gewählte Domain über das Internet aufrufen und die Daten in der Nextcloud zu jeder Zeit, an jedem Ort, mit jedem Gerät abrufen. Dies ist Versprechen und Warnung zugleich. Gepflegte Systeme sind sowieso eine Selbstverständlichkeit, aber bei einem Server, der sich offen im Internet befindet umso mehr. Regelmäßige (besser noch automatische) Updates und die Berücksichtigung der EOL-Fristen des jeweiligen Systems sind von größter Wichtigkeit.

Tags: Cloud, ownCloud, Nextcloud, DDNS, DynDNS

  • Betriebssystem wählen

    Das Betriebssystem mit dem Desktoprechner, Notebooks und Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets betrieben werden, dient einerseits als Grundlage jeder weiteren Weiterlesen
  • Daten verschlüsseln

    Verschlüsselung von Daten ist eine der wichtigen Erstmaßnahmen um Datenabfluss zu vermeiden. Externe Festplatten oder Speichermedien kann man verlieren, Notebooks Weiterlesen
  • Kommunikation schützen

    Im Zuge der Digitalisierung haben sich auch die Kommunikations-Kanäle vervielfältigt. Videotelefonie, Instant Messenger, sowohl für den Desktop, als auch im Weiterlesen
  • Anonymisierung

    Anonymität gehört im Zeitalter von Werbetracking und Bestandsdatenabfragen der Vergangenheit an. Mit einigen speziellen Programmen wie TOR oder spezialisierten Betriebssystemen Weiterlesen
  • 1