In Open Source-Kreisen ist XMPP der heilige Gral zur Kommunikation. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu den anderen Diensten um ein dezentrales Protokoll, das mal das Potenzial hatte, sozusagen die E-Mail für den Messenger zu werden. Egal welchen Anbieter und welche App man nutzt, man kann alle anderen erreichen. Eine gewisse Zeit lang konnte man sich der Illusion hingeben, die Unterstützung durch Google und andere große Mailanbieter würde XMPP zur Durchsetzung verhelfen.

Heute ist XMPP tendenziell auf dem Rückzug und selbst in der Open Source-Community nicht mehr so verbreitet. Nichtsdestotrotz ist XMPP mit einigen Erweiterungen (OMEMO) immer noch eine sehr sichere Lösung. Insbesondere OMEMO ermöglichte es XMPP den Sprung auf Mobilgeräte, da die bisherige OTR-Lösung keine Offline-Nachrichten ermöglichte. Mit Conversations für Android und ChatSecure für iOS stehen auch relativ einfach zu benutzende Apps für die großen Mobilsysteme zur Verfügung. Die OMEMO-Erweiterung erzeugt aber leider selbst eine Mauer innerhalb des XMPP-Ökosystems. Bei Weitem nicht alle Clients, insbesondere im Desktopbereich, können damit umgehen.

Vorteile:

  • Open Source Apps und Server
  • Alle Betriebssysteme werden (potenziell) unterstützt

Nachteile:

  • Veraltetes Protokoll mit vielen nachträglichen Erweiterungen
  • Verschlüsselung unterstützen nicht alle Clients
  • Kein Audit