Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Betriebssysteme

Wahl des Betriebssystems

Die Wahl eines Betriebssystems ist die grundlegende Entscheidung für alle Maßnahmen zum digitalen Selbstschutz

Von dieser Wahl für ein Betriebssystem ausgehend werden nicht nur weitergehende Entscheidungen in Ausmaß und Methode der Verschlüsselung getroffen, sie entscheidet letztlich auch über das Ausmaß der persönlichen Hoheit über die eigenen Daten.

Vielen dürfte alleine die Idee fremd erscheinen, dass man eine Wahl zu treffen hat. Desktoprechner und Notebooks laufen vermeintlich selbstverständlich mit Microsoft Windows, während sich im mobilen Bereich Googles Android eine vergleichbare marktbeherrschende Position erkämpft hat. Es gibt aber sowohl im mobilen, wie auch im desktop-zentrierten Bereich Alternativen zu den marktberrschenden Systemen.

Je nach gewünschtem System muss die Entscheidung leider bereits vor dem Kauf getroffen werden. Insbesondere im mobilen Bereich legt man sich mit dem Erwerb des Gerätes weitestgehend fest, aber auch macOS setzt zwingend Hardware von Apple voraus. In anderen Bereichen hat man mehr Spielraum. Linux lässt sich auf dem Desktop quasi auf jeder Hardware einsetzen. Android-Smartphones können mit einer Vielzahl von so genannten Custom Roms bestückt werden, die teilweise einen größeren Fokus auf Datenschutz setzen, als die Stock Rom genannten Herstellerversionen.

Faktoren

Berücksichtigt werden:

  • Wahrscheinlichkeit Opfer von Schadsoftware zu werden.
  • Erhebung von Nutzungs- und Analysedaten durch den Hersteller ("Telemetrie" / "Tracking")
  • Verfügbarkeit erweiterter Verschlüsselungs- und Sicherheitslösung.
  • Einsehbarer Quellcode (Open Source)
  • Einfache Verfügbarkeit von Sicherheits- und sonstigen Aktualisierungen

Zur Sicherheit von Open Source-Software


Die Sicherheit von Open Source-Software ist ein häufig diskutierter Aspekt, wenn es um das Verhältnis von proprietärer und quelloffener Software geht. Besonders von Seiten der Open Source-Gemeinde wird gerne der Sicherheitsaspekt von Open Source-Software hervorgehoben. Eine kurze Betrachtung der Vorzüge und Nachteile der unterschiedlichen Entwicklungsmodelle.

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Empfehlenswerte Systeme

Empfehlungen sind im Bereich der Betriebssysteme immer schwierig zu geben. Persönliche Präferenzen, ideologische Gegensätze und technische Limitationen behindern objektive Empfehlungen. Hinsichtlich der Wertschätzung für Datenschutz durch die Entwicklercommunity respektive -firma lassen sich jedoch momentan Linux-Distributionen und die beiden Systeme von Apple macOS und iOS mit Einschränkungen empfehlen.

Linux

Linux bietet durch die Kombination aus einer sicheren Basis und einem freien und transparenten Entwicklungsmodell eine sehr gute Basis für weitergehende Bemühungen im Bereich Datenschutz.

Apple (macOS und iOS)

Apple positioniert sich seit einigen Jahren verstärkt zu Gunsten von Privatsphäre und Datenschutz. Dies schlägt sich auch in den beiden Betriebssystemen nieder.

Nicht empfehlenswerte Systeme

Gegenwärtig lassen sich sowohl Windows, als auch Android nicht empfehlen. Dies liegt sowohl an Sicherheitsproblemen und einer hohen Bedrohung durch Schadsoftware, wie auch an der mangelnden Wertschätzung für Datenschutz.

Android

Android ist das dominante Betriebssystem im mobilen Bereich. Strukturelle Sicherheitsprobleme und das Geschäftsmodell der entwicklenden Firma Google machen es zu einem nicht empfehlenswerten Betriebssystem.

Windows

Microsoft hat mit Windows 10 die Erhebung von Telemetrie-Daten fest in Windows integriert. Zusammen mit anhaltenden Sicherheitsproblemen macht das aus Windows eine nicht empfehlenswerte Basis.

  • Betriebssystem wählen

    Das Betriebssystem mit dem Desktoprechner, Notebooks und Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets betrieben werden, dient einerseits als Grundlage jeder weiteren Weiterlesen
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    Verschlüsselung von Daten ist eine der wichtigen Erstmaßnahmen um Datenabfluss zu vermeiden. Externe Festplatten oder Speichermedien kann man verlieren, Notebooks Weiterlesen
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    Im Zuge der Digitalisierung haben sich auch die Kommunikations-Kanäle vervielfältigt. Videotelefonie, Instant Messenger, sowohl für den Desktop, als auch im Weiterlesen
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Über [Mer]Curius

Immer größere Teile unseres Lebens haben sich in den vergangenen Jahren digitalisiert. Es gibt heute unzählige Dienste und jeder Mensch hinterlässt permanent Spuren. Die Datensätze, die hier entstehen wecken viele Begehrlichkeiten. Es besteht aber auch die Möglichkeit durch gezielte Maßnahmen die eigene Datenspur zu minimieren und Daten effektiv und sicher zu schützen. Damit entgeht man zwar nicht jeder Überwachungsmaßnahme, erlangt aber zumindest teilweise die Kontrolle über die eigenen Daten zurück.

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