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Kommentar: Wirklich nur Fanboys?

Im Zusammenhang mit der Berichterstattung anlässlich der DSGVO hatte ich mich kritisch über die Parteinahme mancher Blogger geäußert (siehe: Kommentar: Stockholm Syndrom unter Bloggern). Anlässlich der jüngsten Google-Geschichte waren solche Artikel aber ausgeblieben.

Stattdessen referierten die meisten verbreiteten Nachrichten- und Technews-Portale knapp die Fakten. Höhe der Strafe, Vorwürfe der EU-Kommission und Entgegnung von Google waren der verbreitete Dreiklang.

Nachzulesen z. B. bei:

Abgesehen von der individuellen Bewertung zur Stichhaltigkeit der Vorwürfe und zum Ablauf des Verfahrens ist schließlich auch ziemlich klar, dass der Verbraucher profitiert. Monopole sind nie gut für den Verbraucher. Weder für die Preise, noch für die Qualität des Angebots, noch für die langfristige Innovationskraft. Der Versuch der EU Kommission die monopol-ähnlichen Strukturen zu zerschlagen kommt spät, aber er ist dennoch zu begrüßen. Ein Golem-Kommentar verreißt folgerichtig geradezu die Google-Presserklärung - übrigens eine der wenigen Seiten mit einem längeren Kommentar in der Sache.

Umso mehr verwundern manche Kommentare unter den Artikeln. Neben dem üblichen Politiker- und EU-Bashing schlagen sich auch zahlreiche Kommentatoren auf die Seite von Google. Fanboy-Gehabe ist nun kein wirkliches neues Phänomen im Internet. Es gab schon immer die Kunden, die sich zum obersten PR-Sprecher ihrer präferierten Firmen gerierten. Anlässlich solcher Kommentare und vor dem Hintergrund der Kenntnisse um Trollfrabriken und gezielt gekaufte Kommentare fragt man sich aber manchmal, ob es wirklich nur Fanboys sind.


Bilder:

Einleitungs- und Beitragsbild von Yomare via pixabay

Tags: Google, Europäische Union, EU-Kommission, Kommentare

Ergänzungen zum Artikel

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