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Vollständige Anonymität - Nicht unmöglich aber sehr schwierig umzusetzen!

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Anonymität im digitalen Leben ist eines der Ziele mit dem vielen in den Bereich der digitalen Sicherheit einsteigen. Gleichzeitig ist es eines der am schwierigsten erreichbaren Unterfangen und möglicherweise sogar unmöglich. Viele Dienstanbieter werben zwar mit Anonymität, können diese aber nicht im mindesten halten. Anonymität erreicht man ausschließlich durch sichere Dienste und ein reflektiertes Verhalten.

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Zwischenruf: Illusion von Privatsphäre

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Im Internet haben viele Menschen das Gefühl anonym zu sein. Niemand sieht einem offensichtlich zu, wie man per Smartphone. Tablet oder herkömmlichen PC durch die Weiten des Netzes surft, Videos anschaut, Kommentare schreibt oder einfach nur Nachrichten konsumiert. Im Alltag läuft man dagegen als Individuum über die Straßen und zeigt sein Gesicht. Man kommt sich dabei deutlich weniger anonym vor.

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Datenschutzrelevante Themen im Monatsrückblick - August 2017

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Anfang des vergangenen Jahres gab es hier eine kleine Serie von Monatsrückblicken. Kurze thematisch gegliederte Zusammenstellungen von interessanten Themen im Bereich Datenschutz/-sicherheit, die in den vorangegangenen Wochen mediale Resonanz erzeugten. Denn nicht alles kann in eigenen Artikeln im Blog auf [Mer]Curius veröffentlicht werden aber es hat auch nicht jeder Leser dutzende Nachrichtenseiten abonniert. Aus Zeitgründen ist diese Serie leider eingeschlafen und soll nun hoffentlich regelmäßig ihre Fortsetzung finden.

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"Ich habe ja nichts zu verbergen" - Datensammlungen sind selbst dann gefährlich

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Es gibt bekanntermaßen viele Vertreter der Kategorie "Ich habe ja nichts zu verbergen". Datenschutz gegenüber Unternehmen und Staat sind anstrengend und eigentlich macht man ja nichts illegales. Bis man plötzlich durch Vertreter des Staates an seiner Arbeit gehindert und durch die Pressesprecher zumindest zeitweillig kriminalisiert wird. So geschehen mit mehreren Reporters auf dem G20 Gipfel.

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Kommentar: Überwachung ist nicht gleich Tracking

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In der Sicherheitsdebatte werden zwei Bereiche gerne miteinander vermengt, die eigentlich getrennt gehören: Staatliche Überwachung und das Ausspähen von Kunden-/Besucherdaten durch Unternehmen und Internetangebote.1

Viele Experten bzw. Bürgerrechtler differenzieren hier nur ungenügend, befinden sie sich doch in einem Abwehrkampf in beiden Bereichen. In Artikeln, Interviews und Informationsmaterialen erfolgt eine kontraproduktive Vermengung beider Aspekte.

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Kommentar: Daten als Faktor einkalkulieren

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Die Digitalisierung unseres Lebens beschleunigt sich rasant. Was in der medialen Diskussion vor allem mit den Schlagwörtern Industrie 4.0 und der Furcht vor Arbeitsplatzverlust verknüpft ist, zeigt sich im Privatleben durch die ständige Zunahme von digitalen Diensten. Manche dieser Dienste sind kostenfrei, andere berechnen eine monatliche Gebühr und alle erheben sie Daten - manche mehr, manche weniger. Zusammen genommen entsteht ein digitales Spiegelbild des Menschen. Die wenigsten beziehen das jedoch in ihre Kalkulation mit ein. Dabei sollten sie genau das tun.

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Privacywashing aus dem Lehrbuch

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Die Ruf vieler großer IT-Konzerne ist in Europa und insbesondere in Deutschland nicht gut. Paradigmatisch dürfte dafür eine repräsentative FORSA-Umfrage aus dem Jahr 2015 sein. Spätestens seit den Snowden-Leaks empfinden viele Bürger Skepsis bezüglich der in großem Stil erfolgenden Datensammlung - auch die wenigsten daraus eine Änderung ihrer Nutzungsgewohnheiten ableiten. Den Skeptikern stehen natürlich einige jubelnde Blogger gegenüber (z.B. hier), die einen weitestgehend gläsernen Nutzer befürworten oder zumindest in Kauf nehmen.

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Kommentar: Das Ende der Datensparsamkeit?

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Datensparsamkeit ist bisher ein grundlegendes Prinzip zum Datenschutz. Nur Daten, die erhoben werden stehen auch einer Auswertung und damit letztlich Missbrauch zur Verfügung. Die Vermeidung jedweden Missbrauches besteht daher darin, so wenig Daten wie möglich zu erheben. Dieses Prinzip beherzigt bestenfalls bereits der Dienstanbieter, aber in Zeiten, in denen „Big Data“ zu einem Geschäftsmodell erklärt wird und viele große IT-Konzerne ihre Dienste vorgeblich kostenlos zur Verfügung stellen, kann man sich darauf nicht verlassen.

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Kommentar: Datenschutz und Open Source Bewegung - eine verhängnisvolle Verbindung

Schöne neue Welt. IT-Konzerne möchten ganz offiziell jeden Schritt eines Menschen überwachen und Geheimdienste nennen ihre Hacking- und IT-Spionageabteilungen nun Cybersicherheit. Das sind bedenkliche Entwicklungen und man tut gut daran vor ihren Auswüchsen zu warnen. Daten, die einmal erhoben wurden, lassen sich schließlich künftig auch unter anderen Gesichtspunkten auswerten. Während manche Blogger aber an einer Art Stockholm-Syndrom leiden und jede - noch so bedenkliche - Entwicklung hochjubeln und für die Verheißungen des digitalen Zeitalters ab liebsten den (Rechts-)Staat schleifen würden, machen die Mahner auch Fehler - sie verzahnen sich zu eng mit dem Open Source-Gedanken.

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Videotipp: Daten-Dschungel Doku im ZDF

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Im Rahmen der Reihe ZDFzoom zeigte das ZDF am 29.03 eine sehenswerte Doku über staatliche und privatwirtschaftliche Datensammlung und Überwachung. Für Kenner der Materie eventuell wenig neues, aber trotzdem sehenswert und kurzweilig.

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[Mer]Curius bietet Informationen zur technischen Dimension des Datenschutz im digitalen Bereich. Neben permanent aktualisierten Artikeln zu Betriebssystemen, Verschlüsselung und Kommunikationsabsicherung werden im Blog aktuelle Trends präsentiert und kommentiert.

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