Datenschutz im digitalen Alltag

Damit Privates privat bleibt

Windows

Bild: PIX1861 via Pixabay / Lizenz: CC0

Windows ist seit Jahren der unangefochtene Marktführer auf dem Desktop-PC. Lediglich im mobilen Bereich konnte man nie wirklich Fuß fassen und musste Android und iOS den Vortritt lassen. Hier setzt Microsoft stattdessen auf eigene Apps um mit seinen Diensten präsent zu sein.

Sicherheit

Windows kämpft bereits seit vielen Jahren mit einer hohen Belastung durch Schadsoftware. Ob dies durch ein unsicheres Systemdesign bedingt wird oder die hohe Verbreitung einfach für die notwendige Attraktivität sorgt ist seit Jahren umstritten. In den letzten Jahren werden zunehmend Schwachstellen in Drittprogrammen angegriffen, da das System selbst besser abgesichert ist.

Für den Anwender ist dies jedoch unerheblich. Dieser sieht sich im Anwendungsalltag mit einer relativ hohen Bedrohung durch Schadsoftware (gemessen an Linux und macOS) ausgesetzt. Zwar kann man bei einer verantwortungsvoller Nutzung, zeitnaher Installation von Updates und dem Bezug von Software aus seriösen Quellen die Risiken minimieren. Ein unbeschwerter Einsatz des Systems sieht aber anders aus.

Datenschutz

Seit der Veröffentlichung von Windows 10 sieht sich Microsoft massiven Vorwürfen ausgesetzt, dass Windows 10 massiv Nutzerdaten sammeln und an Microsoft übertragen würde. Die Kritik ist so gravierend, dass sich Microsoft Anfang 2017 scheinbar gezwungen sah nachzujustieren und die Datenerhebung transparenter zu gestalten.

Zwar kann man in den Systemeinstellungen das Ausmaß der Datensammlung einschränken, jedoch nicht gänzlich abschalten. Insbesondere so genannte Telemetrie-Daten werden weiterhin erhoben.

2018 stellte man eine App vor, die eine Übersicht über die erhoben Daten anzeigt: Diagnostic Data Viewer

Dahinter steht eine grundsätzliche Neuausrichtung des Konzerns. In der Vergangenheit verdiente Microsoft sein Geld durch den Verkauf von Lizenzen für seine Software. Durch die Bündelung mit entsprechender Hardware geschah dies für viele Kunden weitgehend unsichtbar. Nur wenige bezahlten direkt für ihre Windows-Lizenz. Mit diesem Geschäftsmodell lässt sich angesichts der wachsenden Konkurrenz immer weniger Geld verdienen. Microsoft verteilt nun Teile seiner Software, wie z.B. das Betriebssystem Windows 10, unter bestimmten Bedingungen kostenlos an die Anwender. Im Gegenzug beginnt man die Datenerhebung auszuweiten und möglicherweise für eine zukünftige Monetarisierung vorzubereiten.

Zusammengefasst

Die Kombination aus Schadprogrammen und Erfassung von Telemetriedaten macht Windows zu einer unsicheren Basis für weitergehende Schutzmaßnahmen. Was nützen Verschlüsselung und Anonymisierungsdienste, wenn auf Systemebene potenziell (Nutzungs-)Daten abgegriffen werden. Alternativen wie Linux und (mit Einschränkungen) macOS sind hier besser aufgestellt.

Tags: Datenschutz, Microsoft, Windows

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