KDE Plasma 5 Teil II: Kein Feinschliff, keine Vision, kein Grund zu wechseln?

KDE SC 4 und GNOME 3 lösten unter den jeweiligen Anwendern regelrechte Schockwellen aus. Radikal wurde am bisherigen Nutzungskonzept eines Desktops gerüttelt und die jeweiligen Entwicklergruppen präsentierten ihre Vision eines modernen Desktops. KDE Plasma 5 fehlt eine solche Vision. Der Desktop verhält sich im wesentlichen identisch zu Plasma 4, lediglich ein neues Design wurde anstelle der bisherigen Oxygen-Optik implementiert. Einige Funktionen wurden modifiziert, aber das fällt in den Bereich evolutionärer Entwicklung. Viele Anwender werden eine konservative Bedienung des Desktop begrüßen, aber warum sollten Anwender zu einem System wechseln, dass keine Vorteile, wohl aber viele neue Fehler bietet.

Foto: © Vladislav Kochelaevs / Fotolia.com

EncFS und ownCloud: Die kleinen Hürden des Linuxalltags

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Datenverschlüsselung in der Cloud ist momentan keine leichte Baustelle. Die meisten Anbieter bieten immer noch keine clientseitige Verschlüsselung, weshalb man auf andere Methoden ausweichen muss. EncFS bietet eine plattformübergreifende Lösung zur Verschlüsselung. Änderungen beim Cloud-Clientprogramm kann dann leider dennoch unerwartete Nebenwirkungen haben.

KDE Plasma 5 Teil I: Käfer und Schuldzuweisungen

Nach langer Planungs- und Entwicklungszeit veröffentlichten die KDE-Entwickler im Juli 2014 die erste Version des neuen Plasma 5 Desktops. Bereits wenige Jahre nach der kompletten Neuentwicklung von KDE SC 4 brachen die KDE-Entwickler somit erneut mit ihrer Softwarebasis. Über ein Jahr später ist Plasma 5 in vielen Distributionen enthalten und der fehlerhafte Zustand belastet einmal mehr den eh schon ramponierten Ruf der KDE Software.

Die Ankündigung der neuen Version von KDE wurde in der Community eher zweifelnd aufgenommen. Das ist in der Open Source Gemeinschaft zwar nicht unüblich, hat aber bei KDE durchaus nachvollziehbare Gründe. Der Umstieg auf KDE SC 4 war den meisten noch im Gedächtnis und eine eher evolutionäre Entwicklung hätte vielen Anwendern wohl ausgereicht. Die Notwendigkeit einer Portierung auf die neue Qt-Version war jedoch nicht von der Hand zu weisen. Die KDE-Entwickler begegneten den Vorbehalten mit der Versicherung man hätte aus dem letzten Umbruch gelernt und würde nun einen sanften Übergang bieten.

openSUSE 42.1 Screenshot

openSUSE Leap 42.1 im Test

Am 4. November veröffentlichte die openSUSE Community pünktlich zur SUSECon die jüngste Version ihrer stabilen Linux-Distribution. Mit Leap 42.1 steht nun das Ergebnis einer mehr als halbjährigen Planungsphase zum freien Download zur Verfügung.

Das neue Versionsschema weist bereits auf den fundamentalen Bruch mit dem bisherigen Entwicklungsmodell hin. Die stabile Version von openSUSE ist künftig nicht mehr ein eingefrorener und stabilisierter Schnappschuss von Factory, sondern eine auf Langzeitsupport ausgelegte Distribution. Leap und Tumbleweed sind nun die komplementären Veröffentlichungen von openSUSE. Während Tumbleweed als Rolling-Release Distribution konzipiert ist und die fortlaufenden Entwicklungen in der Linux-Communty widerspiegelt, ist Leap auf Stabilität ausgerichtet. Jede Hauptversion von Leap wird ca. 3 Jahre mit Updates versorgt. Die aktuell veröffentlichte Minorversion mindestens 18 Monate lang. Da sich die SLE-Basis in dieser Zeit wenig ändern wird dürften die Upgrades zwischen den Versionen wenig Probleme bereiten.

Kommentar: Wenn die Anwender sich verweigern

Linux auf dem Desktop hat eine besondere Anwenderschaft um sich versammelt. "Besonders" deshalb, weil jeder Linuxanwender sich irgendwann einmal bewusst für Linux entschieden hat. Ganz im Gegensatz zu Wiindows, das einfach beim gekauften Gerät mit dabei war. Ähnliches lässt sich vielleicht noch für die Mac OS X-Nutzer sagen, allerdings mit Einschränkungen. Schließlich hat man hier nur allzu oft einen Apple gekauft und sich nicht aktiv für das OS entschieden. Diese Entscheidung scheint bei vielen das Gefühl erzeugt zu haben, dass sie über die Entwicklung "ihres" Betriebssystes mitentscheiden können.

Screenshot: BlackBerry 10 Startscreen

Über das WLAN auf den BlackBerry 10 Speicher zugreifen

Daten zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren oder zu verschieben war früher ein allgegenwärtiges Thema. Zumal unter Linux, wo viele proprietäre Lösungen der Hardware-Hersteller nicht funktionierten. Heute nimmt man für solche Fälle oft einfach den Cloud-Speicher. Das kann sinnvoll sein, vor allem wenn die Geräte nicht zeitgleich zur Verfügung stehen. In den meisten Fällen ist das aber schlichte Bequemlichkeit. Bequemlichkeit, die aus Datenschutz-Sicht äußerst bedenklich ist, immerhin werden die Daten potenziell einmal um die Welt gejagt. Ein Aspekt, den die meisten Anwender zwar kennen, aber im konkreten Moment beiseite schieben.

Screenshot: BlackBerry OS 10 Startscreen

"Zum Stand der Open Source Mobilsysteme" oder "Warum man zu einem BlackBerry Classic greift"

Der Smartphone-Markt wird zur Zeit von zwei Systemen dominiert: Android und iOS. Hinter Android steht zwar nicht nur ein Hardwarehersteller, aber auch hier haben sich wenige Anbieter den Kuchen aufgeteilt. Lediglich zwei andere mobile Betriebssysteme schaffen es derzeit gerade noch messbare Marktanteile zu erreichen:  BlackBerry OS und Windows Phone. Wenn man zu einem der beiden Anbieter greift, trifft man auf Unverständnis. "Ich wusste gar nicht, dass es noch BlackBerry gibt" und "Warum nimmst du so ein Teil?" sind die häufigsten Kommentare. Deshalb mal der Versuch einer Darstellung.

openSUSE 42.1 Screenshot

openSUSE:42 - Frische Ideen für das Chamäleon

Die traditionsreiche Linux-Distribution mit dem charakteristischen Chamäleon als Logo galt lange Zeit als die Linux-Distribution für den Desktop. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Zwischenzeitlich kam Ubuntu und vereinfachte den Zugang zum Debian-Universum für Desktopnutzer und auch das ist schon wieder Schnee von Gestern. Heute gilt Linux Mint als am häufigsten eingesetzte Distribution. Was passiert mit einer Distribution, die ihre Position als "die" Desktopdistribution sicherlich eingebüßt hat, aber dennoch keineswegs tot ist - das lässt sich zur Zeit bei openSUSE beobachten. Jede Krise birgt eine Chance zur grundsätzlichen Verbesserung.

Screenshot: Ubuntu MATE

Mythen II: Entwicklung bei den Desktopumgebungen

Shitstorms als Internetphänomen sind seit einiger Zeit in aller Munde. Man könnte manchmal glauben, die Open Source Community hätte sie erfunden. Der Umgangston in den Foren und auf den Maillinglisten ist manchmal hart und liebevoll gepflegte Vorurteile und Mythen sind eine beliebte Argumentationshilfe. Diese sind zum Teil gegen andere Ökosysteme gerichtet, aber richtig schön wird die Debatte erst wenn es zu den internen Grabenkämpfen kommt. Bevor systemd die Aufmerksamkeit auf sich zog, war es meist die präferierte Desktopumgebung, die zuverlässig einen längeren Flame-War auslöste.

KDE SC 4: Ein bisschen Frischluft schnappen

KDE SC 4 ist eine sehr gute Desktopumgebung, vielleicht die beste die Linux zur Zeit zu bieten hat. Jedenfalls sofern man wert auf eine integrierte Desktopumgebung mit zugehörigen Programmen legt, das einem in jeder Hinsicht alle Freiheiten lässt. Außerdem ist KDE SC nach vielen Entwicklungsjahren inzwischen sehr ausgereift. Mit der Einführung von Baloo und Kontact 4.14 im Sommer 2014 wurden die größten Baustellen des Desktops noch rechtzeitig vor dem Entwicklungsende von KDE SC 4 angegangen. Wer keinen Wert auf große Neuerungen legt erhält mit Kubuntu 14.04 LTS und Debian 8.0 Jessie ein absolut stabiles Desktopsystem für die nächsten Jahre.

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[Mer]Curius bietet Informationen zur technischen Dimension des Datenschutz im digitalen Bereich. Neben permanent aktualisierten Artikeln zu Betriebssystemen, Verschlüsselung und Kommunikationsabsicherung werden im Blog aktuelle Trends präsentiert und kommentiert.

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