Videotelefonie – nach dem bekanntesten Anbieter oft „skypen“ genannt – hat einen stabilen Anteil am Kommunikationsmarkt. Die Kommunikation erfolgt hier nicht mehr nur zwischen normalen Desktopclients, sondern mobile Apps drängen verstärkt in den Markt.

Dieser Artikel behandelt klassische Videotelefonie-Dienste für zwei Gesprächspartner oder kleine Gruppen und keine Videokonferenzsysteme für größere Gruppen.

Insbesondere der bekannteste Anbieter glänzte bisher kaum mit Datenschutz und unterstützt in manchen Staaten sogar die Überwachung der Bevölkerung. Auch wenn solche Maßnahmen unter Umständen Grundvoraussetzung für die Marktteilnahme in manchen repressiven Autokratien sind, schüren sie dennoch Ängste, dass eine allgemeine Überwachungsfunktion in die Software implementiert ist. Verstärkt wurde die Skepsis, als 2013 bekannt wurde, dass alle verschickten Textnachrichten automatisch analysiert werden.

Während bei der E-Mail Kommunikation vor allem die clientseitige Verschlüsselung für Sicherheit sorgt und die Wahl des Anbieters lediglich für ein zusätzliches „mehr“ an Sicherheit sorgt, muss bei der Videokommunikation von vornherein ein guter Dienstleister gewählt werden. Eine nachträgliche, anbieterunabhängige Verschlüsselung ist bisher nicht möglich.


Abgrenzung

In den letzten Jahren haben sich jedoch einige alternative Anbieter etabliert. Im folgenden behandelte Programme zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch auf dem Desktop funktionieren. Das unterscheidet sie von reinen Messengern mit (Video-)Telefoniefunktion, die vorwiegend auf Smartphones zu finden sind. Diese werden gesondert behandelt:


Jami

Jami ist ein freies Programm mit Clients für alle verbreiteten Betriebssysteme. Es kommt ohne zentralen Server aus und verbindet die Clients direkt.

FaceTime

FaceTime ist ein Dienst für Videkommunikation von Apple. FaceTime steht ausschließlich für die Apple Betriebssysteme macOS und iOS zur Verfügung. Apps für alternative Betriebssysteme sind gegenwärtig nicht geplant.