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Cloud in Eigenregie X: Notizen

Nicht alles lässt sich mit Kalendereinträgen und Aufgabenlisten verwalten. Manche Inhalte werden auch einfach in Notizen fest gehalten. Diese möchte man natürlich möglichst immer dabei haben, daher bietet sich hier eine Synchronisation an. Nextcloud und QOwnNotes machen es möglich.

Linux bietet in einer vernetzten Welt keinen Komfort - wohl aber verschiedene Werkzeuge um einen hohen Grad an Vernetzung zu erreichen. In der Serie "Cloud unter Kontrolle" wird genau diese Vernetzung Thema sein. Das Ziel ist eine Lösung, die in etwa dem umfassenden Angebot entspricht, wie es Apple mit den iCloud-Diensten oder Google mit seinen Lösungen bietet. Allerdings unter Kontrolle des Nutzers.


 Serie:

  1. Cloud in Eigenregie I: Vorbemerkungen
  2. Cloud in Eigenregie II: Basis für Nextcloud wählen
  3. Cloud in Eigenregie III: Nextcloud einrichten
  4. Cloud in Eigenregie IV: Dateien über die Cloud verwalten
  5. Cloud in Eigenregie V: Integration in GNOME
  6. Cloud in Eigenregie VI: Kontakte synchronisieren
  7. Cloud in Eigenregie VII: Kalender und Aufgaben verwalten
  8. Cloud in Eigenregie VIII: RSS Feeds lesen und synchronisieren
  9. Cloud in Eigenregie IX: Baustelle Podcasts
  10. Cloud in Eigenregie X: Notizen
  11. Cloud in Eigenregie XI: Gedanken zu E-Mails
  12. Cloud in Eigenregie XII: Messenger Nachrichten
  13. Cloud in Eigenregie XIII: Passwörter synchronisieren
  14. Cloud in Eigenregie XIV: Browserverlauf und Favoriten synchronisieren
  15. Cloud in Eigenregie XV: Zusammenfassung

Für Nextcloud existiert die offizielle App Notes. Diese lässt sich via App Store aus der Kategorie Büro & Text installieren. Die Oberfläche ist so minimalistisch gehalten, dass sich hier nicht mal ein Screenshot lohnt. Man kann lediglich einzelne textbasierte Notizen in unterschiedlichen Ordner einsortieren.

Als Desktop-Anwendung bietet sich hier QOwnNotes an. Für Ubuntu kann man wahlweise ein Snap installieren oder ein PPA einrichten. Der Einfachheit halber wird hier die Installation via Snap gezeigt:

$ sudo snap install qownnotes

Die Synchronisation erfolgt über einen Ordner Notes im Nextcloud-Verzeichnis. Aus diesem Grund ist es wichtig den Client zu nutzen und nicht die WebDAV-Anbindung (siehe auch: Cloud in Eigenregie IV: Dateien über die Cloud verwalten). Dies lässt sich auch an einem anderen Ort ablegen, weshalb QOwnNotes beim ersten Start fragt, wo die Notizen gespeichert werden soll. Änderungen hier müssen natürlich auch in der Nextcloud-App vorgenommen werden.

QOwnNotes basiert auf Qt5 und integriert sich dadurch eher mittelmäßig in einen GTK-basierrten Desktop wie GNOME. Hier sind KDE Plasma-Anwender optisch deutlich im Vorteil. QOwnNotes hat verschiedene Layout-Optionen. Es gibt ein minimales Layout, das nur eine Übersicht der Notizen und ihrer Inhalte bietet und ein vollständiges Layout mit allen möglichen Inhalten. Standardmäßig ist das minimale Layout aktiviert.

Das vollständige Layout bietet hier deutlich mehr Informationen, ist aber auch weniger Übersichtlich.

Mit QOwnNotes lassen sich auch Medien wie z. B. Bilder in Notizen einfügen. Diese werden dann in einem Medienordner abgelegt und synchronisiert. Für Android und iOS existieren Apps, damit man die Notizen auch mobil dabei hat. Diese sind funktional allerdings etwas beschränkter, weshalb in QOwnNotes erstellte Notizen vielleicht nicht vollständig angezeigt werden können.

Trotzdem bietet die Kombination aus Nextcloud Notes und QOwnNotes eine mächtige Kombination um Notizen über die eigene Cloud für verschiedene Systeme zu synchronisieren.


Bilder:
Einleitungs- und Beitragsbild von IO-Images via pixabay

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Tags: Ubuntu, Synchronisation, GNOME, Nextcloud, Notizen, QOwnNotes

Ergänzungen zum Artikel

Weitere Informationen können den Nutzungsbedingungen entnommen werden.

Quatschkopp
Für GTK+ existiert das "Zim Desktop Wiki". Ich habe mir "QOwnNotes" jetzt nicht angesehen, aber ich vermute, es funktioniert ähnlich. Man kann Texte/Bilder usw einbinden und diese unterschiedlich formatieren, dabei wird alles im Hintergrund als einfache (kleine) txt-Datei in einem selbst festgelegten Ordner (standardmäßig auch "Notes") gespeichert und lässt sich somit prinzipiell mit jedem Texteditor öffnen. Schön ist auch, dass man alle Notizen in Baumstrukturen ordnen kann für die im Hintergrund entsprechende Unterordner angelegt werden.Ich vermute, dass sich für Zim die gleiche Strategie fahren lässt: den "Notes"-Ordner einfach auf der Nextcloud ablegen und in jedes System einbinden.
Gerrit
Ja der beschriebene Ablauf liest sich ziemlich ähnlich.

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