Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Symbolbild "Zeitung"

Links der Woche KW 12 - Umstrittene Mobilfunkdaten

In den Medien gewinnt man momentan den Eindruck, Deutschland säße kollektiv im Homeoffice. Das ist natürlich Unsinn. Aber auch sonst beschäftigen Corona und die Folgen die Nachrichtenlage.

Überwachung

Corona hat die Nutzung von Mobilfunk- und Standortdaten durch öffentliche Stellen wieder auf die Tagesordnung gehoben. Maßnahmen und Möglichkeiten repressiver Regime wie in China üben eine bedenkliche Anziehungskraft auf hiesige Entscheidungsträger aus.

Neben Corona gibt es natürlich auch noch Nachrichten zu den üblichen Überwachungsmaßnahmen des Staates.

Homeoffice

Die aktuelle Krise und der Versuch die Mitarbeiter mehr von zu Hause aus arbeiten zu lassen zeigt wie sehr deutsche Unternehmen und Behörden die Möglichkeiten des Homeoffice vernachlässigt haben. Fehlende Digalisierung ist ein Problem Micromanager und Präsenz(un)kultur ein weiteres. Nun versuchen viele nachzuholen, was eigentlich schon zu spät ist. Als Nebeneffekt geht die deutsche Infrastruktur in die Knie, weshalb die Streamdienste ihre Datenraten reduzieren sollen.

Vor allem Jitsi kommt wieder in Mode. Meine Meinung nach ist dieses vor allem für Firmen geeignet, die eine größere IT Souveränität anstreben. Bei der Nutzung fremder Server begibt man sich dank fehlender Verschlüsselung in die Hände deren Administratoren. Da ist jeder proprietäre Dienst besser geeignet.

Sicherheit

Eigentlich ist das HIS so etwas wie das Paradies für all jene Apologeten digitaler Souveränität. Ein zentral geschriebene Software, verteilt an alle Universitäten im Land. Ohne Lizenzgebühren an US-amerikanische Konzerne oder andere Abhängigkeiten. Funktioniert halt nicht besonders gut. Dafür muss man nur mit Mitarbeitern hiesiger Universitäten sprechen oder einfach c't lesen.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von Megan_Rexazin via pixabay

 

Tags: Linksammlung

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Über [Mer]Curius

Immer größere Teile unseres Lebens haben sich in den vergangenen Jahren digitalisiert. Es gibt heute unzählige Dienste und jeder Mensch hinterlässt permanent Spuren. Die Datensätze, die hier entstehen wecken viele Begehrlichkeiten. Es besteht aber auch die Möglichkeit durch gezielte Maßnahmen die eigene Datenspur zu minimieren und Daten effektiv und sicher zu schützen. Damit entgeht man zwar nicht jeder Überwachungsmaßnahme, erlangt aber zumindest teilweise die Kontrolle über die eigenen Daten zurück.

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