Debian 8.0 "Jessie" im KDE Test

Am 25. April, als am morgigen Samstag, wird Debian 8.0 "Jessie" die Freeze-Phase hinter sich lassen und damit offiziell das Licht der Welt erblicken. Die Debian Gemeinschaft wirft nur alle paar Jahre eine Veröffentlichung auf den Distributionsmarkt, weshalb eine fertige Version immer noch ein wichtiges Event ist. Anders als beispielsweise bei Ubuntu wo neue STS-Versionen eher pflichtschuldig zur Kenntnis genommen werden. Debian ist vielleicht die wichtigste aktiv entwickelte Distribution. Nicht unbedingt wegen ihrer direkten Verbreitung, sondern weil vermutlich die hälfte des Linux-Universums (Android ausgenommen!) direkt oder indirekt auf Debian basiert. Ein Test ist alleine deshalb sinnvoll, außerdem läuft Debian seit kurzem wieder auf einem meiner Produktivgeräte.

Screenshot: Ubuntu 14.04

Ubuntu 14.04 LTS nach 18 Monaten

Im Februar hat Ubuntu mit leichter Verzögerung das zweite Point-Release für die jüngste LTS Version 14.04 herausgebracht. Zuverlässig begann in den Foren der üblichen Verdächtigen der kleine Trollsport über den LTS-Status. Ubuntu mag nicht mehr die populärste Distribution sein, auf jeden Fall ist der Hype vorbei – Neuigkeiten scheinen aber noch zuverlässig für Diskussionsstoff zu sorgen. Supportzyklen sind eine Modeerscheinung. Als Ubuntu aufkam revolutionierte es den Releaseprozess mit seiner strikten Orientierung an einem sechsmonatigen Releasezyklus. Andere Projekte wie Gnome und KDE folgten diesem Weg immer kürzerer und besser geplanten Releasezyklen und schließlich orientierten sich auch immer mehr Distributionen daran. Diese Modeerscheinung ist jedoch vorüber.

Posteo Verschlüsselungseinstellungen

Verschlüsselung aller gespeicherten E-Mails nun bei Posteo möglich

Posteo arbeitet bereits seit einiger Zeit an zusätzlichen Sicherheitsfunktionen für seine Kunden. Im Februar aktivierte man die Möglichkeit die eigenen Mails beim Eintreffen mittels des eigenen PGP Schlüssels zu verschlüsseln. Man verwies aber damals bereits auf neue Verschlüsselungsoptionen, die bald verfügbar sein sollten. Das war nicht zu viel versprochen. Am 09. April begann der Rollout des neuen Krypto-Mailspeichers. Leider hat dieser mein Konto noch nicht erreicht, weshalb ein eigener Erfahrungsbericht aussteht.

Linux auf dem Lenovo IdeaPad 330p

Die Laufzeit von Hardware verlängert sich seit einigen Jahren spürbar und das sehr zum Leidwesen der Hersteller. Der technische Fortschritt ist – abgesehen von den Hardcore-Gamern und Menschen die berufsbedingt viel Rechenleistung brauchen – nicht mehr so spürbar und die Anforderungen an Notebooks und PC’s sind in Zeiten von Smartphones und Tablets auch eher rückläufig. Alle paar Jahre braucht der Mensch aber doch mal ein neues Gerät – und sei es nur weil das alte plötzlich die Grätsche macht.

Weil genau letzteres eingetreten ist musste zudem sehr schnell ein neues her und das ohne langwierige Recherche. Klein und Leicht muss es sein, aber ein Display zwischen 13″ und 14″ sollte es dann schon haben. Da das Gerät zudem nur 1-2 Mal die Woche zum Einsatz kommt war das Budget ziemlich limitiert. Wer gibt schon 1 000 € für ein Gerät aus, an dem man lediglich max. 12 Stunden die Woche arbeitet. Das Ergebnis führte zum Lenovo IdeaPad U330p, das derzeit bei größeren Onlineshops für 499€ ohne Betriebssystem zu haben ist.

Mythen I: Desktopumgebungen

Die Linux-Welt ist voller, teils liebevoll gepflegter Mythen. In den Kommentarspalten der großen Nachrichtenportale dürfen diese weiter publiziert und damit am Leben erhalten werden. Teilweise liegt das auch daran, dass bei Linux jeder seine eigene Wahrheit ungestört von Daten und Fakten pflegen kann. Denn diese sind bei den Distributionen eher Mangelware. Während die großen Webstatistiksammler Betriebssysteme und Browser tracken und man somit auf dem Gebiet eine ungefähre Schätzung der Verteilung hat, liegen andere Zahlen im Nebel des (Kommentarspalten-)Krieges.

PPA-Archive ersetzen keine richtigen Backports

Kürzlich musste ich einen PC mit Debian ausstatten. Zwar haben Debian und ich seit letztem Jahr unsere Differenzen aber manchmal bietet halt nur Debian das was man gerade benötigt – insbesondere wenn es sich dabei um besonders alte Versionen handelt. In meinem Fall war das der X-Server nicht neuer als Version 1.12, da in dem Computer eine sehr betagte NVIDIA Grafikkarte arbeitet, die den 96er-Legacy Treiber benötigt, der nur bis Version 1.12 funktioniert. Nouveau bringt das System leider eher zum flattern flackern als zum fliegen. Normalerweise nehme ich für solche Dinosaurier gerne CentOS 6, da es den Wartungsaufwand minimiert und GNOME 2 eine sehr ressourcensparende Oberfläche war. Leider hält RedHat zwar den Kernel stabil, aber der X-Server wird bei jedem Minorupdate aktualisiert. Der 96er Treiber hatte also irgendwann aufgehört zu funktionieren. Auch eine interessante Definition von Stable, aber das soll hier nicht das Thema sein.

Tipps & Tricks für openSUSE

Partitionierung

OpenSUSE 13.2 nutzt von Haus aus Btrfs für die / Partition und XFS für /home. Auch wenn in den letzten Monaten damit keine Schwierigkeiten aufgetreten sind mag mancher konservative Anwender doch lieber das bewährte Ext4 einsetzen. Deshalb sollte man bei der Installation den Partitionierungsvorschlag nie einfach absegnen, sondern das Partitionierungssetup noch einmal manuell erstellen.

Hier kann man die Dateisysteme bestimmen und ggf. eine LVM-basierte Variante mit LUKS Verschlüsselung auswählen. Insbesondere bei letzterer Variante muss man in einem zweiten Schritt noch in die erweiterten Partitionseinstellungen.

Die openSUSE Installationsroutine hat nämlich den interessanten Fehler die /home Partition unnötig klein (50 GB) zu halten. Hier noch einmal die Größe ändern und entweder manuell eingeben oder die maximale Größe – je nach Bedarf.

openSUSE 13.2 im Langzeittest

Testberichte gibt es beim Erscheinen neuer Linuxdistributionsversionen wie Sand am Meer. Meistens zieht der Blogger oder Redakteur schnell eine VM auf und lässt die Installation durchlaufen um danach ein paar Versionsnummern und eine subjektive Nutzungserfahrung in den Artikel zu schreiben. Sowas habe ich hier natürlich auch schon fabriziert. Die Stärken und Schwächen einer Distribution sieht man jedoch oft erst im Langzeittest (zumindest über eine Woche) auf realer Hardware. OpenSUSE 13.2 läuft nun seit fast 4 Wochen auf mehreren Systemen und es ist Zeit eine kurze Zwischenbilanz zu ziehen. Oberflächlich ähneln sich viele Distributionen, zumal wenn man immer auf dieselbe Desktopumgebung zurückgreift. Unter der Haube zeigen sich aber die Unterschiede – vor allem, wenn man sehr lange nur Debian und seine Derivate eingesetzt hat.

Papierloses Büro mit Linux

Das so genannte papierlose Büro ist der nächste heiße Trend seit Jahren, damit hat es was mit Linux auf dem Desktop gemein. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich im Beamtenland Deutschland flächendeckend durchsetzt, kann man wohl auch mit den Chancen von Linux auf dem Desktop vergleichen. Leider kann man auch nicht jedes Dokument scannen und wegschmeißen, einiges muss man in Papierform aufbewahren. Vieles aber auch nicht, weshalb mein Technik-Vorsatz für das Jahr 2015 die Umstellung auf weitestgehend papierlosen Bürobetrieb ist.

Empfehlungen sind da immer schwer zu geben. Während manche nur ein paar Rechnungen im Briefkasten finden, haben andere ein Home-Office und mancher Dokumentenmessie hat sogar noch die Strafzettel von 1995 fein säuberlich abgeheftet. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war ein Umzug und gefühlte 200 Ordner, die von einem Keller in den nächsten gewandert sind. Für meinen nächsten Umzug möchte ich mir das gerne ersparen.

Literaturverwaltung und Linux - Synchronisation, Datenschutz und Programme

Wenn das Thema auf Literaturverwaltung & Co kommt, kann man eigentlich nur vom Einsatz von Linux abraten. Literaturverwaltung, Wissensmangement und alles was damit zusammen hängt gehört nicht zu den Stärken des Linux-Desktops. Man muss schon enorme anderweitige Vorteile durch den Einsatz von Linux erzielen, damit man die Abstriche in diesem Bereich in Kauf nimmt. Die beiden großen Platzhirsche des Bereiches, EndNote und Citavi, lassen sich nicht unter Linux einsetzen. Für Citavi gibt es zwar eine Wine-Lösung, basierend auf der älteren Version 3.x, aber das kann je nach Wine- und/oder Citavi Update auch wieder nicht funktionieren. Ein Zustand, der bei langfristigen Projekten nicht in Frage kommt. Zumal man sich von einer Lösung abhängig macht, da der Im- und Export der Daten immer verlustbehaftet ist.

Über

[Mer]Curius bietet Informationen zur technischen Dimension des Datenschutz im digitalen Bereich. Neben permanent aktualisierten Artikeln zu Betriebssystemen, Verschlüsselung und Kommunikationsabsicherung werden im Blog aktuelle Trends präsentiert und kommentiert.

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