Tor ist das einzig wirklich wirksame Mittel, um im Internet halbwegs zuverlässig anonym unterwegs zu sein. Ganz im Gegensatz zu den viel populäreren vermeintlich anonymen VPNs. Allerdings hat auch Tor seine Schwächen.

VPNs zur Anonymisierung sind nichts anderes als ein Marketing-Gag. Anonymität ist im Internet schwierig zu erreichen und nur mit Komforteinschränkungen möglich. Nur mit Tor hat man in dem Bereich überhaupt eine Chance.

Ich ärgere mich leider sehr häufig über die fehlende Qualität bei Heise. Darum möchte ich zur Abwechselung mal auf eine sehr gute Recherche verweisen. In der Serie „Missing Link“ ist bei Heise heute der Artikel „Wie sicher ist der Anonymisierungsdienst Tor?“ erschienen.

Dort nimmt man die Schwachpunkt der Technologie und ihrer Bedienung unter die Lupe, zeigt was der Anwender tun kann und wo man machtlos ist. Insgesamt finde ich den Artikel sehr ausgewogen und lesenswert.

Moin, meine Name ist Gerrit und ich betreibe diesen Blog seit 2014. Der Schutz der digitalen Identität, die einen immer größeren Raum unseres Ichs einnimmt ist mir ein Herzensanliegen, das ich versuche tagtäglich im Spannungsfeld digitaler Teilhabe und Sicherheit umzusetzen. Die Tipps, Anleitungen, Kommentare und Gedanken hier entspringen den alltäglichen Erfahrungen.

7 Ergänzungen

  1. Naja, Tor schützt zwar zuverlässig vor den in die Webseiten eingebauten Wanzen, dafür wird man aber zum Ziel der westlichen Geheimdienste. Und wer betreibt die Tor Server? Hauptsächlich die big five, denen man doch entfliehen will oder?

  2. An dieser Stelle möchte ich den privacy badger des eff empfehlen, ein Firefox addon, das die Wanzen analysiert und lernfähig ist. Das läuft auch im top Browser libre Wolf, den es sogar als appimage gibt.

  3. Ich finde die Bedienung eigentlich relitiv simpel. Also im Bezug auf den Browser. Im *nix einfach tor installieren, und dann mit dem Addon TorBrowserButton den Datenstrom durch Tor leiten…

    • Damit verschleierst du aber nur deine IP und bist per Fingerprinting vermutlich dennoch eindeutig zu identifizieren.

      Ist halt die Frage, welches persönliche Schutzbedürfnis man hat. Als Untertan eines verbrecherischen Systems, Whistleblower oder Krimineller würde mir das vermutlich nicht reichen. Als normal berufstätiger deutscher Staatsbürger, für den diese Privatsphäre-Tools letztlich nicht über Leben und Tod entscheiden, kann man das natürlich etwas entspannter sehen 😉

      • Ja, das stimmt wahrscheinlich. Und der Tor Browser macht das nutzen vom Tor Netzwerk zwar noch einfacher, hat aber auch seine Macken. Es ist wohl nicht umsonst ein stetiges Ziel dauerhafter Untersuchungen…

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