Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Kommentar: Zum Zustand digitaler Informationsangebote

Bild von TeroVesalainen via pixabay / Lizenz: CC0 Creative Commons

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Medienkritik ist momentan schwer en vogue und die digiale (Nerd)Community hatte schon immer einen Hang zu Verschwörungstheorien und obskuren Informationswahrnehmungen. Einheitspresse, Staatsfunk etc. sind hier Begriffe, die nur zu gerne aufgegriffen werden. Hinzu kommt dass viele Mainstream-Medien digitalen Themen wenig Raum einräumen (es wird aber mehr) und man daher für Informationen einer Vielzahl an kleinen Individualmedien folgen muss.

Die Stärken dieser Individualmedien zeigt sich besonders im Linux-Bereich (siehe: Kommentar: Vorteile der Linux Community), vermutlich weil hier viele Enthusiasten nicht aus kommerziellen Motiven schreiben und die geringen Marktanteile dies auch nicht attraktiv erscheinen lassen.

Jeder Blogger kennt aber auch diese E-Mails mit Angeboten zu Linktauschs, Advertorials, Gewinnspielen usw. Kürzlich bekam ich mal wieder ein Angebot aus dem letzteren Bereich. Als Prämie winkte eine Volllizenz ohne die Einschränkungen der verlosten Lizenzschlüssel. Die Software interessierte mich aber auch persönlich und daher suchte ich über die Suchmaschine meiner Wahl nach weiterführenden und möglichst unabhängigen Informationen. Dabei liefen mir mehrere Blogartikel mit besagtem Gewinnspiel aus den letzten Tagen über den Weg. Keiner davon war mit einem Hinweis auf den Hintergrund versehen oder die Prämie für den Blogger.

Dieses Thema ist symptomatisch für die Probleme des digitalen "Journalismus". Die Informationsvielfalt des Internets basiert zwar auch auf den vielen privaten Projekten, eben jenen kleinen Videotutorials, Blogs, Podcasts und vielem mehr. Viele der Autoren haben sich jedoch in den letzten Jahren professionalisiert und arbeiten zumindest in Teilzeit für ihr eigenes Projekt. Da klassische bezahlte Abonnements im Internet nicht verbreitet sind und herkömmliche Werbung viel zu wenig Geld einbringt, haben sich die Vergütungsmodelle stark diversifiziert. Viele Autoren machen jedoch gar nicht - oder zumindest meiner Meinung nach ungenügend - auf eben jene mehr oder minder bezahlten Artikel aufmerksam. Selbst sehr große Technikmedien mit Blog-Charakter stellen nicht deutlich klar, ob z.B. Testsamples gesponsort wurden oder ähnliches.

Darunter leidet die Unabhängigkeit und die Qualität insgesamt. Meiner Meinung nach kann man sogar für viele Projekte eine Verfallsgeschichte der Qualität zeigen, beginnend ab dem Moment an dem der Projektgründer die Kommerzialisierung der Plattform einleitete. Stichworte sind hier Klickzahlen, SEO-Optimierung und gekaufte Artikel.

Natürlich gibt es moderne Qualitätsmedien im Internet, die transparent finanziert sind und qualitativ hochwertige Beiträge publizieren - das sei hier gar nicht in Abrede gestellt. Diese Medien laufen aber immer Gefahr in der Masse des - man muss es leider sagen - Mülls unterzugehen.

Daneben bauen aber auch die klassischen Medien ihre Onlineportale aus und bieten digitalen Themen immer mehr Raum. Hier sind inzwischen teilweise gut recherchierte Artikel zu Themen der Netzpolitik, Überwachung und Trends zu finden. Subjektiv werden diese Medien in der digitalen (Nerd)Community viel zu wenig rezipiert. Stattdessen beruft man sich auf obskure Blogartikel mit zweifelhafter Finanzierung.

Nur mal so als Denkanstoß.

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