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Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Symbolbild Veränderung

Microsoft löst sich von Windows

Das einzige plattformübergreifend verfügbare Produkt war lange Microsoft Office. Ansonsten benötigte man für Microsoft Dienste Windows. Das ändert sich nun rasant und hängt mit dem allgemeinen Wandel von Microsoft als Konzern zusammen.

Windows war noch nie ein besonders gutes Betriebssystem. Selbst bei den besseren Versionen wie XP oder 7 gab es viele strukturelle Mängel. Viele originale Microsoft-Entwicklungen und Zukäufe sind allerdings Quasi-Standards in ihren Bereichen und sorgten zuverlässig dafür, dass Firmen und Privatanwender an Windows gebunden blieben - denn nur dort liefen sie.

Das ändert sich nun rasant. Den Anfang machte Microsoft mit Office. Zwar existierte schon lange ein Produkt namens "Office for Mac", aber dieses hinkte im Funktionsumfang hinterher und war qualitativ auch nicht besonders überzeugend. Seit vergangenem Jahr basieren die unterschiedlichen Office-Versionen jedoch auf einer gemeinsamen Codebasis. Seitdem hat man die Schlagzahl aber massiv erhöht. Die Herzstück vieler firmeninternen Kommunikationsprozesse - Outlook - ist ebenso für Mac verfügbar wie OneDrive und OneNote. Seit heute steht auch die Aufgabenverwaltung Microsoft To Do zur Nutzung bereit. Die neue Version von Edge konnte dank Chromium Codebasis ebenso auf Mac portiert werden. Inzwischen kann man einen Mac nutzen und trotzdem im Ökosystem von Microsoft verbleiben. Wenn jetzt noch Access kommt ist das Softwarepaket komplett.

Die Ambitionen scheinen auch nicht auf den Mac beschränkt zu sein, sondern es halten sich Gerüchte über einen Edge-Port für Linux. Auf den beiden erfolgreichen Mobilsystemen Android und iOS ist Microsoft mit seinen Apps schon länger präsent. Mit dem WSL 2 macht Microsoft dann auch noch gegenläufige Entwicklungsschritte für das hauseigene Betriebssystem.

Das ganze folgt meiner Meinung nach keinem großen Plan bei Microsoft, sondern man hält sich viele Optionen offen. Windows verliert an Bedeutung, weil es an den Desktop und Notebook gebunden ist und diese Geräteklassen an Bedeutung verlieren. Das eigene System hat man nicht erfolgreich auf andere Gerätetypen portieren können und unternimmt wohl auch zukünftig keine diesbezüglichen Versuche mehr. Neben der Azure-Plattform möchte man mit den breit verfügbaren Diensten wohl das eigene Geschäftsmodell in eine Post-Windows-Zeit retten.

Manche mutmaßen schon, dass das nächste Windows dann nur noch eine Oberfläche für Linux mit virtueller Maschine für Legacy-Software wird. Ob es so kommt werden wir sehen. Angesichts der strukturellen Defizite von Windows 10 im Bereich der Anwenderprivatsphäre wäre es nicht schade drum.


Bilder:
Einleitungsbild und Beitragsbild von von geralt via pixabay

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Tags: Entwicklung, Microsoft, Windows, Interoperabilität

Ergänzungen zum Artikel

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Sven
Moin Gerrit

als ich das gelesen habe, bin ich noch verwirrter als vorher :-) Zuerst hieß es Microsft Loves Linux, dann kam WSL, und zum Schluss habe ich über OMG Ubuntu Erfahren das Chromium nun die Basis für Edge ist, dann könnte man auch Sagen:

Die Wege von Microsoft sind unergründlich .... oder so ähnlich.

Sicherlich Veränderungen sind Wichtig dem einen gefällt es, dem andern nicht und am Ende kann man immer nur noch Sagen, man wird Sehen wo die Reise hingeht.

Abbc
Zitat :
Windows war noch nie ein besonders gutes Betriebssystem.


Jedes Betriebssystem hat doch seine Stärken und Schwächen. Welches Betriebssystem ist den besonders gut? Worin und wofür?

Als Desktop Betriebssystem war Windows eigentlich sehr gut, würde sagen sogar bis heute das beste. Als Webserver, Mobile OS musste es sich geschlagen geben. Aber andere Betriebssysteme sind auch nur in einem Bereich gut und scheitern in anderen Bereichen. Also sind andere auch nicht besser oder schlechter.

Klaus
Hier ist wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens. Microsoft hat sich zwar gegenüber Linux geöffnet, nutzt es aber nur dort, wo es sinnvoll ist (Infrastruktur, Container, IoT). Und der Desktop zählt nicht dazu. Dort ist Linux schlicht gescheitert, was man auch daran sieht, dass hier praktisch kein Geld in die Entwicklung investiert wird.
Microsoft hat im letzten Quartal mit Windows einen Umsatz von 10 Mrd. US-Dollar gemacht und Windows 10 läuft inzwischen laut MS auf mehr als 800 Millionen Rechnern. Das kommt auch daher, weil es als Desktop-OS eben viel besser als irgendwelche Linux-Distributionen ist. WSL und WSL 2 sollen nur dafür sorgen, dass Entwickler, die Software für Linux schreiben, das besser mit einem Windows-PC oder Notebook erledigen können.

Gerrit
Zitat :
Und der Desktop zählt nicht dazu.

Der Desktop stirbt einen langsamen aber sicheren Tod und das weiß auch Microsoft. Weil Windows den Sprung auf neue Geräteklassen nicht geschafft hat ist das langfristige Ende von Windows als Ertragsbringer besiegelt.

Dein Kommentar beschreibt einen Ist-Zustand aber der verändert sich rasant.

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